Kündigung des Untermietvertrages; Kündigungsfrist?

5 Antworten

In diesem Fall ist der Untermieter dem Mieter im Allgemeinem gleichgestellt, was bedeutet: Der Vermieter muss schriftlich kündigen und bei der Kündigung den Grund nennen. Hier könnte als Grund Eigenbedarf gelten, wenn tatsächlich die Schwester deiner Vermieterin in die Wohnung mit einziehen will. Die Kündigungsfrist dieser ordentlichen Kündigung betrüge dann 3 Monate. Da deine Vermieterin nicht schriftlich gekündigt hat, besteht überhaupt keine Kündigung, der du folgen müsstest. Also verhalte dich so, als ob es niemals eine Kündigung gegeben hätte.

Falls du dennoch ausziehen willst, dann könntest du einvernehmlich mit der Vermieterin den Mietvertrag auflösen, denn das wäre zu jederzeit möglich. 

Ist eine mündliche Kündigung überhaupt gültig?

Nein. Schriftform ist zwingend vorgeschrieben. Nur für einen Aufhebungsvertrag gibt es keine Formvorschrift.


Ich habe erstmal zugestimmt

Das kann man womöglich als Aufhebungsvertrag interpretieren.


Und wie lang ist die Kündigungsfrist ab dem Tag der Kündigung?

Wenn die schriftliche Kündigung beim Empfänger bis zum dritten Werktag des Monats vorliegt, kann man zum Ablauf des übernächsten Monats kündigen. Beispiel: Die Kündigung geht am dritten Werktag im November 16 ein (das ist je nach Bundesland wegen Feiertag der 03.11. oder 04.11.), kann die Kündigung zum 31.01.17 wirksam werden.

Dein Vermieter muss aber einen rechtlich zulässigen Grund (z. B. Eigenbedarf) in der Kündigung nennen.

Ist eine mündliche Kündigung überhaupt gültig? 

Eine Mietkündigung bedarf laut BGB immer der Schriftform.

Somit ist die mündliche Kündigung unwirksam.

Und wie lang ist die Kündigungsfrist ab dem Tag der Kündigung?

Nicht ab dem Tag der Kündigung zählt die Frist sondern dieses hier zählt:

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 573c Fristen der ordentlichen Kündigung

(1) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig.

 

Die Kündigungsfrist für den Vermieter

verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

(2) Bei Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet worden ist, kann eine kürzere Kündigungsfrist vereinbart werden.

(3) Bei Wohnraum nach § 549 Abs. 2 Nr. 2 ist die Kündigung spätestens am 15. eines Monats zum Ablauf dieses Monats zulässig.

(4) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 oder 3 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

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