Kündigung, aber zu viel genehmigte Urlaubstage

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2 Antworten

Dein "Problem" ist zu Deinen Gunsten im Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 5 ("Teilurlaub") Abs. 3 geregelt:

Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden.

Der genannte "Absatz 1 Buchstabe c" benennt die Voraussetzung: dass Du nämlich die "Wartezeit" erfüllt hast - also mindestens seit 6 Monaten im Arbeitsverhältnis zu Deinem Arbeitgeber stehst - und das Arbeitsverhältnis im 1. Halbjahr endet (bei Beendigung im 2. Halbjahr hättest Du Anspruch auf den gesamten Urlaub).

Damit ist Deine Frage beantwortet: Ja, Dein jetzige Arbeitgeber hat "Pech"!

Der bereits genommene Urlaub beim "alten" Arbeitgeber verkürzt, wie Du selbst schon erkannt hast, entsprechend Deinen Urlaubsanspruch beim "neuen" Arbeitgeber.

Ja, im Prinzip hat dein AG wirklich Pech gehabt. Allerdings hast du ja auch noch eine Kuendigungsfrist einzuhalten und nach der Kündigung wird er wohl merken, dass du yu viel Urlaub nehmen willst und dich sicher darum bitten, diesen dann anteilig zu kürzen. Was aber bereits genommen ist, das ist weg, das ist klar.

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