Kündigung -Wirksamkeit, bei Erhalt oder Absendung des Schreibens?

7 Antworten

Es gilt immer die Übergabe. Sonst könnte man ja einfach das Datum von vorigem Monat da reinschreiben.

Eigentlich die Zustellung, also der Erhalt. Nur: Im Zweifelsfall muss der nachgewiesen werden. Genau genommen kann man heute ohne Anwalt oder Notar im Haus gar nichts mehr machen. Falls du also die Kündigung abschicken willst, also selber kündigen möchtest, solltest du sie persönlich mit einem Zeugen übergeben. Bist du per Post gekündigt worden, wird sich der Arbeitgeber vermutlich auf seine Mitarbeiter beziehen, die den Brief getippt bzw. zur Post gebracht haben. Mein Tipp: Die Zeit lieber zur Suche nach einem neuen Job nutzen. Die ganze Prozessiererei ist eklig und unberechenbar und man kann auch verlieren, wenn man sich im Recht glaubt.

Es gilt der Tag des Erhaltens der Kündigung. Kündigungen werden meist via Einschreiben mit Rückschein verschickt, oder aber unter zeugen persönlich überreicht, oder aber unter zeugen persönlich in den Briefkasten geworfen. Der Gesetzgeber geht davon aus, das der normale Postweg 1-2 Tage nach Abstempeln beim Postamt dauert. Man kann sich als Empfänger also nicht damit herausreden, das man eine Woche lang nicht mehr in seinen Briefkasten geschaut hat.

Kündigungen müssen fristgerecht versendet werden, so dass die 14 tages Frist nicht mit dem Tag des Versendens beginnt, sondern erst nach Erhalt.

Aber mein Vorredner hat recht, solltest du die Kündigung erhalten haben, glaub mir: Recht haben und recht bekommen, sind grade in Deutschland zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Es ist weder den Ärger wert, noch die Kosten.

Ah noch eins, Umschlag mit Poststempel aufbewahren, beim Arbeitsamt musst du diesen vorlegen, wegen der Meldefrist von 3 Werktagen.

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