Kündigung im Kleinbetrieb/Kündigungsgrund/Kündigungsschutz/Freistellung?

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8 Antworten

Im Kleinbetrieb (<10 Mitarbeiter) kann er Dich relativ problemlos kurzfristig kündigen. Eine Kündigungsschutzklage dürfte dabei so gut wie aussichtslos sein.

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 12:00

aber selbst da ist man nicht schutzlos... das was er vor mir persönlich angibt verstößt warscheinlich gegen "treu und güte" oder wie das heißt und ist meiner meinung nach auch sittenwidrig.

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Eine Kündigung unter Einhaltung der gültigen Kündigungsfrist kann ein Arbeitgeber jederzeit aussprechen.Nur weil ihr eine Beziehung hattet,gibt es keine Schonung.

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 12:13

Also geht da komplett die Menschlichkeit verloren? Interessieren da keinen die Hintergründe obwohl die der Kündigungsgrund sind?

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Hallo raspberrykiss! Du musst hier unbedingt arbeitsrechtliche Belange von privaten, zwischenmenschlichen Beziehungen trennen! (1. Arbeitsrecht, 2. Moral und Anstand)

  1. Arbeitsrechtlich mus eine Kündigung durch den AG sozial gerechtfertigt sein. (§ 1 Kündigungsschutzgesetz) Hier muss Dein (früherer) Arbeitgeber die rechtssichere Begründung liefern, sonst würdest Du jederzeit die Kündigunsschutzklage gewinnen. Was Du dann daraus machst, ist Deine persönliche Entscheidung. Wichtig: Du musst der Kündigung innerhalb von einer Woche beim Beriebsrat (sofern vorhanden) bzw. innerhalb von drei Wochen nach Zugang beim Arbeitsgericht Klage erheben. (§§ 3 -4 Kündigungsschutzgesetz) Deine private Situation und die Deines (ehemaligen) "Liebhabers" bzw. Chefs spielt für die arbeitsrechtliche Entscheidung hier absolut keine Rolle.
  2. Wer sich mit einem andern Menschen, der verheitratet ist, auf eine Beziehung einlässt, muss von Anfang an mit dem von Dir geschilderten privaten Dilemma rechnen. Das hört sich jetzt moralisierend an, ist aber leider immer wieder bestätigte Tatsache. Ein rechtlicher Anspruch kann aus der geschiderten Liaison leider nicht abgeleitet werden. Mein persönlicher Rat: Eine "saubere" Trennung als Privatpersonen (Du wirst ihn nicht mit arbeitsrechtlichen Mitteln "zurückerobern" können!) durchführen - auch wenn es weh tut und arbeitsrechtlich einen Kompromiss anstreben - z. B. Weiterbeschäftigtung (mit voller Bezahlung) bis Januar bei gleichzeitiger vollständiger Freistellung von der Arbeit. Die Förderung von der BA müsste er ansonsten höchstwahrscheinlich zurückzahlen.

Alles Gute!

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 18:36

Er hat mich aber wegen der Beziehung gekündigt, bzw wegen dem Ende... das hat er klipp und klar gesagt... Naja, er müsste weniger zurückzahlen als er mir bis dahin an lohn zahlt... wenn er das bis januar durchziehen würde...

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Das ist leider das Risiko eines Mitarbeiters der sich mit dem Chef "einlässt" Leider hat sich das bei dir weider Bewahrheitet. An deiner Stelle würd ich da gar nicht lang rum machen und es gut sein lassen. Dort weiter Arbeiten kannst du sicherlich nicht mehr, das wären Arbeitsbedingungen wie sie sich keiner wünscht.

Ansonsten solltest du einen Anwalt der spezialliesiert ist auf Arbeitsrecht um Rat fragen.

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 12:06

wir haben uns nicht zerstritten.. weder vorher noch jetzt hinterher. er hat von jetzt auf gleich alle kontakte abgebrochen und mir die kündigung geschickt...

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Nochwas...**

er wird bis ende november auch noch vom amt gefördert (existenzgründer, betrieb existiert erst seit Ende Februar)...

für mich hat er 5 monate lang den halben lohn vom amt gezahlt bekommen.. und müsste mich laut AA vereinbarung bis januar bei sich beschäftigen... als bedingung das die ihm das halbe gehalt für mich gezahlt haben.**

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Leider ja. Es hängt auch davon ab, was er in die schriftliche Kündigung reinschreibt. Ist der Grund hieb- und stichfest, kommt auch ein Arbeitsgericht dagegen nicht an.

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 11:57

Nen Grund hat er gar nicht rein geschrieben. Aber mir 1000x gesagt das das der Rückkehr in seine Familie hinderlich ist... und deswegen zu kündigen ist nicht rechtens... so weit ich mich schon informiert habe... weil er selbst wird das nicht als Grund anführen in der Kündigung... aber wir wissen beide das das der grund ist...

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soweit ich das sehe, hast du die Probezeit zum Zeitpunkt der Kündigung bereits hinter dir?

das heißt, er kann dich nur außerordentlich in besonderem Grund kündigen, oder ordentlich, wenn er einen Grund angeben kann, der:

personenbedingt, betriebsbedingt oder verhaltensbedingt ist.

personenbedingt sind insbesondere Krankheit, Wehrdienst, Gefängnisaufenthalt, fehlende Arbeitserlaubnis

betriebsbedingt: in der Regel Rationalisierungs- /Einsparungsmaßnahmen

verhaltensbedingt: wenn man arbeitspflichten verletzt. Denen muss aber in der Regel eine Abmahnung vorausgegangen sein.

Außerordentlich kündigen kann man eigentlich nur, wenn ein gewichtiger Grund vorliegt - Pöbelei, Diebstahl, Alkohol/Drogeneinfluss am Arbeitsplatz, nichteinhalten der Betriebsordnung, etc.

die Frage ist allerdings - wie groß ist der Betrieb tatsächlich???

wieviele Mitarbeiter hat er?

Bei 5 oder weniger Mitarbeitern hat der Arbeitgeber Sonderrechte.

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Kommentar von raspberrykiss
13.10.2011, 12:11

Wie der Name schon sagt, Kleinbetrieb, weniger als 10 mitarbeiter... Angestellt waren nur Ich und nen Kollege.

Probezeit war Ende September vorbei.

Und falsch gemacht hab ich nix... er hat sich getrennt, und mir die kündigung geschickt. und mir mehrfach gesagt das er alles tut um seine familie zurück zu bekommen (gründe hierfür sind ja jetzt uninteressant)... und ich sagte dann nur das er für ne 50% chance ein ganzes Leben kaputt macht... da sagte er nur : JA! das ist meine einzige chance und wenn sie noch so klein ist.

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So lange er sich an die Kündigungsfrist hält, kann er das.

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