Kündigung eines unbefristeten Arbeitsverhätnisses ohne Abmahnung?

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4 Antworten

Zunächst mal müssen wir hier einige Dinge klarstellen:

In der Kündigung muss kein Grund genannt werden. Auch ohne Angabe eines Grundes kann die Kündigung rechtswirksam sein.

Das Kündigungsschutzgesetz gilt erst ab einer Belegschaftsstärke von 10 Mitarbeitern. Mitarbeiter mit mehr als 30 Wochenstunden werden mit dem Faktor 1,0, Mitarbeiter mit über 20 bis einschl. 30 Wochenstunden werden mit dem Faktor 0,75 und Mitarbeiter mit bis zu 20 Wochenstunden werden mit dem Faktor 0,5 berücksichtigt.

Als Mitarbeiter gelten alle dauerhaft beschäftigten Mitarbeiter. Dazu können auch freie Mitarbeiter zählen. Auszubildende zählen nicht. Praktikanten zählen ebenfalls nicht.

Wir wissen nun nicht, aus welchem Grund der Arbeitgeber kündigt. Ist es eine betriebsbedingte, eine verhaltensbedingte oder eine personenbedingte Kündigung. Daher ist eine Voraussage, ob die Kündigung rechtens ist, aus der Ferne schlicht und einfach nicht möglich. Wenn jedoch keine Kritik an deiner Arbeitsleistung geäussert wurde, keine Personalreduktion durchgeführt wird und du auch nicht die silbernen Löffel mitgenommen hast, würde ich zu der Vermutung tendieren, dass die Kündigung eher nicht haltbar ist.

Falls du dich wehren willst, wirst du um die Konsultation eines Anwaltes nicht herum kommen. Beachten solltest du auf jeden Fall, dass du innerhalb von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung Klage einreichen müsstest, wenn du dich wehren willst.

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Kommentar von Familiengerd
01.11.2015, 00:52

Nur so nebenbei:

Auch ohne Angabe eines Grundes kann die Kündigung rechtswirksam sein.

Jede Kündigung ist (oder wird) rechtswirksam, wenn nicht gegen sie geklagt wird - gleichgültig, wie fehlerhaft sie formal und wie unberechtigt sie inhaltlich sein mag!

Falls du dich wehren willst, wirst du um die Konsultation eines Anwaltes nicht herum kommen.

Wenn der Arbeitnehmer es sich von seinen Rechtskenntnissen her (und nervlich) zutraut, muss er keinen Anwalt konsultieren: er kann auch ohne Anwalt klagen (aber ich glaube, das weißt Du).

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Zunächst einmal: eine ordentliche Kündigung muss der AG nicht begründen - in keinem Gesetz ist eine Begründungspflicht festgeschrieben.

Wichtig ist die Frage, ob es sich um einen Kleinbetrieb handelt oder nicht. Dazu hat @Interesierter ja schon ausführlich geschrieben. Sind es mehr als 10 Beschäftigte, wäre das Kündigungsschutzgesetz anwendbar und es müsste bei Kündigung u. a. auch eine Sozialauswahl getroffen werden.

Ich denke, dass es in deinem Fall sinnvoller ist, dir anwaltlichen Rat zu holen und innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage einzureichen.

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Nein, die Kündigung ist nicht rechtens. Geh zum Arbeitsgericht und erhebe eine Kündigungsschutzklage. Du brauchst da erstmal keinen Anwalt.

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Kommentar von Tim2k12
01.11.2015, 00:16

Soweit ich weis gilt das erst ab 10 Vollzeitbeschäftigten.

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Kommentar von Interesierter
01.11.2015, 00:27

Eine solch pauschale Aussage ist nicht sehr hilfreich. Ob die Kündigung rechtens ist, wissen wir nicht. Es wurde kein Grund angegeben. Daher wissen wir nicht, ob ein statthafter Grund vorliegt oder nicht. Nach der Angabe der Beschäftigtenzahlen ist davon auszugehen, dass hier das Kündigungsschutzgesetz greift.

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