Kündigung durch Zeitarbeitgeber - was ist das richtige Verhältnis?

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4 Antworten

Du solltest Mo morgens beim Arbeitgeber im Büro erscheinen und nach Arbeit fragen. Wenn er dich nach Hause schickt, dann lass dir das möglichst schriftlich geben und sage ihm, dass du jetzt davon ausgehst, dass du bezahlt freigestellt bist (dürften ja noch ca 7 Arbeitstage sein) und dein Urlaub dabei abgegolten wird. Wenn er das bestreitet und dich unbezahlt freistellen will, würde ich sofort zum Arbeitsamt gehen - musst du ja sowieso und mich beraten lassen. Dann am besten zum Arbeitsgericht und fragen, wie du rechtlich korrekt an deinen Lohn kommst.

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Kommentar von bandi88
24.08.2012, 09:56

Falls mein Arbeitgeber keine schriftliche Aussagen mir mitteilen wird, kann/soll ich dann davon ausgehen, dass die letzte schriftliche Arbeitsanweisunge (und Einsatzbeschreibung) gültig ist, und als ob nicht telefonisch passiert wäre, im Kundenbetrieb ordentlich vorbekommen um die Arbeit aufzunehmen?

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melden per email ist schlecht, weil man nicht weiss, wann das gelesen wird. also anrufen. es hält dich aber niemand davon ab, danach eine mail zu schreiben: "wie eben mit ihnen telefonisch besprochen, ...."

urlaub bis bei kündigung nicht als zeit gegeben werden, aber auf jedenfall zumindest ausbezahlt.

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Kommentar von Jorgfried
23.08.2012, 21:25

Per Mail ist dann gut, wenn man eine automatische Lesebestätigung angefordert hat und diese auch erhält.

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Vergiss all Deine weiteren Probleme mit Deiner Zeitarbeitsfirma. Fakt ist, dass Dich jeder Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen innerhalb der Probezeit kündigen kann. Egal, ob Zeitarbeit oder nicht. Findest Du im Internet unter "Kündigung innerhalb der Probezeit". Fakt ist auch, dass Dir 2 Tage Urlaub nur zustehen, wenn Dein Arbeitgeber Urlaub nicht nach Kalenderjahr gewährt. Sollte dies so sein, erhälst Du gar keinen Urlaub, da Du weder im Juli noch im August einen vollen Monat gearbeitet hast. Zeitarbeitsfirmen rechnen aber meist anders, so dass Du dann ein RFecht auf 2 Urlaubstage hast. Um Deine restlichen Tage bis zum Ausscheiden bezahlt zu bekommen, musst Du Dich jeden Morgen bei Deinem Arbeitgeber melden. Das müsst auch so in Deinem Vertrag stehen. Wenn Du das tust, muss Dich der Arbeitgeber durchbezahlen bis zum Ausscheiden aus dem Unternehmen. Bevor ich bei einer Zeitarbeitsfirma anfange, würde ich mich über die Bestimmungen schlau machen. In der Regel ist es so, dass erst Verträge unterschrieben werden und dann geht das Jammern los, weil man denkt, die Gesetze sind nur für die Zeitarbeitsfirmen gemacht, nicht für die Mitarbeiter. Man findet später dann vieles nicht logisch bzw. gesetzeskonform, weil man nach Gefühl geht bzw. jeder einen gewissen Gerechtigkeitssinn hat.

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Kommentar von bandi88
24.08.2012, 09:53

Ich habe den Vertrag zuerst gelesen und nur dann untersgechrieben. Das ist auch klar und ist in Ordnung, dass die Kündigung wirksam ist, da die Kündigungsfristen einbehalten wurden.

Mein Arbeitsverhältnis dauert vom 13.07.2012 bis zum 30.08.2012. Die sind insgesamt 49 Tagen, mehr als ein Monat. Der § 5 Abs 1 des BUrlG sagt: Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer b) wenn er vor erfüllter Wartezeit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet; In meinem Arbeitsvertrag ist drin, dass die Urlaubsansprüche dem Arbeitnehmer nur bestehen, die durch Bundesurlaubsgesetz garantiert sind.

49 Tagen ergeben einen vollen Monat: da ist NICHT Kalendermonat, sondern Monat des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. Es ist erfüllt. Mein Anspruch ist dadurch nicht ausgeschlosse. Ich habe ein Urteil dazu gefunden: http://lexetius.com/2005,3609 (siehe Punkt 30)

Ich bin kein Jurist. Ich möchte mich aber in diesem blöden Situation richtig verhalten. Deshalb habe ich diese Frage gestellt.

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Kommentar von bandi88
24.08.2012, 09:59

Die Zeitarbeitsverträge sind keine besondere Verträge, die basieren auf iGZ (oder andere Zeitarbetsverbund wie z.B. BZA, AMP, DGB usw.) Mantelvertrag. Dort findet man nur allgemeine Aussagen, sonst nichts. Und darüber hinaus: in einem Zeitarbeitsvertrag liest man oft, dass irgendwas durch Mantelvertrag geregelt, der Mantelvertrag sagt aber, dass diese Sache durch Bundesurlaubs- oder anderes Gesetz geregelt wird. Bei der Frage meiner Resturlaubstagen gilt deshalb das Bundesurlaubsgesetz und keine andere betriebliche Bestimmungen.

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