Kündigun bei unbefristeten Vetrag trotz Neueinstellungen des Arbeitgeber?

... komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Wie groß ist denn der Betrieb? Wenn es nicht gerade ein Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften ist und der AN länger als 6 Monate im Betrieb arbeitet, kann der AG nicht so einfach kündigen.

Betriebsbedingt kündigen kann der AG wenn nachweislich zu wenig Arbeit vorhanden ist. Bei parallel laufenden Neueinstellungen wird er damit nicht durchkommen.

Dann gibt es noch die personenbedingten- und verhaltensbedingten Kündigungen.

Personenbedingt wird z.B. bei vielen Kurzerkrankungen über eine längere Zeit (mindestens drei Jahre) oder Langzeiterkrankungen (es gibt ein Urteil des BAG das 8 Monate anerkannt hat).

Bei Verhaltensbedingten Kündigungen wird i.d.R. eine Abmahnung vorausgesetzt, z.B. für Zuspätkommen, nicht rechtzeitig abmelden bei Krankheit, nicht befolgen von Arbeitsanweisungen usw.

Sobald das Kündigungsschutzgesetz greift, sollte man unbedingt Kündigungsschutzklage erheben. Wenn Du nach einer Kündigung den Antrag auf ALG stellst, wirst Du auch vom Amt danach gefragt werden.

Nebenbei: Auch bei Kleinbetrieben sollte man sich mal "schlau machen". In Einzelfällen greift auch hier das Kündigungsschutzgesetz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Meine Situation dazu ist Folgende: Ich bin seit über einem Jahr im Betrieb, nach mir (ca 3 Wochen später) wurde eine weitere Kollegin eingestellt, aktuell gibt es auch zwei Neueinstellungen im kaufmänischen Bereich. Meine Kollegin (die, die 3 Wochen nach mir kam) bekam letzten Monat eine Kündigung von unserem Arbeitgeber und ist nun wieder im Unternehmen (Schutzklage). Nun bangen alle um ihren eigenen Job.

In wiefern kann mein Arbeitgeber mich durch Betriebszugehörigkeit im Hinblick auf die Neueinstellungen entlassen? Wäre eine solche Kündigung anfechtbar?

Vielen Dank vorab :) Boaci

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Mignon1
04.11.2015, 08:53

Nach meiner Auffassung wäre eine Kündigung nicht anfechtbar, solange die Kündigungsfrist eingehalten wird.

0
Kommentar von RKuchenbuch
04.11.2015, 09:50

Naja. Gegen eine Kündigung vorzugehen kann durchaus sinnvoll sein. Ich würde daher nicht sagen, dass sie nicht anfechtbar ist.

0

Was möchtest Du wissen?