Kündigung bei unlukrativen Minijob! Sperre von Alg2?

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7 Antworten

Wenn du deine "Bedürftigkeit" selbst herbei führst, ist das immer ein Grund für eine Sanktion oder Sperre. Auch wenn du nur aufstockend Hilfe erhältst, gilt das im Grundsatz genau so.

Du kannst also nur mit wichtigem Grund kündigen. Dass du dort für Anwesenheitszeiten nicht bezahlt wirst, brauchst du dir ja nicht gefallen zu lassen,. Dafür gibt es das Arbeitsgericht,

Die Reihenfolge ist immer noch, dass man sich zuerst etwas neues sucht, und dann fristgemäß kündigt.

Ich würde dir raten , erst einmal deine Überstunden et c, jedes problem zu dokumentieren und dann das gespräch mit deiner Jc-Vermittlerin zu suchen, denn wenn sie von den Umständen dort weiß ist sie verpflichtet sich arum zu kümmern( ich habe das damals leider zu spät erfahren). Erst nachdem ich wieder in den Depressionen gefangen war.

Ansonsten kannst du dich auch mal an die Minijobzentrale wenden , www.minijobzentrale.de , und dich dort diesbezüglich beraten lassen. Sie wird dir dann sagen an wen du dich wenden musst und dort wird man dann das weiter vorgehen mit dir besprechen.

Einfach so kündigen solltest du nicht, das kann tätsäschlin eine Sanktion bzw Sperre nach sich ziehen.

Bestehe auf Bezahlung alle Stunden und drohe mit Anwalt. Dann kommt die Kündigung ganz von alleine.

Übrigens hat man auch bei einem Minijob einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 20 Tage bezahlten Urlaub im Jahr, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz. Gerade bei miesen Arbeitgebern sollte man das gnadenlos einklagen.

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Umzug und unbezahlte Stunden reichen schon um keine Sperre zu bekommen. Ich glaube aber, das dein Minijob sowieso nicht beim ALG 1 so gerechnet wird, wie ein Vollzeitjob. D.h. ich denke, du würdest eine Sperre nur bekommen, wenn du einfach so einen Vollzeitjob kündigen würdest.

Hast du den Minijob vom Amt vermittelt bekommen oder selbst gesucht ?

Den Job habe ich mir selber gesucht.... Jetzt habe ich schon bissl Angst ...

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Auf jeden Fall immer kündigen lassen, nie selber kündigen. Sich für eine Firma untragbar zu machen, solte problemlos möglich sein, zumal Dir keine (auch selbst unterschriebene) Vereinbarung verbieten kann, Verstöße gegen das Arbeits- oder Strafrecht öffentlich zu machen. Bestehe auf Deinem Lohn, verweigere Mehrarbeit. Wenn das nix hilft, stell Dich ziemlich dumm an. Hilfst auch das nicht, mache Fehler, die Schäden verursachen.

Laß Dich nicht einschüchtern.

Viel Glück :D

Also das Risiko würde ich nicht in Kauf nehmen. Lieber darauf pochen, dass die Überstunden bezahlt werden.

seh ich auch so.

allerdings könnte man auch richtig arbeiten gehen. ich krieg immer nen hals wenn leute um ihr hartz 4 fürchten, dass ja unterm strich ich bezahle zusammen mit den ganzen leuten die auch arbeiten gehen. wenns nach mir ginge würdet ihr garnichts kriegen. und dann noch über eure popeljobs rumheulen als würdet ihr euch da kaputtarbeiten

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@Sushi84

Weißt du, was du EIGENTLICH bezahlst? Die reichen Besitzer der Zeitarbeitsfirmen und Amazon und so, die Arbeitslose unterbezahlt arbeiten lassen (oder in langen Praktikas umsonst), da sie ja eh noch Hartz4 aufstockend bekommen. Deren Gewinn bezahlst du- denn die sparen dadurch ja gewaltig.

Oder Menschen, die intelligent sind und was tuen wollen, aber keine Umschulung bekommen. Würde mal ein bischen in die, die etwas tun wollen, investiert, wären sie nicht so lange äbhängig. Das Problem liegt im System und nicht bei den Menschen.

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@Sushi84

Ich denke nicht das mir diese Antwort wesentlich weiterhilft... Deine Äußerungen einfach mal stecken lassen, danke @ Sushi84

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@Sushi84

sushi84 - das problem ist aber, dass es für unqualifizierte leute fast nur noch minijobs gibt. und deshalb müssen die aufstocken. das ist nämlich das eigentlich schlimme an hartz4. nicht die langzeitarbeitslosen, sondern die millionen aufstocker, die es hervorbrachte.

