Kündigung der Haftpflichtversicherung nach Beitragserhöhung?

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5 Antworten

Das kommt darauf an, warum die Prämie erhöht wirde, Wenn es sich um die Index-Anpassung geht, ist das außerordentliche Kündigungsrecht ausgeschlossen.

Sonst ist aber gar keine Preisanpassung denkbar.

Die Indexanpassung wird nach einem Treuhändergutachten branchenweit durchgeführt.

Grund: Der gleiche Schaden wird ja auch immer teurer.

In der Privathaftpflichtversicherung gibt es keine Anpassung nach Index! Anpassungen im Privathaftpflichtbereich werden nach einer treuhänderisch ermittelten Veränderung im Verhältnis zwischen Beitragseinnahmen und Schadenzahlungen von mehr als 5 % vorgenommen. Sie berechtigen in jedem Fall zu einer außerordentlichen Kündigung. Hat der Experte gerade geschlafen, als die Haftpflichtausbildung stattfand?

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Fristlos nicht, sondern innerhalb von einem Monat. Maßgeblich ist der Zugang der Mitteilung des Versicherers. Daher immer das Schreiben des 'Versicherers und den Briefumschlag aufbewahren. Der Vertrag ist zur Fälligkeit der Prämie, bei der sich die Erhöhung bemerkbar macht, aufzuheben. Ob die Prämienanhebung aufgrund der Empfehlung eines Treuhänders erfolgt, ist für das Kündigungsrecht unbeachtlich.

HalloYopra,

bei einer Erhöhung der Prämie kann der Versicherungsnehmer den Versicherungsvertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung schriftlich kündigen!

Gruß siola

Kündigen JA, fristlos nein, sondern bis zur kommenden Fälligkeit. Und da diese Schreiben immer vor dem nächsten Ablauf kommen, kann man quasi "fristlos" kündigen.

Aber obacht, denn die Erhöhung trifft ALLE Versicherer. Also sollte der Vergleich immer nach dem Erhöhungetsermin liegen. Und wieder einmal gilt:

Besser preisWERT als BILLIG, denn wer eine kleine Prämie zahlt, kann davon ausgehen, dass die Versicherer das Geld zusammenhalten wollen und es nicht bei einem Schaden ausgeben wollen / müssen.

Sofern die Preiserhöhung nicht aus irgendeiner vertraglich vereinbarten Dynamik heraus passiert, sondern allein auf der mehr oder weniger willkürlichen Erhöhung der Versicherung aufgrund Neukalkulation beruht, hast Du einen Monat Sonderkündigungsrecht. Nicht fristlos !

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