Kündigung gerechtfertigt?

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14 Antworten

Ich empfehle Ihnen dringend zum Anwalt zu gehen und Kündigungsschutzklage einzureichen.

Achtung:

Die Frist für eine Kündigungsschutzklage beträgt 21 Tage, ab Zugang der Kündigung.

Eine Krankheit kann niemals zu einer außerordentlichen Kündigung, gemäß §626 BGB führen. Um eine außerordentliche Kündigung zu rechtfertigen, hätte sich Ihr Mann eine derartig gravierende Vertragsverletzung begehen müssen, dass es dem Arbeitgeber nicht zuzumuten ist das Arbeitsverhältnis ordentlich (fristgemäß) zu kündigen.

Grundsätzlich kann eine Krankheit zu einer personenbedingten Kündigung führen. Allerdings sind die Hürden hierfür sehr hoch, so müsste Ihr Mann entweder unverhältnismäßig viele Kurzerkrankungen haben oder es müssten für die Zukunft unverhältnismäßig viele Fehltage zu erwarten sein.

Fazit:

Sie müssen sich gegen die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage wehren, sonst wird die fristlose Kündigung, auch wenn sie nicht rechtmäßig ist, wirksam!

Peter Kleinsorge

die fristlose Kündigung ist nicht wirksam, weil keine Begründung genannt wird. Dennoch sofort schriftlich Einspruch erheben - ohne Begründung.

Ob die andere Kündigung wirksam ist, hängt vom Vertrag ab, schau mal nach, was da vereinbart ist. 14 Tage geht normalerweise nur in der Probezeit, aber die ist ja abgelaufen.

Nach Ablauf der Probezeit beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist für den Arbeitgeber einen Monat zum Ende eines Monats.

Danach wäre also frühestens der 30.11. möglich

http://dejure.org/gesetze/BGB/622.html

DerCAM 14.10.2010, 02:54

Kein Einspruch sondern innerhalb von 21 Tagen Kuendigungsschutzklage bei Arbeitsgericht (gegen BEIDE Kuendigungen!). Alles andere bringt nix.

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Natürlich habt Ihr eine Chance. Für eine fristlose Kündigung müssen schon besondere Gründe vorliegen.

Ob die fristgerechte Kündigung in Ordnung ist, hängt vom Vertrag ab... da kann Euch der Anwalt beraten.

Grundsaetzlich ist natuerlich auch eine fristlose Kuendigung im Krankenstand moeglich. Ob hierfuer ausreichende Gruende vorliegen, wissen wir nicht und letztendlich entscheidet dies sowieso der Arbeitsrichter. Aus der bisherigen Darstellung ergibt sich allerdings nichts, das auf entsprechende Gruende schliessen liesse.

Bei der ordentlichen (vermeintlich fristgemaessen) Kuendigung gibt es nun 2 Punkte zu klaeren.

  1. Besteht Kuendigungsschutz? In Kleinbetrieben bis 10 Vollzeitmitarbeiter besteht ein solcher nicht und es kann jederzeit ohne Angabe von Gruenden aber natuerlich unter Einhaltung der Kuendigungsfrist ordentlich gekuendigt werden.

  2. Stimmt die Kuendigungsfrist von 14 Tagen? Eine derart kurze Kuendigungsfrist koennte nur dann gelten, wenn diese in einem anzuwendenden Tarifvertrag vereinbart wurde. Einzelvertraglich kann eine derart kurze Kuendigungsfrist hingegen nicht wirksam vereinbart werden.

Gegen die fristlose Kuendigung ist also innerhalb von 21 Tagen ab Kuendigungszugang Kuendigungsschutzklage zu erheben. Ob dies auch bei der ordentlichen Kuendigung Sinn macht, haengt davon ab, ob ueberhaupt Kuendigungsschutz besteht und ob die Kuendigungsfrist korrekt ist. Wahrscheinlich aber schon.

Bitte unbedingt Peter Kleinsorges Hinweise zum Wirksamwerden von an sich unberechtigten Kuendigungen bei nicht erhobener Kuendigungsschutzklage beachten!!!

Wir befinden uns mit diesem Fall in Deutschland? Wenn dem so ist, dürfte zunächst einmal fraglich sein, inwiefern die hilfweise Kündigung fristgerecht wäre. Das kann aber nur der Arbeitsvertrag her geben... Dann ist es auch sinnvoll zu wissen, ob dein Mann dem Kündigungsschutz unterliegt oder nicht. Dies ergibt sich aus der Größe der Firma, sprich: wieviele Beschäftigte hat die Firma?

