Kündigen und davor den ganzen Urlaub verplanen?

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5 Antworten

Unter bestimmten Voraussetzungen ist das möglich:

1. Der Arbeitgeber hat Dir diesen Urlaub (mehr, als Dir anteilmäßig für 2017 zusteht) gewährt und das Urlaubsentgelt zum Zeitpunkt Deiner Kündigung bereits gezahlt.

2. Das Arbeitsverhältnis besteht, wenn es durch Deine Kündigung in der ersten Jahreshälfte endet, schon länger als 6 Monate ("Wartezeit").

Unter diesen Voraussetzungen darf der Arbeitgeber den von Dir Zuviel genommenen Urlaub nicht zurück verlangen (also nicht das entsprechend zu viel gezahlte Urlaubsentgelt mit Deinen Entgeltansprüchen verrechnen).

So bestimmt es das Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 5 "Teilurlaub" Abs. 3.

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Kommentar von Sirius66
27.08.2016, 18:30

Du willst hier nicht alles Ernstes dazu raten, einen VOLLEN Jahresanspruch komplett zu Lasten des alten AG zu machen?

Wie unmoralsich ist DAS denn? Wenn es mal unverhofft so kommt, ja - aber nicht wissentlich. Das macht man nicht.

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Ich werde meinen derzeitigen Arbeitsvertrag zum 01.03.2017 kündigen.

Unwahrscheinlich. Wohl eher zum 28.02.2017. Man kündigt nicht zum Ersten, sondern zum Letzten eines Monats.

Ist es möglich, den kompletten Urlaub in diesen 3 Monaten zu verplanen?

Wieso drei Monate? Januar und Februar sind nach meiner Rechnung 2 Monate. Da du in der ersten Jahreshälfte ausscheidest, steht dir der Urlaub natürlich nur anteilig zu, also 2/12 deines Jahresurlaubs.

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Kommentar von Familiengerd
27.08.2016, 17:47

Wenn hier die Voraussetzungen nach dem BUrlG § 5 Abs. 1 gegeben sind, darf der Arbeitgeber zu viel genehmigten Urlaub nicht "zurück verlangen"!

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Du kannst deinen Urlaub natürlich vorher nehmen. Dann wirst du aber 5/6  zurück zahlen müssen. In 2 Monaten steht dir nur 1/6 des Urlaubs zu.

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Kommentar von Familiengerd
27.08.2016, 17:45

Das ist falsch, wenn der Arbeitgeber bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat - siehe dazu BUrlG § 5 "Teilurlaub" Abs. 3!

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Den Urlaub solltest Du auch nicht verplanen: Dir steht nämlich nur der anteilige Urlaub für die zwei gearbeiteten Monate zu.

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Kommentar von Familiengerd
27.08.2016, 17:49

Wenn der Arbeitgeber den zu viel beantragten Urlaub genehmigt und bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat, hat er in diesem Fall hier "Pech" gehabt!

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Natürlich. Was denn sonst? Für die 2 Monate hättest du Anspruch auf 4 Tage. Kommt ja drauf an, wie dein Vertrag aussieht. Ich bin mal von einer 5-Tage-Woche ausgegangen.

Die 4 Tage kannst du komplett verplanen. Ob du sie so genehmigt bekommst, ist eine andere Frage.

Wieso denn überhaupt 3 Monate?

Gruß S.


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Kommentar von Familiengerd
27.08.2016, 17:50

Wenn der Arbeitgeber den zu viel beantragten Urlaub genehmigt und bei der Kündigung das Urlaubsentgelt bereits gezahlt hat, hat er in diesem Fall hier "Pech" gehabt!

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