Kündigung des Mietvertrages durch den Vermieter wegen Wohnungsverkauf

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8 Antworten

Keine Angst. Selbst wenn ihr raus "gebeten" werdet, ihr also irgendwann nachgebt, dann doch bitte nur gegen eine Abfindung, die Eure Kosten für den erneuten Umzug und evt. zusätzliche Einrichtungs- und Renovierungskosten und vielleicht auch noch was für die Kinder rausschauen läßt. Die Vermittlung einer neuen Wohnung möge der Makler doch bitte auch noch kostenlos für Euch übernehmen, denn er verdient am Verkauf noch viel mehr. Aber nur, wenn ihr wirklich bereit seid, nochmal umzuziehen, denn müssen tut ihr nicht.

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Keine Panik bitte! Was euch der Makler sagt, ist so was von uninteressant für euch. Der Vermieter müsste euch kündigen und dafür braucht er verdammt gute Gründe, die gesetzlich abgesichert sein müssen. Und selbst wenn er sie hätte (Verkauf der Wohnung ist kein Grund für eine Kündigung, das hätte er vor eurem Einzug einfacher haben können) könnt ihr euch gegen die Kündigung wehren. Wenn er euch eine Kündigung schickt, Widerspruch einlegen!!! Bei einem unbefristeten Mietverhältnis könnt ihr darauf vertrauen, dass nicht in den nächsten 3 bis 5 Jahre eine Eigenbedarfskündigung kommt. Ist es bereits eine Eigentumswohnung oder soll eure Mietwohnung jetzt erst als Eigentumswohnung umgewandelt werden?? Dann hätte er erst recht in naher Zukunft keine Chance euch zu kündigen - und dem Makler würde ich verbieten sich nochmal bei euch telefonisch zu melden.

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Kommentar von amyleecgn
22.10.2012, 20:04

Danke erstmal für deine hilfreiche Antwort. Die Wohnung ist eine Eigentumswohnung die an uns vermietet wird. Die Wohnung steht bereits bei diversen Portalen zum Kauf drin. Soll also als Eigentumswohnung an eine junge Familie verkauft werden..... ich finde dafür nur worte die ich nnicht niederschreiben werde....

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Die Kündigung dürfte gegenstandslos sein.

Die Begründung reicht nicht aus, nur weil er verkaufen "möchte".

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Kommentar von Gerhart
23.10.2012, 11:22

Es gibt schlicht keine Kündigung.

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Grundsaetzlich kann ein Mietvertrag ueber Wohnraum nicht wegen Verkaufs oder Verkaufsabsichten gekuendigt werden (ausser in ganz seltenen Faellen, die hier aber sicher nicht vorliegen duerften).

Allerdings macht mich die vom Makler genannte Sechsmonatsfrist ein wenig stutzig. Handelt es sich vielleicht um eine Wohnung im vom Vermieter selbst bewohnten Haus mit insgesamt nicht mehr als 2 Wohnungen? Dann stuende dem Vermieter naemlich ein erleichtertes Kuendigungsrecht nach BGB 573a zur Seite (er kann ohne Vorliegen eines berechtigenden Grundes kuendigen, die Kuendigungsfrist verlaengert sich aber um 3 Monate).

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Keine Panik, Kauf bricht nicht Pacht. Es ist zwar oft so, das Wohnungen leer angeboten werden. Manche kaufen aber auch gerne Vermietet, das hälft beim Abzahlen.

Kündigung zählt nur Schriftlich und per Einschreiben oder unter Zeugen !

Ihr müsst nur evtl Käufer immer wieder, zu festgelegten Zeiten, in die Wohnung lassen. So was kann stören, aber es ist hilfreich mit zu spielen. Man bekommt auch mit, wer sich so dafür interessiert. - Grüße

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Kommentar von Gerhart
23.10.2012, 11:21

Kauf bricht nicht Miete, denn es liegt kein Pachtvertrag vor.

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Was bitte, hat der Makler denn zu melden? Der soll die Wohnung höchstens zum Kauf vermitteln, aber er darf euch garantiert keine Kündigung in Aussicht stellen. Eine Kündigung liegt im Entscheidungsbereich des Vermieters, der euch wegen Verkaufs der Wohnung überhaupt nicht kündigen kann. Ein seriöser Makler weiß das und verhält sich entsprechend. Eine leerstehende Wohnung verkauft sich zum einen besser und zum zweiten bringt sie einen höheren Verkaufspreis, demnach auch eine höhere Maklercourtage. Das Verhalten des Maklers ist unseriös (aber versuchen kann man es ja mal.....).

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Hört sich schon komisch an, dass der Vermieter euch erst die Wohnung vermietet und die jetzt, nach so kurzer Zeit, plötzlich verkaufen will. Soetwas überlegt man sich ja normalerweise nicht über Nacht, sondern denkt darüber etwas genauer nach. Wendet euch an einen Anwalt, der kann euch am besten beraten.

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Kommentar von Gerhart
23.10.2012, 11:19

Wozu Anwalt? Es ist nichts passiert, dass die Hilfe eines Anwaltes erfordert.

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Nein, das ist so rechtswidrig, denn Verkauf ist kein Kündigungsgrund für den Vermieter gem. §§ 566, 573 BGB. Kündigen könnte allerhöchstens der neue Eigentümer ab Eintrag ins Grundbuch wegen Eigenbedarfs, dann könnte Euch aber wegen der Kosten ein Schadensersatzanspruch gegen den alten Vermieter zustehen...

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Kommentar von DerCAM
23.10.2012, 03:27

Die vom Makler genannte Sechsmonatsfrist koennte darauf schliessen lassen, dass hier eine Kuendigung nach BGB 573a erfolgen soll. Das muesste wohl erst einmal geklaert werden, bevor man sich hier festlegt.

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