kündigung durch arbeitgeber bei krankheit nach einem 10 jährigem arbeitsverhältniss

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11 Antworten

Wann kann Ihr Arbeitgeber wegen Krankheit kündigen?

Nach der Rechtsprechung müssen die folgenden drei Voraussetzungen vorliegen,

damit eine krankheitsbedingte Kündigung wirksam ist (fehlt auch nur eine dieser Voraussetzungen, ist die Kündigung unwirksam):

Es müssen zum Zeitpunkt der Kündigung Tatsachen vorliegen, die die Prognose weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers in dem bisherigen Umfang rechtfertigen. Diese Voraussetzung heißt "negative Gesundheitsprognose".

Es muß feststehen, daß die zu erwartenden Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Eine solche Interessenbeeinträchtigung liegt vor allem dann vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt.

Schließlich muß eine Interessenabwägung vorgenommen werden. Sie muß zugunsten des Arbeitgebers ausgehen, d.h. sie muß ergeben, daß ihm bei einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen unter Berücksichtigung der Dauer des Arbeitsverhältnisses, der Krankheitsursachen, der Fehlzeiten vergleichbarer Arbeitnehmer und des Lebensalter des Arbeitnehmers die oben festgestellte Beeinträchtigung seiner Interessen (siehe Punkt 2.) nicht mehr weiter zugemutet werden kann. Wie gesagt müssen diese drei Voraussetzungen allesamt vorliegen. Fehlt auch nur eine, ist die Kündigung unwirksam.

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Kommentar von DaneVanDale
06.10.2011, 12:22

genau so ist es richtig ,,,,

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Kommentar von johnnymcmuff
06.10.2011, 12:23

Fallkonstellation Besonderheiten I. Häufige Kurzerkrankungen Der Arbeitnehmer ist vor Ausspruch der Kündigung immer wieder für kürzere Zeit, d.h. für einige Tage oder Wochen arbeitsunfähig krank, so daß die Fehlzeiten auf Dauer ein Ausmaß erreichen, das der Arbeitgeber nicht mehr hinnehmen muß. II. Dauernde Arbeitsunfähigkeit Bei Ausspruch der Kündigung steht fest, daß der Arbeitnehmer auf Dauer arbeitsunfähig krank bleiben wird, d.h. daß eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit auszuschließen ist. III. Langandauernde Krankheit Hier ist die Wiederherstellung der Gesundheit zum Zeitpunkt der Kündigung zwar nicht ausgeschlossen, doch weiß der Arbeitgeber aufgrund einer bereits länger andauernder Krankheit nicht, ob und wann mit einer Genesung zu rechnen ist. IV. Krankheitsbedingte Leistungsminderung Die Krankheit des Arbeitnehmers führt dazu, daß der Arbeitnehmer auch dann, wenn er bei der Arbeit erscheint, erheblich hinter der zu erwartenden Leistung zurückbleibt.

ww.hensche.de/RechtsanwaltArbeitsrechtHandbuchKuendigungKrankheitsbedingt.html#tocitem2

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HAllo,

wie lange ist er schon krank geschrieben?

Der AG darf kündigen, wenn die Krankschreibung nachteilige Auswirkungen auf die Wirtschafstlage des Unternehmens hat (z. B. lange Krankheitsdauer, keine Besserung in Sicht, usw...).

Nach 10 Jahren kann er vielleicht eine Abfindung anstreben. Wenn er kein Geld für einen Anwalt hat, dann kann er einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen (10,- - €), er kann Prozeßkostenhilfe bekommen, der Anwalt (ein Arbeitsrechtler) kann dies für ihn beantragen. Gerichtskosten gibt es keine beim AG. Nur muß seine Klage einige Aussicht auf Erfolg haben, wenn er Prozeßkostenhilfe haben will.

Gruß, Emmy

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"Einen anwalt kann er sich nicht leisten..."

Die Gewerkschaft würde helfen und Rechtsschutz bieten in diesem Fall. Und im Notfall kann man Kündigungsschutzklage auch ohne Anwalt einreichen. Allerdings sollte man nicht ohne Beratung in so eine Sache gehen.

Eine einmalige Erkrankung ist keinesfalls ein Grund für eine Kündigung.

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Den Anwalt wird er sich leisten müssen. Ggf. Antrag auf Prozesskostenhilfe und Kostenübernahme des Anwalts stellen. Dabei hilft auch die Arbeitsagentur!

Er muss nun sehr zügig die Kündigung juristisch prüfen lassen und ggf. Kündigungsschutzklage einreichen. Dafür hat er nur 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Zeit.

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hmmm eine Firma kann und darf dich nach einem langen krankenstand kündigen. Da gibts es leider keine Rechte. Aber so kann er dich nicht so leicht kündigen. Vielleicht liegt es aus gesundheitlichen Gründen, das er die Arbeit nicht mehr schaffen kann. Weiss ja nicht um was es genau geht..

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Kommentar von DaneVanDale
06.10.2011, 12:25

wenn der Vorgestze merkt, das du wegen Krankheit, deine Arbeit nicht mehr machen kannst, Dann kann er dich nicht arbeiten lassen, besonders wenn die krankheit lang lang andauert. Gesundheit geht vor.wenn was passiert ist der vorgesetze schuld

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Sofort zum Arbeitsgericht, Kündigungsschutzklage einreichen. Bis zur ersten Güteverhandlung ist das kostenlos und ohne Anwalt machbar.

Kann er sich keinen Anwalt leisten, dann mit den Einkommensnachweisen zum Amtsgericht, beratungshilfeschein holen, damit dann zum Fachanwalt für Arbeitsrecht. Der beantragt ggf Prozesskostenhilfe... außer einer Eigenleistung von 10€ braucht der freund dann nichts zahlen.

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Wenn er sich keinen Anwalt leisten kann greift die Prozesskostenhilfe. Man legt vor, dass man z.B. Unterstützung (ALGII) gekommt und kann dann den Prozess führen. Aber bitte immer vorher mit dem Rechtsanwalt abklären. Evt. je nach Einkünften muss auch etwas gezahlt werden. Einige Anwälte machen das Erstgespräch kostenlos.

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Hallo die Kündigungsfrist in in diesem Fall § 622 BGB . zehn Jahre bestanden hat, vier Monate zum Ende eines Kalendermonats, Sofern er sich keinen Anwalt leisten kann kann er sich einen Beratungsschein holen. Auf jedenfall lohnt sich eine Kü Schutzklage. Wegen des Kün grund ist es hier schwierig zu beurteilen. Es gibt unterschiedliche Urteile deswegen kann man hier nichts generelles sagen. Gruß Theo

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Kommentar von Maximilian112
06.10.2011, 23:52

Die 1 Monatige Frist ist definitiv falsch.

Der AG hat aber bestimmt nicht den Grund Krankheit in die Kündigung geschrieben.

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Türlich ist das rechtens, eine ordentliche Kündigung in der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist ist durchaus in Ordnung. Wie das mit dem grund aussieht, naja ich weiß nicht ganz recht.

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Klar, kann der Chef kündigen. Jederzeit unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist.

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Keine Rechtsschutzversicherung? Böser Fehler...-->zum Anwalt gehen, auf Prozesskostenhilfe hoffen und dann zum Arbeitsgericht

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