Kündigung drch Vermieter

11 Antworten

Nein, der Mieter muss, wenn er die Kündigung des Vermieters akzeptietr hat (also nicht widersprochen) spätestens am 31 März ausziehen. Warum soll der Vermieter ihm weiter Unterschlupf gewähren? Offenbar ist doch das Vertrauensverhältnis zwischen Mieter und Vermieter zerrüttet, einen Grund, dem Mieter entgegenzukommen, wird der Vermieter nicht sehen.

Hallo vielen Dank. Den Hintergrund hier zuschildern, würde explizit den Rahmen sprengen. Es geht um gravierende Mietmängel, die der VM verursacht hat, nicht um Mietrückstände oä.! Widerspruchserklärung fehlte im übrigen in der Kündigung des VM und stände Mieterseits noch offen.

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Abfolge: Vermieter kündigt außerordentlich und fristlos. Ein Termin des Verlassens der Wohnung wird durch den Vermieter bestimmt. Der Mieter zieht nicht aus. Der Vermieter klagt nicht auf Räumung und Herausgabe der Mietsache. Das Mietverhältnis ist beendet. Der Mieter entrichtet keine Miete sondern Nutzungsentgelt, vermutlich in Höhe der Monatsmiete. Der Vermieter hat der Fortsetzung des Mietverhältnisses innerhalb der 14 Tage nach dem Termin des Auszuges nicht widersprochen (§545 BGB). Die vorsorglich ordentliche Kündigung des Vermieters zum 31 .03.2013 ist schwebend wirksam, denn der Vermieter kann immer noch die Räumungsklage einreichen. Zu prüfen wäre hier, ob die Kündigungsfrist zum 31.03.13 rechtens ist. Im Falle, dass der Mietvertrag länger als 5 Jahre besteht., ist die Frist nicht richtig berechnet. Nach dem 31.03.13 verbleibt der Mieter weiter in der Wohnung, der Vermieter widerspricht auch hier bis zum 14.04.13 nicht der Fortsetzung des Mietverhältnisses (nach dem 4.1.13) nach § 545. Am 15.04.2013 wird der Mieter wieder in den Stand des unbefristeten Mietverhältnisses versetzt, der Vermieter kann keine Räumungsklage mehr vorbringen.

Der Hinweis in der ordentlichen Kündigung auf das Widerspruchsrecht des Mieters muss für den Fall erfolgen, dass der Vermieter auf Räumung klagt und verliert, weil die Gründe nicht ausreichend sind aber für eine ordentliche Kündigung ausreichen würden.

Wenn der Mieter der ordentlichen Kündigung des Vermieters nicht fristgerecht widerspricht und dennoch die Mietsache nicht beräumt, dann könnte der Vermieter erneut auf Räumung klagen, wenn er der Fortsetzung des Mietverhältnisses fristgerecht widersprochen hat. Unbelassen bleibt dem Mieter das Recht der Kündigung, wann immer er will. Ob jedoch diese Kündigung dann ausführbar sein kann, bleibt durch die vielen Eventualitäten hier offen.

Du schreibst hier was ganz kurz und knapp und ersparst den geschätzten Lesern lange Romane. Wie soll man dann Deine Situation verstehen? Erwarte hier keine auf Deine Situation passenden Antworten, aber dennoch ein paar Hinweise:

Der Vermieter hat fristlos gekündigt. Es bedarf bei einer Mietvertragskündigung keiner Widerrufsbelehrung. Es handelt sich hier nicht um ein Online-Versandgeschäft. Du hättest eigentlich sofort ausziehen müssen, wenn Du keinen Widerspruch einlegst. Hast Du nicht getan. Hilfsweise greift also jetzt die fristgerechte Kündigung zum 31.3.2013. Gehe also davon aus, dass Dein Mietvertrag bis dahin beendet ist und der Vermieter am 1.4.2013 eine leere Wohnung erwartet.

Gut möglich, dass er noch keinen Nachmieter hat. In jedem Fall hast Du die Möglichkeit, der fristlosen/fristgerechten Kündigung zu widersprechen. Es ist dann letztlich Sache des Gerichts, zu entscheiden, ob sie ok ist oder nicht. Ist die ausgesprochene Kündigung aber nicht ok und Du kündigst statt dessen, weil Du am 1.5. woanders einziehen kannst, dann kannst Du jetzt nur noch fristgerecht zum 30. Juni kündigen.

Das bedeutet für Dich, wenn Du es jetzt auf eine Räumungsklage ankommen läßt, die dann in ca. 5 bis 6 Monaten verhandelt wird, könnte es sein, dass dann festgestellt wird, dass Dein Mietvertrag noch Bestand hat (Räumungsklage abgewiesen) und Du dann ca. 9 bis 10 Monate noch Miete zahlen musst, obwohl Du längst ausgezogen bist. Letztlich kommt bei sowas zunächst ein Haufen bürokratischer und finanzieller Aufwand raus. Außerdem jede Menge Ärger und Stress und letztlich zahlt jeder, Du vor allem nur drauf.

Deshalb sprich mit Deinem Vermeiter oder teile ihm schriftlich mit, dass Du die Kündigung akzeptieren wirst, aber erst Ende April ausziehen wirst. Das aber zuverlässig. Er wird froh und glücklich sein, erst recht, wenn Du ihm die Aprilmiete auch noch bezahlst. Dann habt ihr beide das Thema vom Tisch und erspart einander jede Menge unnützer Kosten, an denen sowieso nur die falschen verdienen würden.

