Kündigung der Wohnung wegen Katzenklappe - ist das rechtlich in Ordnung?

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10 Antworten

Das ist sicher ärgerlich für den Vermieter, aber ein Kündigungsgrund ist das wohl eher nicht.

Sachbeschädigung ist aber ein arges Ärgernis! Was würdest du sagen, wenn ich Dir ungefragt eine Katzenklappe in die Autotüre schneide?

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Wo hat sie denn die Katzenklappe eingebaut? Da muß ja irgendwo ein Loch entstanden sein...

Der Vermieter hat einen Anspruch auf Schadensersatz, auf Rückgängigmachen usw.

Hat der Vermieter sie zunächst dazu aufgefordert? - Vorher ist das wohl kein Kündigungsgrund.

Wenn das Loch "nur" z.B. in einer Tür ist, ist das Problem ja relativ leicht aus der Welt zu schaffen.

Ich würde an Stelle der Bekannten der Kündigung widersprechen und dazuschreiben, daß ich den Schaden umgehend beseitigen würde. Dann sollte das Problem aus der Welt sein.

das ist kein kündigungsgrund. der mieter darf änderungen vornehmen, muß diese aber beim auszug in den orginalzustand rückversetzen. allerdings kann es ein kündigungsgrund sein, wenn katzenhaltung gem. mietvertrag untersagt ist.

So ganz richtig ist das nicht, einige bauliche Veränderungen bedürfen immer der Zustimmung des Vermieters, dazu gehört auch das einbauen einer Katzenklappe.

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@Malkia

da bist du etwas falsch informiert. als mieter bist du besitzer der mietsache. du kannst türen ausbauen, schlösser wechseln, sogar neue wände einbauen. als besitzer mußt du nicht fragen. allerdings darfst du keine veränderungen durchführen, ohne erlaubnis, die das "äussere" erscheinungsbild verändern. nach auszug mußt du alle änderungen auf eigene kosten rückgängig machen. ausser: es ist mietvertraglich etwas anderes vereinbart, dieses gilt aber nur dann, wenn es nicht gegen gesetzliche bestimmungen verstößt. z.b. ein schriftliches rauchverbot in der wohnung ist unzulässig und würde auch nicht zur kündigung führen.

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@domchef

So ein Quatsch, Besitzer bin ich schon mal gar nicht, ich bin Nutzer.
Einbauten, die einen Eingriff in die Gebäudesubstanz erfordern, benötigen die Zustimmung des Eigentümers. Er darf nur solche Einbauten ohne Zustimmung durchführen, die sich im Rahmen des üblichen und vertragsgemäßen Gebrauchs halten (LG Essen WM 87, 257), dazu gehört sicher nicht das zersägen einer Tür, um eine Katzenklappe einzubauen.

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Der nicht genehmigte Einbau der Katzenklappe ist kein Kündigungsgrund, wohl aber muss er diese entfernen, bzw. den Urzustand wiederherstellen.

Als Eigentümer der Tür würde ich Strafanzeige wg. Sachbeschädigung stellen!

Warum meinen Katzenbesitzer eigentlich immer, dass für ihre Lieblinge zerstört werden darf?

Ihr Benehmen kann dazu führen, dass der Vermieter demnächst keine Katzenhaltung mehr erlaubt.

Das ist Sachbeschädigung und ein Straftatbestand.

Ja, denn sie hat die zur Mietsache gehörenden Gegenstände (hier: Fenster/Türen) beschädigt bzw. nicht gebrauchsorientiert verwendet.

Im E-Fall muss sie sogar das Fenster oder die Tür ersetzen.

Hätte sie vorher nachgefragt, wäre man sich sicher entgegengekommen -- z.B. durch den Ausbau des Originalfensters und den (zeitweiligen) Ersatz / Einbau eines gleichwertigen Fensters auf eigene Kosten.

Er hätte sie erst abmahnen müssen, diese bauliche Veränderung wieder rückgängig zumachen. Wäre sie dem nicht nachgekommen, dann kann sie durchaus gekündigt werden. Aber nicht einfach so, ohne Abmahnung des Vermieters.

Da gehe ich mal von aus, da das bauliche Veränderungen sind, bzw "Zerstörung" des Eigentums des Vermieters, da ja irgendwo das Loch rein mußte.

Sowas sollte immer abgesprochen werden.

nein, aber der Vermieter hat ein recht die Tür auf Kosten des Mieters zu ersetzen.

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