Kündigen während Schwangerschaft - wie krankenversichern?

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7 Antworten

Bevor Du kündigst, ruf mal bei Deiner Krankenkasse an. Schildere Deinen Fall und stell dort diese Fragen. Da bekommst Du auch fundierte Auskünfte.

Du solltest nicht jetzt schon kündigen. Erkundige Dich erst einmal nach den Folgen und was dann zu tun ist. Auch der finanzielle Aufwand sollte geklärt sein. Dann kannst Du immer noch über eine Kündigung nachdenken. Herzlichen Glückwunsch auch zur Schwangerschaft

Hallo,

neben der in den anderen Antworten genannten Variante Beschäftigungsverbot gibt es noch die Variante Arbeitslosengeld:

Wenn man selber aus einem wichtigen Grund kündigt (z.B. ärztliche Bescheinigung), wird keine Sperrzeit verhängt. Bei einer Sperrzeit wird für 12 Wochen kein Alg gezahlt. Die Krankenkassenbeiträge werden aber nur für 1 Monat unterbrochen (§ 5 Absatz 1 Nr. 2 SGB V). Für diesen Monat verzichtet die Krankenkasse nach § 19 SGB V auf die Beitragszahlung.

Gruß

RHW

Die beste und suberste lösung für deinen Arbeitgeber aber "vor allem für DICH" ist tatsächlich das Arbeisverbot welches du von deinem Frauenarzt ausgesprochen bekommst und woran Niemand weder Amt noch Arbeitgeber etwas dran rütteln kann, während du normal deinen Lohn fort gezahlt bekommst und dein chef es sich wiederholt von der KK. Insbesondere ist es für die spätere berechnung des Elterngeldes wichtig das du jetzt ein Einkommen erziehlst. Aufgrund deiner psychischen belastung durch die nicht haltbaren zustände in deinem Betrieb wird dir dein Frauenarzt das Arbeitsverbot nicht verwehren. Viel Glück

Kuendige nicht und erklaer dem Doc deine Psychische Lage. Ansonsten lass dir das Mobing attestieren und kuendige aus wichtigem Grund. Dann bekommst du auch Alg.

Wie man dir schon voher sagte, ist selbst kündigen die völlig falsche Methode.

Nicht nur dass du dann für 12 Monate eine Sperre beim ALG 1 bekommst, sondern selbst wenn du dann ALG2 beantragst, bekommst du auf Grund deiner Kündigung sogar da einen Abzug in Höhe von 30% auf deine Regelleistung, da du deine Situation durch dein Verhalten (selbst gekündigt) herbei geführt hast!

Wo man dir allerdings keinen Vorwurf machen kann, wäre wenn du dich (schnell) wo anders bewirbst, da deine Schwangerschaft (noch) nicht erwähnst und dann aber eine Woche nach Beginn deines neuen Jobs (in der Probezeit) vom neuen AG gekündigt wirst. Zumal auch er deine Schwangerschaft als Grund nicht nennen wird, weil er es nicht darf. Aber so hast du keine Sperre zu befürchten. Denn deine "Schuld" war es nicht, dass es nicht zur dauerbeschäftigung kam. ;-)

Lysa333 20.10.2012, 10:42

Danke. ALG2 würde ich aber sowieso nicht beantragen, geschweige denn bekommen. Ich habe monatliche Mieteinnahmen. Das Problem ist auch nicht, dass ich kein Geld hätte, meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wenn ich nun kündigen würde. Außerdem verdient auch mein Partner gut. Es geht mir in erster Linie um den Krankenversicherungsbeitrag. Aber auf die Schnelle (bevor man mir die Schwnagerschaft ansieht) woanders unterzukommen, ist nicht so leicht. Und mich dann auch noch genauso schnell kündigen zu lassen - irgendwie kann ich sowas doch nicht machen. Solche Tricksereien - irgendwie nicht mein Ding!

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HansXDampf 20.10.2012, 11:11
@Lysa333

Es währe eigentlich keine Trickserei, sondern eine der Möglichkeiten die dir/einem Arbeitnehmer noch geblieben sind, dein "Recht auf persönliche Entscheidungsfreiheit" noch ohne Sanktionen warnehmen zu dürfen. Denn viele einfachere Wege wurden in dieser Hinsicht beschnitten oder gänzlich unmöglich gemacht.

