Kündigung Ausbildungsverhältnis, Anspruch auf Auszahlung der Urlaubstage?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

In erster Linie ist Urlaub dazu da die Arbeitskraft wieder zu regenerieren. Er ist also in Form von Freizeit zu gewähren. Nur wenn das aus BETRIEBLICHEN Gründen nicht möglich ist, KANN der Urlaub geldlich abgegolten werden. Einen Rechtsanspruch auf barer Abwicklung hast du nicht.

Wenn du bereits gekündigt hast, wird der Betrieb dich eher freistellen, als deinen Urlaub auszuzahlen.

Urlaub muss vorrangig genommen werden. Verweigert der Arbeitgeber jedoch den Urlaub oder das Abfeiern des Urlaubes ist aus sonstigen Gründen nicht möglich, dann ist er auszuzahlen.

Wenn du jedoch einfach weiterarbeitest und keinen Urlaub einreichst, ist das dein Problem. In diesem Fall müsste der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch nicht mit Geld vergüten.

Du solltest daher auf jeden Fall versuchen, den Urlaub abzufeiern.

Wenn du jedoch einfach weiterarbeitest und keinen Urlaub einreichst, ist das dein Problem. In diesem Fall müsste der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch nicht mit Geld vergüten.

Unsinn! Der Arbeitnehmer ist in diesem Fall nicht verpflichtet, den Arbeitgeber um Gewährung des Urlaubs zu bitten!

0
@Familiengerd

Ergänzung:

Im Bundesurlaubsgesetz § 7 Abs. 5 heißt es schlicht und einfach nur:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.

Mit anderen Worten: Es liegt nicht alleine am Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber hat sich um "Klärung" dieser Frage zu kümmern!

0
@Familiengerd

Dein Zitat ist zwar richtig, dein Schluss daraus jedoch nicht.

Hier wird ausdrücklich darauf abgestellt, dass der Urlaub abzugelten ist, wenn er nicht mehr "gewährt" werden kann. Um den Urlaub zu gewähren oder abzulehnen, muss dieser jedoch vom AN erst mal eingereicht werden.

Das heisst im Klartext, dass der AN prizipiell nur einen Anspruch auf Urlaub hat. Diesen hat der AN während des Arbeitsverhältnisses zu nehmen. Erst wenn diese Forderung nach Urlaub verweigert wird, hat er ersatzweise Anspruch auf Abgeltung.

0
@Interesierter

Das ist nicht korrekt!

Bei der Urlaubserteilung im Kündigungsfall hat der ArbG sich ebenso darum zu kümmern festzustellen, wieviel Urlaubsanspruch vor Beendigung noch zu erfüllen ist. Stellt der ArbN keinen Urlaubsantrag und erteilt der ArbG keine Freistellungserklärung,kann er den Anspruch trotzdem nicht einfach aussitzen und am Ende ein Abgeltungsverlangen zurückweisen.

Lediglich dann, wenn der ARbN aufgrund einer Freistellungserklärung die Annahme verweigert, ohne umgehend schriftlich darzulegen, dass ihm die Urlaubszuteilung in dieser Zeit nicht zumutbar wäre, könnte ein Abgeltungsverlangen des ArbN n. § 242 BGB rechtsmißbräuchlich sein.

0

Wenn noch die Möglichkeit besteht, dass du die Urlaubstage nehmen kannst, dann wird die Firma dich in den Urlaub schicken.

Bis September ist noch Zeit, dass Du Deine Urlaubstage nimmst. Warum soll der Arbeitgeber Dir diese Urlaubstage auszahlen?

Habe vllt vergessen dazuzuschreiben, dass ich mich momentan in Elternzeit befinde!

0
@DreaxLike

Dann wird der Arbeitgeber Dir die Urlaubstage auszahlen müssen.

1

Was möchtest Du wissen?