Kündigung - Anfechtung wegen Irrtums?

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9 Antworten

Anfechten nicht, weil Du eine Kündigung eh nicht unterschreiben musst. Aber Du kannst mit dem Chef reden und ihm sagen, dass Du ja gerne weiter bei ihm arbeiten würdest, und wenn das so ist wie es da steht, dann würdest Du das machen. Ich denke, er wird die Kündigung dann wieder zurücknehmen. (Wenn er Dich wirklich als Arbeitnehmer haben will.)

In der von dir beschriebenen Form ist eine Anfechtung der Kündigung wegen Irrtums nicht möglich. Dein Arbeitgeber und nicht du hat eine Willenserklärung abgegeben. Diese Willenserklärung des Arbeitgebers kannst du nicht anfechten. Anfechten kannst du nur eigene Willenserklärungen. Dass du die Kündigung unterzeichnet hast bestätigt nur den Empfang der Kündigung und hat mit deren Wirksamkeit nichts zu tun.

Deine Überlegungen sollte vielmehr sein, ob du gegen die Kündigung Kündigungsschutzklage einreichst. Dies muss innerhalb von drei Wochen nach Zugang geschehen. unbenommen kannst natürlich jederzeit mit deinem Arbeitgeber Kontakt aufnehmen. Nach Ablauf der gerade erwähnten drei Wochen ist die Kündigung jedoch rechtskräftig.

Vorschlag: Rede mit einem Arbeitgeber, ob er bereit ist die Kündigung zurückzunehmen. Falls ja, solltest du dir dies schriftlich bestätigen lassen. Falls nicht, könntest du eine Erstberatung bei einem Anwalt oder eine anderweitige Rechtsberatung in Anspruch nehmen um abzustimmen, ob in einer konkreten Situation die Einreichung einer Kündigungsschutzklage Sinn macht.

Die Kündigung ist nun gültig. Sprich aber mit deinem Arbeitgeber, ob ihr die nicht rückgängig machen könnt. Du hast ja Erfahrung in dem Job, und vielleicht freut sich dein Ex-Chef, wenn er nicht jemand Neues aussuchen und anlernen muss.

Die Filiale wird geschlossen.

....die Kündigung gegeben, weil unsere Filiale schließt.

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@Kleckerfrau

Das bedeutet ja nicht, dass in der angebotenen Filliale eigentlich gar kein Arbeitsplatz frei ist.

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Der AG zahlt dir den Gegenwert einer Monatskarte. Also kannst du auch mit dem   Auto fahren.

Das ist ein nettes Angebot deines AG. Er müsste es nicht machen, da er dir ja gekündigt hat.

 

Ab zum Anwalt (Arbeitsrecht).
Nimm den Vertrag am besten mit. Der wird sich diesen durchlesen und dir sagen wie lange du evtl. Widerspruch einreichen kannst, sofern noch möglich.

Hier würde ich übrigens auch nicht mehr lange warten. Die meisten Fristen bei Kündigungen enden meist binnen 7 Werktagen.

Grüße

REK  

Was soll er bei einem Anwalt? Zumal er den selbst bezahlen muss. Er muss mit seinem Chef reden.

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@tinalisatina

Grundsätzlich bezieht sich die Frage darauf, ob er  die Kündigung anfechten kann.

Ich persönlich bin der Auffassung das es nicht geht. Ein Anwalt kann aber Beispielsweise versuchen einen Fehler in er Kündigung zu finden und somit das Dokument als ungültig erklären / nicht wirksam.

Jeder muss für sich selbst entscheiden ob er juristischen Rat in Anspruch nimmt oder nicht. Im Bereich des Arbeitsrechts (speziell bei Kündigungen durch den AG) ist dies anzuraten. In den meisten Fällen fällt die Abfindung am Ende etwas höher aus.

Gruß

REK

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@Rekin2876

somit das Dokument als ungültig erklären / nicht wirksam

So etwas gibt es nicht!

Jede Kündigung, gegen die nicht geklagt wird, wird wirksam - gleichgültig, wie falsch sie formal und/oder inhaltlich sein mag.

Im Übrigen ist die ganze Antwort etwas wirr und unsinnig.

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Ab zum Anwalt (Arbeitsrecht).

Unnötige Geldverschwendung.

Der wird sich diesen durchlesen und dir sagen wie lange du evtl. Widerspruch einreichen kannst

Warum sollte sowas im Vertrag stehen?

Die meisten Fristen bei Kündigungen enden meist binnen 7 Werktagen.

Welche denn?

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@DarthMario72

1. Deine persönliche Meinung. Sie mögen keine Anwälte. Ist auch ihr gutes Recht. Bedeutet nicht, dass andere diese Ansicht teilen müssen.

