kündigung gegen zu oft krankgeschrieben?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Häufige kurze Erkrankungen kommen für eine Kündigung wegen Krankheit ebenso in Frage wie chronische Erkrankungen (die verheimlicht worden sind z.B.)

Mehr als sechs Wochen Fehlzeiten im Jahr wegen Krankheit könnte ein Kündigungsgrund sein, weil der Arbeitgeber davon ausgehen kann, das die Fehlzeiten höher werden.

Wenn Du z. B. 2 Wochen wegen einer Bänderdehnung krank warst, 2 Monate später wegen einem (nachgewiesenen) Magen-Darm-Infekt und dann 1 Monat später Dir einen Arm brichst, würde Dich ein Arbeitgeber nicht so schnell kündigen, als ein Kollege der alle 1-2 Monate wegen Erkältung, Prellung, ... fehlt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Jein. Es ist nicht einfach jemanden zu kündigen wenn er zu oft krank ist, aber wenn du zB körperlich arbeiten musst aber wegen Probleme mehrere Monate ausfällst und das für das Unternehmen nicht mehr tragbar ist, können Die das Arbeitsverhältnis beenden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Generell geht das ja. Die Kündigung muss allen Formalitäten entsprechen.

Dann gehts.


Geht, entgegen landläufiger Meinung,dann auch während oder weil krank.

In der Probezeit gehts problemlos eh, nachher auch.- Und auch, wenn der Vertrag unbefristet ist. Merke: unkündbar ist fast niemand.


http://www.ra-croset.de/presse/kuendigung-waehrend-krankheit.php

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CarloGmail
13.09.2016, 10:27

Alles klar, vielen dank für deine antworte. Ich wollte nur wissen ob es ist im Deutschland realistisch gekündingt werden wenn mann ist krankgeschrieben für, sagen wir, max 3 wochen im Jahr, aus verschiedes gründen, und nicht am stück (i.e. 1 woche am anfang des jahres und dann 3-4 tagen nach monaten) ....

0

das kann leider passieren. besonders in kleineren betrieben ist dauerhaftes kranksein für den betrieb nicht tragbar. mittlerweile kündigen auch die größeren betriebe öfter

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Anforderungen an eine Kündigung wegen Erkrankung sind sehr hoch. 3 Wochen im Jahr werden nicht ausreichen. Um eine Kündigung begründen zu können, sind ganz andere Zeiträume erforderlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt da kein maximal. Wenn der Arbeitgeber, aus welchen Gründen auch immer, kündigt, von Anwalt beraten lassen oder Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen (geht auch ohne Anwalt)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In der Probezeit ist das auf den ein auf den anderen Tag möglich, danach muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mind. 3 mal verwarnen und darf dann auch kündigen.

was anderes ist es wenn man im laufe des Arbeitsverhältnisses sehr krank wird oder sich z.b wegen eines Bruches länger im Krankenhaus befindet, dann kann der Arbeitgeber glaube ich nicht einfach kündigen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von JanEric12366
13.09.2016, 10:27

In der Probezeit darf dein Arbeitgeber dich generell immer fristlos kündigen und das sogar ohne Grund. Danach also nach der Probezeit ist das so eine graue Zone... Wegen einem Bruch wird dein Chef dich schon nicht kündigen... Das kann ich nicht glauben das sowas passiert, aber z.B. Du liegst wirklich im Krankenhaus weil du sehr schwer krank bist und wirklich 2-3 Jahre ausfällst dann denke ich kann dein Chef dich kündigen. Also so hab ich das mal von einem Freund mitbekommen. Es muss nicht überall so sein. :)

1
Kommentar von Familiengerd
13.09.2016, 14:39

In der Probezeit ist das auf den ein auf den anderen Tag möglich, danach muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mind. 3 mal verwarnen und darf dann auch kündigen.

Das ist falsch (um nicht "Unsinn" zu sagen).

Auch in der Probezeit (außer in der Ausbildung) sind bei einer Kündigung die gesetzlichen, arbeitsvertraglich längeren oder tarifvertraglich längeren oder kürzeren Fristen einzuhalten!

Eine Bestimmung ("Märchen") wie "mind. 3 mal verwarnen" gibt es nicht! Ob ein Arbeitnehmer vor einer Kündigung abgemahnt worden sein muss und wie oft, das hängt einzig und alleine von der Art und Schwere der abgemahnten Verfehlung ab.

Und wegen einer attestierten Erkrankung ist eine Abmahnung erst gar nicht erlaubt.

0

Da gibt es keine Grenze. Wenn du dem Arbeitgeber zu oft krank bist, kann er dir kündigen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Familiengerd
13.09.2016, 14:59

Wenn du dem Arbeitgeber zu oft krank bist, kann er dir kündigen.

Das alleine reicht noch lange nicht!

Es muss

> sich entweder um eine langandauernde Erkrankung oder um sehr häufige Kurzerkrankungen über einen längeren Zeitraum handeln,

> eine negative Gesundheitsprognose vorliegen (also die Erwartung, dass sich die Situation nicht zum Besseren ändern wird),

> keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung durch zumutbare Umbaumaßnahmen, Umorganisationen usw. am Arbeitsplatz geben,

> keine Möglichkeit zu einer anderen zumutbaren Beschäftigung im Betrieb geben (auch nach zumutbarer Umschulung),

> eine Weiterbeschäftigung dem Arbeitgeber den Umständen nach (und unter Berücksichtigung der Interessen und der Situation des Arbeitnehmers) wirtschaftlich, finanziell, personell, organisatorisch unzumutbar sein.

Wenn Diese Voraussetzungen nicht vorliegen, darf einem betroffenen Arbeitnehmer nicht wegen Erkrankung gekündigt werden - abgesehen davon, dass grundsätzlich (und gegen eine dennoch erfolgte Kündigung klagen zu können) das Kündigungsschutzgesetz KSchG anwendbar sein muss, der Betrieb also mehr als (umgerechnet) 10 dauerhaft beschäftigte Vollzeitkräfte haben muss.

0

Was möchtest Du wissen?