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@daliilad

Das problem ist auch unsere verschönerte Statistk, wir haben so und so viele arbeitslose eit der reform weniger. Ja sobald man in einer Maßnahme steckt oder einem 1€ Job nachgeht oder für einen Hungerlohn arbeitet, zählt man nicht mehr als arbeitslos, statistisch gesehn, bekommt aber trotzdem weiterhin ALG2.

Leider werden immer weiter Hungerlöhne eingeführt die schockierendste Stelle, war in der Landwirtschaft 37, 5h/Woche und ein Stundenlohn von 3,50€. Davon kann kein Mensch leben.

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@Indivia

das habe ich damit eigentlich auch gesagt oder? oder war das von dir nur eine inhaltliche ergänzung?

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@Sushi84

Ich bekomme Wut, wenn ich sehe wie Leute pauschalisieren, bei uns arbeiten viele Läden nur noch mit 400€ kräften, erwarten aber dafür das man 6 tage die Woche rund um die Uhr zur Verfügung steht, also mit einem 2 Job oder mit einem Kind, jenachdem als was der Mann arbeitet, ist sogar diesschon echt unmöglich.

Ich selber habe bis vor kurzem auch in so einer Firma gearbeitet, ich nahm für einen 400€ Job, 1,5 Std hinfahrt und 1,5 Std Rückfahr in Kauf, danach dann noch mal ca 1,5 Stunden hin und zurück zu meinen Eltern um meine Tochter abzuholen. Normalerweise hatte ich 15 Std pro Woche, aber manchmal wurden es auch 25.

Heißt an den Tagen, wo ich gearbeitet habe,war ich 9 Stunden unterwegs. Des weiteren musste ich natürlich auch bewerbungen schreiben ( was kein problem war) und noch zu einer Maßnahme des Jobcenters.

Okay zurück zu dem popeligen 400€ Job: Wenn ich 30 Minuten früher kam, teilte man mir schon mit das ich sofort dies und das tun müsse ,einmal kam ich 2 Min zu spät ( Schnee), darufhin, trug man mir direkt 15 Minus minuten ein.

Wenn ich krank war , dann musste ich die Stunden nacharbeiten oder sie wurden mir abgezogen. Urlaub wurde so lange vergessen bis er verfallen war. Die Toilette war tageweise komplett geschlossen usw. Samstags nachmittags habe ich regülär erst meinen groben Dienstplan für die nächste Woche erfahren .Ach ja zusätzlich musste ich auch noch 1 mal im Monat ( +3 Stunden) einen Test au fder Arbeit absolvieren. Trotz allem habe ich mir denn allerwertesten aufgerissen . ( Arbeitszeugnis entspricht Note2)

Als sie mich hätten unbefristet übernehmen müssen, durfte ich gehen und es gab nicht einmal einen warmen Händedruck.

Das war mal ein kleiner Einblick in einen 400€ Job.

Im moment versuche ich händeringend wieder einen sozialversicherungpflichtigen Job zu bekommen ( im Moment geh ich nebenbei nur Zeitungen austragen). Aber mein mann arbeitet im Sicherheitsdienst und da bekomme ich meist nur zu hören , nein mir Kind sind sie zu unflexibel.

Ach ja desweiteren habe ich mich auch noch bei diversen sozialen Institutionen vorgestellt , um wenigstens dort etwas zu tun.

Ja und ich habe das Jocenter schon nach Kursen gebeten, sowie sogar gefragt ob ich Praktika machen darf, beides wurde verneint. Statt dessen bot man mir ein Bewerbungstraining an, welches ziemlich sinnlos war.

Und noch eine Frage hast du dich mal gefragt ,was ( oft sinnlose) maßnahmen kosten, was vermittlungsgutscheine kosten, was das ergänzende Alg2 kostet und da weiß ich nicht ob es der Staat auch bezahlen muss, aber die ganzen Klagen gegen das Jobcenter welches sie verlieren?

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@daliilad

Ich bin sehr froh, dass es noch Menschen gibt die das eigentliche Problem sehen und nicht nur auf Harz 4 Empfänger rumtrampeln.. Ich bin alleinerziehende Mama und bin immer arbeiten gegangen auch wenn es nur ein Minijob ist.. ich ziehe ja um von einer Kleinstadt nach Dresden, um bessere Arbeitsmöglichkeiten zu bekommen und da helfen mir Themengerechte Antworten mehr als Hetzerei... Danke..

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@daliilad

Ja, hast du gesagt,das war eine Ergänzung, sowie ein beispiel, wie wenig Löhne einige zahlen.

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@Hasisengel

Mach dir nichts draus hasi, lies lieber mal ihre Fragen durch, denn sie hat selber schon ALg2 bekommen....

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@guinan

Ganz genau, schade, daß man Kommentare nicht bewerten kann. Solche sozialfaschistische unreflektierte Scheiße wie von Sushi84 hab ich allerdings selten gelesen… :-7

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