Ohne Begründung ne Kündigung nach der Probezeit ist meiner Meinung nach sehr fraglich und ne fristloae ausserordentliche Kündigung muss immer begründet werden, recht komisch.

Für eine Außerordentliche Kündigung müssen schwerwiegende Gründe vorliegen z.B. Diebstahl.

Da die Firma bedenken hat mit der Außerordentlichen Kündigung Erfolg zu haben kündigen sie eben gleichzeitig fristgerecht.

Auf jeden Fall zum Anwalt und sofort Kündigungsschutzklage einreichen.

sweetcherry10 13.10.2010, 16:06

eben der meinung bin ich aber auch, es gab nie Abmahnungen oder irgendetwas in der Form da er sich in der ganzen zeit nie etwas hat zu schulden kommen lassen, da er schon 2 1/2 jahre für die firma gearbeitet hatt und nie Krankgeschrieben war. ich mein gut andere arbeiten 30-40 jahre in Ihrem Betrieb aber dennoch völlig Grundlos und das nur wegen einer Krankschreibung!

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Außerordentlich=fristlos, da braucht es schon einen triftigen Grund. Zum 27.10. kann nicht fristgerecht sein, da die Kündigung 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum zum Ende des Kalendermonats nur möglich ist. § 622 BGB. Also ab zum Anwalt, da ist was nicht in Ordnung.

Es fängt schon damit an, dass keine Begründung dabei steht, und die ist bei einer fristlosen Kündigung zwingend erforderlich, auch zu deinem Schutz. DIe Kündigung wird meines Erachtens nicht gültig sein.

Eigentlich steht das auch anders drin, fristlos zum .. ersatzweise fristgerecht zum.. Die Kündigungsfrist ergibt sich aus deinem Arbeitsvertrag und gesetzlichen Vorgaben. Die kann nur einvernehmlich umgangen werden.

Viel Erfolg.

eine Kündigung aus wichtigem Grund ("kündigen wir außerordentlich...") wegen einer Krankschreibung über 9 Werktagen?

Macht keinen Sinn, da muss vorher etwas anderes vorgefallen sein.

sweetcherry10 13.10.2010, 16:09

nee wenn es so gewesen wäre wäre es ja verständlich, da war aber nie etwas zumal er vor 14 Tagen von der Firma noch zu einer fortbildung geschickt wurde , die die firma bezahlt hatt usw. das ist es ja eben das ist meiner meinung nach völliger Schwachsinn und schickane!

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In diesem Fall würde ich mich an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden. Ich bin kein Typ, der, wie viele hier, sofort schreiben: geh zum anwalt... aber in diesem Fall erscheint es mir doch gerechtfertigt!

Im übrigen gibts auch bei den Arbeitsgerichten Beratungsstellen, zumindest gab es die mal... also auch mal dort anrufen... und evtl. beim Gewerbeaufsichtsamt.

Weltenwandlerin 13.10.2010, 16:08

was mir jedoch jetzt auffällt: Du schreibst nicht, ob Gründe in der Kündigung angegeben wurden.... das wäre schon interessant zu wissen. Denn du zitierst ja nur die Kündigungsaussage als solches.... Wenn du konkrete Antworten möchtest, solltest du auch alles hier schildern...

Was mir in Bezug auf die Krankheit schon auffällt: Noch am Sonntag hattet ihr anscheinend große Hochzeitsfeier..... wenn das der AG mitbekommen hat, dann wird er evtl. zu Recht sagen: ist der überhaupt krank??

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sweetcherry10 13.10.2010, 16:19
@Weltenwandlerin

mal ganz davon abgesehen davon wusste der Ag schon gut 8 Wochen im Vorraus und dafür hatt mein mann auch den 8.10.2010 und den 11.10.2010 so wie den 12.10.2010 bezahlten Urlaub bekommen das eine hatt mit dem Anderen nichts zu tun, weil der Urlaub bereits schon wie gesagt 8 wochen vorher beantragt und genehmigt wurde! es geht hier einzig und allein um den einen Fall!! alles andere hatt damit nichts zu tun!

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sweetcherry10 13.10.2010, 16:20
@Weltenwandlerin

dumm nur in dem Fall das ein Gutachten vorliegt, sowohl vom krankenhaus als auch vom Betriebsarzt!

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sweetcherry10 13.10.2010, 16:22
@Weltenwandlerin

wenn du alles hier gelesen hättest, hättest du bemerkt das ich im Zusatz und in den unterhaltungen mit anderen sehr wohl erwähnt habe, dass es keine begründungen gibt in diesem Schreiben, alles was dort steht ausser jetzt Sehr geehrte herr.... und MFg steht in der beschreibung meiner frage unter ZITAT: und ZITAT ENDE! ok?