Mit anderen Worten, nur wenn du deine persönlichen Freiheiten der freien Berufswahl aufgibst, hast du ein Anrecht auf Unterstützung. Und das seit einiger Zeit sogar bei durch Beiträgen erworbenen Ansprüchen wie ALG1.

Auch war es wirklich nur als "Lösungsvorschlag" in wirklich wichtigen Fällen gedacht.Leider hatte ich deinem Beitrag jetzt nicht entnommen, dass es bei dir nicht so wichtig/dringend ist. Sory, war mein Fehler.

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Hallo,

sag deinem AG, wenn du kannst, daß er dir kündigen sollst.

Aber ich sehe sonst keine Lösung.

Wenn ihr kein finanzielles Polster habt, dann heißt es weiter so und die Zähne zusammenbeisßen !

Du kannst dich natürlich in relativen regelmäßigen Abständen krank schreiben lassen.

Warum ist denn der Job der blanke Horror ?

Emmy

Jessi779 20.10.2012, 11:12

Gott sei Dank gibt es in der Schwangerschaft andere Möglichkeiten als sich kündigen zu lassen oder Zähne zusammen zu beißen :-)

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Hallo,

warum lässt Du Dir kein Beschäftigungsverbot ausstellen? Dann hast Du das Problem schonmal nicht und kannst in der Elternzeit bequem ohne Einbußen kündigen.

Wegen der Krankenkasse: selbst bei einer Sperre des ALG wird die Krankenkasse vom Amt bezahlt.

An was ich finanziell aber gerade mehr denke: das Elterngeld! Wenn Du jetzt kündigst bekommst Du nicht viel mehr als die 300€/ Monat Elterngeld nach der Geburt. Hast Du ein Beschäftigungsverbot bekommst Du bis zur Geburt Dein Gehalt (der Arbeitgeber bekommt das von der Krankenkasse wieder) und dann wird danach das Elterngeld berechnet.

Ich wünsche eine komplikationslose Schwangerschaft!

emily2001 20.10.2012, 10:17

Gute Antwort !

Emmy

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Lysa333 20.10.2012, 10:23

Vielen Dank für deine schnelle Antwort, Jessi! Aber wieso sollte mir ein Arzt ein Beschäftigungsverbot erteilen? Mein FA macht das nicht wie ich ihn einschätze. Dieser Job ist einfach unglaublich anstrengend, 11 -12 Stunden täglich - meist keine Zeit für ne Mittagspause - so ist das wohl in dieser Branche. Aber ein Beschäftigungsverbot, nur weil ich merke, dass ich das nicht mehr kann und möchte?

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ellaluise 20.10.2012, 10:54
@Lysa333

Unglaublich anstrengend, ist das kein Grund? Keine Mittagspause, sprech das doch mal beim FA an. Vielleicht ist das im Moment noch kein Grund für ein Beschäftigungsverbot aber aber etwas später.

Bei Eigenkündigung gibt es, meiner Meinung nach, 3 Monate Sperre beim Bezug vom ALG1 (nicht 12 Monate).

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Jessi779 20.10.2012, 11:10
@Lysa333

Das entscheidende ist: Du KANNST nicht! Les Dich mal ins Mutterschutgesetz ein - Du darfst keine 11-12 Stunden arbeiten. Du musst die Gelegenheit haben, regelmäßige Pausen einzulegen und ab ich glaube dem 6. Monat auch hinzulegen. Wenn Dir Dein Arbeitgeber solch einen Arbeitsplatz nicht bieten kann und es Dir nicht gutgeht (dann geht es Deinem Bauchzwerg auch nicht gut!!!) dann ist das sehr wohl ein Grund für ein Beschäftigungsverbot.

Oder du bittest Deinen Arbeitgeber, Dir ein Beschäftigungsverbot auszustellen. Für ihn von Vorteil weil er 1. Dein Gehalt sowieso von der Krankenkasse bekommt und 2. er gleich einen Ersatz für Dich einstellen kann. Kündigen darf er Dich ohnehin nicht nachdem Du ihm gesagt hast, dass Du schwanger bist.

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