Kündigung eines Mietvertrags - Muss ich echt noch so lange zahlen :'(?

7 Antworten

Wenn den Mietvertrag eine wirksame Befristung enthält, kann dieser weder von dir noch vom Vermieter gekündigt werden.  Der Vermieter bietet dir aber entgegen des Mietvertrages eine Kündigung mit einer Frist von drei Monaten an. Da solltest du sofort zugreifen, bevor du die Wohnung für drei Jahre an der Backe hast.  Zahle ohne zu murren, bis Dezember deine Miete, dann ist die Sache für dich gegessen. Dass du nur bis zum 31.12.17 zahlen musst, hast du ja bereits schriftlich. Allerdings musst du nur bis zu dem Zeitpunkt Miete zahlen, an dem deine Wohnung bereits wieder anderweitig vermietet ist. Und dass das vor Ende des Jahres der Fall ist, habe ich bei einer Studentenwohnung keine Zweifel.

Auch wenn du einen unbefristeten Mietvertrag hättest, müsstest du eine Kündigungsfrist von 3 Monaten einhalten und selbstverständlich auch so lange zahlen.

Wenn dein Mietvertrag tatsächlich auf 3 Jahre "befristet" abgeschlossen wurde, dann muss diese Befristung qualifiziert mit einem Grund im Mietvertrag genannt sein. Fehlt der Grund, dann gilt dieser Vertrag als unbefristeter Vertrag und kann ohne Angabe von Gründen ordentlich zum 31.01.2018 gekündigt werden.

Ich frage deshalb so zweiflerisch, weil es Mietverträge mit beiderseitigem Kündigungsverzicht gibt, die gern für Studenten von den Vermietern angeboten werden.

Der Erklärung des Vermieters, du könntest mit dreimonatiger Kündigungsfrist aus dem befristeten MV aussteigen, fehlt die gesetzliche Grundlage, weil befristete MV nicht gekündigt werden können. Das Mietverhältnis endet mit Ende der Befristung.

Für den Fall, dass der MV lediglich einen Kündigungsverzicht enthält, solltest du dir die Erklärung des Vermieters schriftlich geben lassen und dann bis 3. WT Nov.2017 die Kündigung zum 31.1.18 dem Vermieter übergeben.

Der Erklärung des Vermieters, du könntest mit dreimonatiger
Kündigungsfrist aus dem befristeten MV aussteigen, fehlt die gesetzliche Grundlage,

Richtig, aber das bedeutet ja nicht, dass der Vermieter das so nicht handhaben kann. Wenn beide Parteien damit einverstanden sind, ist das doch okay. Wenn der FS nicht damit einverstanden ist, zieht er halt den Kürzeren - egal ob befristet oder unbefristet.

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Ob Abwesenheit durch Krankheit, Auslandssemester oder Urlaub, auch ohne Nutzung ist Miete vertraglich geschuldet.

Das sollte man wissen, wenn man einen Mietvertrag zu diesen Bedingungen unterschreibt :-(

Wo du das Geld auftreiben kannst, weiß ich auch nicht. Aber dass du froh sein solltest, dass dir dieses außerordentliche Kündigungsrecht eingeräumt wird und nur 3 statt über 30 Mieten gefordert sind.

Gute Besserung :-)

G imager761

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