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Weltenwandlerin 13.10.2010, 16:23
@sweetcherry10

Urlaub während der Krankschreibung?.... du schreibst zwar, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat, aber das sehen AG oftmals ganz anders... da wird akribisch darauf geguckt, was jemand während der Krankschreibung macht.... ich unterstelle dir/euch ja nichts, ich wollte dich nur darauf aufmerksam machen, dass hier sehr wohl ein Zusammenhang gegeben sein könnte... wenn jemand wegen Hörsturz nicht zur Arbeit gehen kann (was logisch ist), dann kann er eigentlich auch nicht die Hochzeit abhalten.... zumindest nicht als Feier... und die hattet ihr ja, wie man anderen Postings entnehmen kann...

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sweetcherry10 13.10.2010, 16:25
@Weltenwandlerin

der Urlaub war doch schon 8 Wochen vorher genehmigt, hallo?? sorry aber ich glaube das hast du grad nicht ganz verstanden, und erst am 7.10. kam die Krankmeldung . einen Tag vor dem Urlaub der ja schon 8 Wochen vor dem 7.10. genehmigt und gestempelt wurde.

Wie gesagt es ist von seiten des Arbeitgebers meiner Ansicht nach eine große schweinerei!

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Außerordentlich bzw. fristlos kann der Arbeitgeber auch nur mit einem besonderen Grund kündigen...

Ist vielleicht die Krankmeldung Deines Mannes nicht im Betrieb angekommen???

Dein Mann sollte umgehend Widerspruch gegen die Kündigung einlegen. ("Hiermit lege ich gegen die Kündigung Widerspruch ein." Datum, Unterschrift.)

Den Rest soll dann der Anwalt machen (und ich würde dem Druck machen, daß er spätestens morgen für mich Zeit hätte...).

sweetcherry10 13.10.2010, 16:00

doch die haben wir direkt nach dem Arztbesuch persönlich eingereicht. Und die Firma bereits im Vorferld über den Besuch beim Arzt Informiert also er hätte Spätschicht gehabt und wir sind am Vorabend noch nach seiner Schicht im Krankenhaus gewesen da das bei der Arbeit passierte und am nächsten Morgen sind wir direkt nochmals zum Arzt gefahren und haben wie gesagt umgehend die Krankmeldung eingereicht.

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anjanni 13.10.2010, 16:04
@sweetcherry10

Und ist die Krankheit als Grund für die fristlose Kündigung angegeben? - Die dürfte auf jeden Fall hinfällig sein! Und hilfsweise fristgerecht kündigen geht während einer Erkrankung auch nicht.

(Ich würde mich aber schon mal warm anziehen und Bewerbungen schreiben...)

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anjanni 13.10.2010, 16:06
@anjanni

Vielleicht hat auch jemand die Krankmeldung nicht ordnungsgemäß an die zuständige Stelle (Personalbüro) weitergeleitet?

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Mawa2007 13.10.2010, 16:07
@anjanni

Oh auch während einer Erkrankung kann man kündigen, ist mir passiert weil ich mit meiem Armbruch über 12 Wochen nicht einsetzbar gewesen bin. Hab das abklären lassen und der Anwalt hat gesagt das der Arbeitgeber das darf

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sweetcherry10 13.10.2010, 16:13
@anjanni

Wir haben gleich nach dem Öffnen des Schreibens bei der Firma angerufen, die meinten er wüsste ja, das sie der Krankmeldung von anfang an nicht zugestimmt hatten und Ihn trotz krankmeldung zur arbeit geschickt haben, er dort aber nicht gewesen ist, warum auch er war ausdrücklich Krankgeschrieben! es besteht ja auch ein Ärztliches gutachten usw. er war/ ist noch definitiv Arbeitsunfähig für seinen Job . Aber dafür zeigte die Firma ja schon von anfang an kein Verständniss und wir haben fast mit so etwas schon gerechnet.

aber ausdrücklich im Kündigungsschreiben steht keinerlei Begründung!

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DerCAM 14.10.2010, 02:53

Ein Widerspruch bringt gar nichts. Es muss - wie Peter Kleinsorge bereits geschrieben hat - unbedingt innerhalb von 21 Tagen Kuendigungsschutzklage gegen BEIDE(!) Kuendigungen beim Arbeitsgericht erhoben werden.

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Wenn nur das im Schreiben steht ist die Kündigung sowieso unwirksam.

Anhang:

ist diese kündigung denn überhaupt gerechtfertigt aus dem Gegebenen grund?

Dürfen die das einfach so?

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