2. Steht nicht im Vertrag. Gibt aber Gesetzliche Vorschriften.

3. Zum Beispiel hat der Betriebsrat (sofern vorhanden) eine Woche um Stellung zu nehmen. Ist dieser nicht angehört worden oder aber ist die Kündigung vor Ablauf der Frist ausgesprochen worden, so ist die gesamte Kündigung anfechtbar.

Außerdem ist auch nicht wirklich klar, ob es sich um eine echte Kündigung oder einen Aufhebungsvertrag o.ä. handelt. In einem Unternehmen mit diversen Filialen, kenn ich es nicht, dass man erst gekündigt wird und im nächsten Moment ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung bekommt. Warum steht in der Kündigung etwas mit den Fahrkosten?

Anhand dieser Informationen kann der Rat nur sein, akzeptiere es (da Unterschrieben), rede mit deinem Chef (sofern es etwas bringt) oder aber lass dich von jemandem Beraten, der den Vertrag/Kündigung liest und dir wirklich sagen kann, um was es sich für ein Dokument überhaupt handelt.

Alles Andere sind Spekulationen und Vermutungen.   

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Die meisten Fristen bei Kündigungen enden meist binnen 7 Werktagen.

Was soll das sein?

Eine solche Frist gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht.Im Übrigen ist der kritischen Einwand von DarthMario72 völlig berechtigt.

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@Familiengerd

Im Falle des § 102 BetrVG (Mitbestimmung bei Kündigungen) muss der Betriebsrat bei ordentlichen Kündigungen binnen Wochenfrist, bei außerordentlichen Kündigungen binnen 3 Tagen (!) seine Zustimmung verweigern.

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@Rekin2876

Ja, es gibt diese Frist in Zusammenhang der Anhörung des Betriebsrats.

Nach der Schilderung kann man aber erstens mit Sicherheit davon ausgehen, dass es keinen Betriebsrat gibt!

Außerdem spielen zweitens diese 7 Tage überhaupt keine Rolle für die Frist bei einer Kündigungsschutzklage.

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@Familiengerd

Stimmt sind 3 Wochen mein Fehler. Sorry.
"Wir gehen von etwas aus", kann als Lösung nicht gelten.

 

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@Rekin2876

Wenn es einen Betriebsrat gäbe, dann hätte der - unter der Voraussetzung, dass er "vernünftig" arbeitet - einer üblichen Kündigung nicht zugestimmt, wenn die Versetzung in eine andere Filiale anstelle einer Kündigung eine Option wäre.

Da diese Option aber vom Arbeitgeber/Chef selbst kommt - nach Ausspruch der Kündigung -, kannst Du mit Sicherheit die Existenz eines Betriebsrats ausschließen!

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@Familiengerd

Wie bereits geschrieben, ohne die tatsächlichen Gegebenheiten zu kennen bleiben ihm nur die 3 Möglichkeiten. Akzeptieren, Chef anfragen oder Anwalt zu Rate ziehen. 

Ich war auch im Betriebsrat und seiner Zeit in den Gremien G/JAV. Da habe ich auch gelernt, dass es solche und solche Kolleginnen und Kollegen gibt.

Aus meiner Sicht ist aber alles gesagt/ geschrieben. Der Fragensteller hat ausführlich alle Optionen aufgezeigt bekomme.

Wünsche weiterhin allen viel Erfolgt und einen schönen Tag.

Vielleicht trifft man sich bei einer anderen Frage wieder.

Grüße

REK

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Du kannst mit ihm sprechen und er kann die Kündigung zurücknehmen, wenn Ihr Euch einigt.

Und wenn er das nicht macht?

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@Akka2323

Du hast unterschrieben.

Ja und??

Das bedeutet nicht eine Einverständniserklärung zur Kündigung!

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Vorab eions: sobald Du die K. hast, melde Dich sofort beim Arbneitsamt. Auch wenn Du sie anfichtest.

Und.. unterschrieben hast Du. Oha. DAS kannst Du jetzt eher nichta nfechten- was soll der Grund sein, geistige Umnachtung?

Das sieht eher Essig aus, leider :-S

Und.. unterschrieben hast Du. Oha. DAS kannst Du jetzt eher nicht anfechten- was soll der Grund sein, geistige Umnachtung?

Das spielt überhaupt keine Rolle!

Die Unterschrift des Empfängers unter eine Kündigung ist keine "Anerkenntnis" der Kündigung, sondern nur als Empfangsbestätigung zu werten.

Eine eventuell mögliche Klage gegen die Kündigung ist davon überhaupt nicht berührt!

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frag doch deinen Chef ob er sie zurück nimmt, anfechten kannst du das nicht

Wenn er dich als Mitarbeiter behalten will dann rede einfach mit ihm
Dann gibt es nichts anzufechten

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