Kündigung aufgrund Kundenbeschwerden, nun gehts vor gericht Ist hier ein Anwalt der mir helfen kann?

6 Antworten

Kündigungsschutzklage einreichen.Die Begründung kannst Du nachschieben.Ich würde begründen,durch andere Tätigkeiten war mir ein sofortiges zurückrufen nicht möglich.Die subjektiven Beschwerden halten einer objektiven Betrachtung nicht stand,haben keine Substanz.Deshalb kann der oder die Beschwerden Anlaß für eine Änderung in der Arbeitsorganisation sein,Abhilfe durch zeitweiliges einbinden anderer Personen in meine Tätigkeit schaffen. Da mir nicht Gelegenheit gegeben wurde,eine Möglichkeit zu schaffen,(die technischen Möglichkeiten unzureichend sind,falls zutreffend) Prioritäten so zu setzen,wie es notwendig ist,kann die Kündigung keinen Bestand haben.

Ein konkretes Fehlverhalten ist mir nicht vorzuwerfen.

Falls der AG ein Fehlverhalten sieht,hätte er dies explizit benennen müssen.

Eine Abmahnung hätte der Kündigung vorausgehen müssen.

Bitte laß es einen Anwalt machen.

Beste Grüße

Wie viele Mitarbeiter hat der Betrieb? Sind es mehr als 10 ständige Vollzeitkräfte?

Wenn Du vorher nie eine Abmahnung bekommen hast, und nicht in einem Kleinbetrieb arbeitest, halte ich die Kündigung für nicht rechtens. Eine verhaltensbedingte Kündigung setzt i.d.R. eine Abmahnung wegen desselben "Vergehens" voraus. Es handelt sich ja um eine fristgerechte Kündigung oder?

Hat man Dir den Grund so gesagt? Gibt es einen Betriebsrat?

Eine Kündigung ist immer nur das "letzte" Mittel eines Arbeitgebers, Fehlverhalten eines Arbeitnehmers zu sanktionieren.

Grundsätzlich also setzt eine solche ordentliche Kündigung (ich nehme an, dass es sich um eine ordentliche, also fristgerecht Kündigung handelt und nicht um eine fristlose) voraus, dass der Arbeitnehmer wegen des gleichen Fehlverhaltens bereits einmal abgemahnt worden ist mit Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen für den Wiederholungsfall.

Außerdem müssen die konkreten Umstände vom Arbeitgeber beachtet werden: Angemessenheit der Sanktion im Verhältnis zum Fehlverhalten, Abwägung der beiderseitigen Interessen (das des Arbeitgebers an der Kündigung, das des Arbeitnehmers am Erhalt seines Arbeitsplatzes), Alter des Arbeitnehmers, Dauer der Betriebszugehörigkeit.

Ob Du gegen diese ordentliche Kündigung klagen kannst, hängt allerdings davon ab, wie groß der Betrieb und ob das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist; dazu muss der Betrieb mindestens 10 (umgerechnet, Teilzeitkräfte werden anteilig berechnet) dauerhaft beschäftigte Vollzeitkräfte haben; sind es weniger, ist eine Klage aussichtslos.

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