Kündigung bei Azubis, welche Frist?

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10 Antworten

Es kommt ganz entscheidend darauf an, ob du in der Probezeit bist oder nicht. Denn bei Azubis gibt es in der Probezeit keine Kündigungsfrist, da dürfen beide Seiten jederzeit ohne Begründung kündigen.

Um deine Frage beantworten zu können, müsste man konkret wissen, was der Azubi angestellt hat.

Azubi ist im zweiten Lehrjahr, es geht um 5 unentschuldigte Fehltage in der Berufsschule

Schreib eine Abmahnung und informiere den Azubi schriftlich, dass unentschuldigte Fehltage nicht bezahlt werden.

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Stellt sich die Frage ob der Fehler des Azubi schwerwiegend genug ist, um nach der Probezeit zu einer Auflösung des Auszubildendenvertrages zu führen.

Es spielt dann keine Rolle, dass das Ereignis schon 2 Wochen + zurückliegt.

Es spielt dann keine Rolle, dass das Ereignis schon 2 Wochen + zurückliegt.

Doch, das tut es sehr wohl! Die Kündigung muss dem Azubi zwei Wochen nach Kenntnis des "wichtigen Grundes" zugegangen sein. Das ist in § 22 Abs. 4 BBiG geregelt.

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Man darf auch während einer Krankheit und während eines Urlaubs gekündigt werden.

Kündigungen können aus wichtigem Grund erfolgen und sind dann fristlos. 

Während der Probezeit kannst du den Azubi jederzeit und fristlos nach Hause schicken. Sobald die Probezeit aber überstanden ist, ist es nicht mehr so leicht, ihn zu kündigen.

Mir wurde einmal erzählt, dass dafür wirklich nur schwerwiegende Fehltritte wie z.B. Diebstahl als Grund zulässig sind. Ansonsten kenne ich auch die Regelung mit 3 Abmahnungen, bevor (fristlos) gekündigt wird.

Aber wo das gesetzlich festgehalten, kann ich dir auch nicht sagen und bis man sich 3 Abmahnungen einfängt muss schon einiges schief gehen. (Oder hat ein (persönliches) Problem mit seinen Vorgesetzten, welche jede Chance nutzen.)

Einen Azubi nach der Probezeit "loszuwerden" soll gar nicht so
einfach sein. Andererseits ist die Ausbildungszeit ja zeitlich begrenzt.
Du musst ihn danach ja nicht übernehmen. Je nach Fall kann ich dich
aber auch verstehen, wenn du ihn gar nicht weiter Ausbilden möchtest.

Auch wenn ich den Fall nicht kenne, wie kann er seit 2 Wochen in Aufklärung stehen, wenn  er doch seinen Fehler gestanden hat?

Du kannst ihm ja nahelegen, einen Aufhebungsvertrag zu unterzeichnen.

Ansonsten kenne ich auch die Regelung mit 3 Abmahnungen, bevor (fristlos) gekündigt wird.

Eine solche Regelung gibt es nicht! Das ist ein Märchen!

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Ein wenig mehr Infos wären hilfreich. Probezeit ja oder nein? Wenn ja, dann Kündigung möglich. War es eine fristlose Kündigung? Um da etwas bewerten zu können, muss man wissen was der Azubi gemacht hat.

Eine Kündigung ist bei Azubis in der Probezeit immer fristlos.

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Ist der Azubi in der Probezeit? Dann darf jederzeit ohne Angabe von Gründen von beiden Seiten fristlos gekündigt werden.

Nach der Probezeit ist es umso schwieriger, je weiter die Ausbildung fortgeschritten ist. Man müsste schon wissen, was für ein "Mist" das war. Ggf. muss ja auch - falls vorhanden - der Personal-/Betriebsrat beteiligt werden.

Einen Azubi nach der Probezeit wegen eines "Fehlers" oder weil er "Mist" gebaut hst zu kündige, ist unmöglich. Solange er nicht geklaut hat, den Vorgesetzten oder Kollegen mehrfach massiv beleidigt hat, oder vorsätzlich Firmeneigemtum zerstört hat, ist eine Kündigung durch den Ausbildungsbetrieb nicht möglich.

Einen Azubi nach der Probezeit wegen eines "Fehlers" oder weil er "Mist" gebaut hst zu kündige, ist unmöglich.

Gleich im nächsten Satz widersprichst du dir ja schon selbst. Aus "Wichtigem Grund" kann selbstverständlich gekündigt werden - aber je weiter die Ausbildung vorangeschritten ist, umso schwieriger ist der Azubi zu kündigen.

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Naja, Azubis werden nicht ohne grund so genannt, sie sind halt noch am Lernen. Dass dabei Fehler gemacht werden ist nicht zu vermeiden. Man kann das also nicht so handhaben, wie bei normalen Mitarbeitern.

Man müsste also gucken, ob sein Fehler überhaupt ein Kündigungsgrund ist, soweit kommen da erst Abmahnungen ins Spiel. Aber ich stecke nicht in Euren Betrieb, das musst Du gucken.

Ansonsten verstehe ich nicht so recht, warum eine Kündigung ungültig sein sollte, nur weil der Betroffene Urlaub hatte.

Nach Kenntnis des "wichtigen Grundes" hat der AG zwei Wochen Zeit, dem Azubi die fristlose Kündigung zuzustellen (§ 22 Abs. 4 BBiG).

Wenn der AG abwarten will, weil der Azubi im Urlaub ist -> blöd gelaufen für den AG.

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Kommt darauf an warum. Ist das ein fristloser Kündigungsgrund. Ansonsten benötigt man 2-3 Abmahnung mit gleichem Grund und dazwischen jeweils einen angemessenen Zeitraum zur Besserung.

Ansonsten benötigt man 2-3 Abmahnung 

Das ist nirgends so festgelegt!

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Azubi ist im zweiten Lehrjahr, es geht um 5 unentschuldigte Fehltage in der Berufsschule

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