.... Der Vermieter hat fristlos gekündigt. ... Du hättest eigentlich sofort ausziehen müssen, wenn Du keinen Widerspruch einlegst. ...

Nein hätte ich nicht, wie beschrieben, kein Widerspruchsrecht bei fristloser Kündigung! Ebenso nicht, da wie bereits geschildert, fristlose Kündigung nicht rechtmäßig!

... Er wird froh und glücklich sein, erst recht, wenn Du ihm die Aprilmiete auch noch bezahlst. ...

Wer lesen kann... Ich habe den Schaden -von bereits über 8000 € wegen Schlamperei des VM! Also bitte-der Ton - wir tun hier mal nicht so, als wäre mein armer VM einem Mietpreller aufgesessen!

Der Hintergrund ist ca 5 Jahre lang und füllt einige Akten. Also nix zum eben mal kurz schildern.

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@elisabethkling

"... Ist die ausgesprochene Kündigung aber nicht ok und Du kündigst statt dessen, weil Du am 1.5. woanders einziehen kannst, dann kannst Du jetzt nur noch fristgerecht zum 30. Juni kündigen. ... "

Genau, deshalb meine oben gestellt Frage

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@elisabethkling

Nein hätte ich nicht, wie beschrieben, kein Widerspruchsrecht bei fristloser Kündigung! Ebenso nicht, da wie bereits geschildert, fristlose Kündigung nicht rechtmäßig!

Du reagierst ganz schön zickig. Hab ich Dir was getan? Erhält man eine fristlose Kündigung, heißt das, ohne Frist, also keine Zeit zum Nachdenken. Ist man aber der Meinung, dass die Kündigung unberechtigt ist, marschiert man zum Rechtsanwalt und legt Widerspruch ein und zieht natürlich erst einmal nicht aus. Natürlich hat man ein Widerspruchsrecht, wenn man das Gefühl oder die Sicherheit hat, dass etwas unrechtmäßig ist.

Wer lesen kann ...??? 8000 € Schaden ???

Wo bitte steht was von 8000? Ich kann zwar lesen, aber mit Gedanken, noch dazu online. Du überforderst mich. Und in Deinem knappen Text kann man nun wirklich nicht erfahren, wo der Vermieter geschlampt haben soll. Also kannst Du auch nicht erwarten, dass alle hier Dich sofort und uneingeschränkt bedauern. Von Mietpreller schrieb ich schon erst recht nichts oder wo liest Du das? Ich habe Dir aus neutraler Sicht und ohne Kenntnis irgendwelcher Details versucht aufzuzeigen, was sein kann. Da ist doch die Empfehlung, erst einmal zu versuchen, vernünftig aus dem Mietverhältnis raus zu kommen (mit wohnen bleiben bis 30.4.) und wie man das erreichen kann, doch nicht so verkehrt, oder? Was Du dann sonst noch auszufechten hast, kannst Du hinterher immer noch.

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@bwhoch2

Hallo, Danke für die Antwort. Bin nicht zickig, nur etwas genervt, weil ich das Gefühl habe, in eine Ecke ala Mietprellerei geschoben zu werden. Es ist einfach so, daß die komplette Geschichte tatsächlich ellenlang und reichlich kompliziert ist. Ich bin in eine Wohnung gezogen, habe renoviert und ein paar Tage später hat es geregnet - und mir in die Wand. Das ganze zwei Jahre lang - eben bei jedem Regen bis mir die Tapete entgegenkam und der Schimmel sich ausbreitete und meine Tochter schwer erkrankte dadurch. Mußte vorübergehend in eine Ersatzwohnung ziehen und nachdem mein VM es noch immer nicht nötig hielt, die Wand trocknen zu lassen, sonder lediglich drüber gemalt hatte und ein Schimmeltest extreme Belastung ergab, sah ich mich gezwungen, einen Handwerker zu beauftragen, den Schaden zu sanieren, damit ich mit meiner Tochter in die Wohnung zurückkehren kann. Alles natürlich durch unzählige Aufforderungen und Fristsetzungen an VM (durch Anwalt) Nachdem der VM von diesen ca 5000 € nicht einen cent gezahlt hatte, bekam ich die Aufforderung vom Anwalt, die Kosten mit der Miete zu verrechnen (lt meinem Mietvertrag rechtens und dem VM rechtzeitig angekündigt) Jedenfalls ist VM vor Gericht und hat geklagt und so gut wie komplett gewonnen, da sein Anwalt zu der aggressiveren Sorte gehört, ziemlich dick Lügen aufgetragen hat und mein Anwalt wohl nicht wirklich fähig ist. Direkt nach Erhalt des Urteils habe ich die fristlose Kü erhalten mit hilfsweise fristgerecht. Die Miete wurde ausgeglichen damit die fristlose Kündigung hinfällig. Die Kosten natürlich blieben bei mir. Das Ganze mit Verrechnung etc. ist bereits mittlerweile 2 Jahre her und berechtigt schon von daher mE keine fristlose Kündigung. Das war die Kurzfassung, aber nicht vollständig.

Aber dennoch - ich bin sicherlich glücklich, endlich wieder wohnen zu können. Habe aber sicher auch keine Lust, noch monatelang doppelte Miete zu zahlen. Deshalb die Frage, nachdem mein Anwalt mir mitteilte, daß ich die Wohnung mit Kündigungsfrist kündigen soll.

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