Kündigung durch Vermieter Fristgerecht

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5 Antworten

Unter anderem wegen unerlaubter gewerblicher Nutzung der Wohnung.

Besonders dann wenn das Gewerbe mit Kundenverkehr verbunden ist.

und wo steht das ?

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@adblue

Wurden Räume ausschließlich zu Wohnzwecken angemietet oder vermietet, so ist jede gewerbliche Tätigkeit,die nach außen irgendwie in Erscheinung tritt, als nicht vertragsgemäß zu werten. Solche Tätigkeiten sind ohne Zustimmung des Vermieters zu unterlassen. Unterläßt der Mieter eine solche gewerbliche Tätigkeit nicht, kann der Wohnraum wegen Vertragsverletzung gekündigt werden (BGH, Urteil vom 10.04.2013 Aktenzeichen: VIII ZR 213/12).

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/g1/gewerbl_nutzung.htm

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@anitari

also der muss das dann aber auch beweisen und wann beginnt denn die gewerbliche Tätigkeit (die nach außen irgendwie in Erscheinung tritt,) natürlich kann man keine roten Lichter ins Fenster hängen.Kunderverkehr? Wenn ich eben viele Freunde habe ? Kündigung ? fristlos?

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Außer den von Dir genannten Gründen bliebe ggfs. die (nur gerichtlich durchsetzbare) Verwertungskündigung. Ansonsten hat der VM kene Möglichkeit, das Vertragsverhältnis einseitig zu beenden.

Wenn Du den Vermieter oder andere Mieter bedrohst oder schlägst.

Verwahrlosung der Wohnung.

Unerlaubte Gebrauchsüberlassung an Dritte usw.

Du kannst den Auszug nur verzögern aber nicht verhindern. Er bekommt dich immer heraus, es ist nur die Frage was ihn das kostet und wie lange es dauert.

Sicher? Ist ein unbefristeter Mietvertrag so ohne weiteres zu kündigen ?Wo bleibt da die Vertragssicherheit?

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@stern311

Und wo für den Vermieter, wenn der Mieter kündigt? Zweierlei Maß......

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@stern311
Ist ein unbefristeter Mietvertrag so ohne weiteres zu kündigen ?

Nein.

Wo bleibt da die Vertragssicherheit?

Zwischen den Zeilen lesen: "diroda" schreibt zurecht "es ist nur die Frage was ihn das kostet und wie lange es dauert". Und so ist es auch. Das kann den VM auch ein nicht so kleines Vermögen kosten (Ablöse, Gerichtskosten). In einem Fall in München (Bestlage Innenstadt) hat das der Mieter über 10 Jahre ausgereizt, und ist zum Schluss mit einer sechsstelligen Summe abgelöst worden.

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@StupidGirl

Das Mietrecht geht von der grundlegenden Fiktion des Mieters als schwächeren Vertragspartner aus. Daher sind Rechte und Pflichten im Mietrecht auch asymmetrisch verteilt.

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Unsinn, wenn der Mieter sich quer stellt, bekommt er den ohne entsprechenden Grund auch nicht raus...

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§ 573 BGB:

"(1) Der Vermieter kann nur kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat. Die Kündigung zum Zwecke der Mieterhöhung ist ausgeschlossen.

(2) Ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Beendigung des Mietverhältnisses liegt insbesondere vor, wenn

  1. der Mieter seine vertraglichen Pflichten schuldhaft nicht unerheblich verletzt hat,
  2. der Vermieter die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt oder
  3. der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde; die Möglichkeit, durch eine anderweitige Vermietung als Wohnraum eine höhere Miete zu erzielen, bleibt außer Betracht; der Vermieter kann sich auch nicht darauf berufen, dass er die Mieträume im Zusammenhang mit einer beabsichtigten oder nach Überlassung an den Mieter erfolgten Begründung von Wohnungseigentum veräußern will."

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