Kündigung außerhalb der Probezeit ohne Grund?

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8 Antworten

Wie es schon im Gesetz steht: In der Probezeit ist eine Kündigung ohne Grund zu nennen möglich.

Da das Ende deines Beschäftigungsverhältnisses nicht innerhalb der sechsmonatigen Probezeit liegt, müssten die im Arbeitsvertrag festgelegten Fristen für eine fristgerechte Kündigung eingehalten werden.

Bei einer Führungsposition und einem unbefristeten Arbeitsvertrag kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kündigungsfrist nur 2 Wochen betragen soll.

Am besten du nimmst dir sofort einen Anwalt. Bedenke, dass Einwände gegen eine Kündigung binnen 3 Wochen nach Kenntnisnahme der Kündigung erhoben worden sein müssen (Kündigungssschutzklage). Sonst hättest de jegliche Ansprüche verwirkt.

Ich habe mich geirrt:

"Wird die Kündigung an einem Tag innerhalb der Probezeit (auch am letzten Tag dieses Zeitraums) um 11 Uhr morgens zugestellt, der Gekündigte liest sie jedoch erst am nächsten Tag, weil er seinen Briefkasten nicht geleert hat, so ist die Kündigung dennoch gültig. Ursache dafür ist eine fristgerechte Zustellung sowie die Tatsache, dass sie unter normalen Bedingungen (der Gekündigte leert regelmäßig seinen Briefkasten) geleert worden wäre.
Wird die Kündigung jedoch erst um 20 Uhr am letzten Tag der Probezeit in den Briefkasten geworfen, so kann nicht davon ausgegangen werden, dass der Briefkasten am Abend noch geleert wird – die Kündigung gilt damit erst am Folgetag als zugestellt. Die Frist zur Zustellung wäre in dieser Situation nicht gewahrt und somit würden für den Kündigenden die Fristen, die das Gesetz, bzw. der individuelle Arbeitsvertrag zur Kündigung vorsehen, gelten."

http://www.kuendigungsfristen.net/arbeitsrecht/probezeit/

Die Regelung ist also arbeitgeberfreundlich auszulegen. Wenn es heißt:

„Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von sechs Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden“. (BGB § 622),

dann kann auch noch am vorletzten oder letzten Tag der Probezeit mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, so dass man insgesamt 6 Monate und 13 Tage in der Firma arbeitet.

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Das ist nicht die korrekt - die Kündigung kann auch am letzten Tag der Probzeit noch erfolgen , um die zweiwöchige Frist und fehlende Angabe von Gründen geltend zu machen.


http://www.kuendigungsfristen.net/arbeitsrecht/probezeit/


Edit: der Post kam zeitgleich mit Deiner eigenen Korrektur :)

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@Stellwerk

Das habe ich auch inzwischen gemerkt. Aber ärgerlich ist es trotzdem.

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@Paguangare

Absolut. Bei sechs Monaten kann man erwarten, dass wenigstens mal Gespräche stattfinden, wenn die Vorgesetzten mit der Arbeit unzufrieden sind. Und erst bei einer Führungsposition...

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Da die 6 Monate noch bis zum 30.06. laufen, ja. Bei einer Kündigung in der Probezeit muss kein Grund angegeben werden.

01.01. mit 6 monatiger Probezeit? Wie kommst du darauf, außerhalb der Probezeit zu sein? Dürfte genau im Zeitfenster liegen.

Kündigung war innerhalb der Probezeit! Gründe müssen nicht benannt werden.

Nach meiner Rechnung bist du noch in der Probezeit..? Oder rechne ich gerade total verkehrt? (kann auch sein, ist schon spät)

Da Du noch in der Probezeit bist, ja. Auch wenn es echt ne Frechheit ist...

So weit ich weiß, muss dein Chef einen Grund liefern.

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