Kündigen als Aushilfe

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7 Antworten

Grundsätzlich steht jedem AN der gesetzlich vorgeschriebene Mindesturlaub von vier Wochen zu.

Fristlos kündigen wirst Du wohl nicht können. Du solltest Deinen Urlaubsanspruch schriftlich fordern und auf den § 1 Bundesurlaubsgesetz verweisen. Da steht": Jeder AN hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub". Du kannst dann noch dazu schreiben, dass diese Urlaubsgewährung auch vom Arbeitsgericht vorab durch eine Leistungsklage für einen bestimmten Zeitraum beantragt werden kann.

Was läuft denn sonst noch schief? Wieviele MA gibt es denn? Vielleicht kündigt Dir der AG selbst, wenn er merkt dass Du Dir nicht alles gefallen lässt und Deine Rechte kennst. Das geht in Kleinbetrieben mit i.d.R. nicht mehr als 10 Vollzeitkräften (Teilzeit und Minijob werden entsprechend aufgerechnet) problemloser als in größeren Betrieben da das Kündigungsschutzgesetz nicht greift.

Warum kündigst Du nicht ordentlich? Gibt es im Arbeitsvertrag eine vertragliche Kündigungsfrist, gilt die nach § 622 BGB gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder Ende eines Monats oder ein Tarifvertrag?

Wenn Du ordentlich kündigst kannst Du in der Kündigung auch die Gewährung Deines Urlaubs fordern. Dies kann der AG nur aus wichtigen betrieblichen Gründen ablehnen. Hat er diese (was ich bezweifle), muss er Deinen Urlaub mit Ablauf der Kündigungsfrist nach § 7 Abs. 4 Bundesurlaubsgesetz abgelten

Fristlos heißt IMMER "mit wichtigem Grund". Es ist dir durchaus zuzumuten, fristgerecht zu kündigen. Sonst wirst du schadensersatzpflichtig. Das heißt im Klartext, dass du dann für die Ersatzkraft den Lohn zahlen musst.

Private Gründe kommen ja nicht aus heiterem Himmel.

Die Aussage, dass nicht alles nach dem Gesetz abläuft, ist sehr weit gefasst. Geht es um Arbeitszeiten, Urlaub und andere, das Arbeitsverhältnis betreffende Übertretungen oder um Hygiene oder um Arbeitsschutz? Du kannst mit der 2-Wochenfrist kündigen und Dir ein qualifizirtes Zeugnis ausstellen lassen, das Du später sicher gut gebrauchen kannst. Der Urlaubsanspruch ist zu gewähren.

Hexle2 27.06.2014, 05:49
 Du kannst mit der 2-Wochenfrist kündigen 

Wo nimmst Du die her? Nach zwei Jahren gilt bestimmt keine verkürzte Kündigungsfrist wie in der Probezeit möglich.

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Irgendwie wirsch.

Also du bist als Aushilfe eingestellt? Aber wie kannst du denn dan die ganze Zeit arbeiten müssen? Du hast doch dann ziemlich schnell deine Stunden vollbekommen.

Aushilfen haben eigentlich eine Kündigungsfrist von 2 Wochen. Aber eigentlich gibt es keine weiteres Probleme wenn man einfach nicht mehr hingeht. Ich meine was wollen sie einem machen? Du willst ja nichts mehr von denen nur weg.

liebe grüße

zawahira

Familiengerd 27.06.2014, 12:50
Aushilfen haben eigentlich eine Kündigungsfrist von 2 Wochen.

Noch so ein Unsinn!! Wie kommt ihr bloß da 'drauf?!?! Eine sogenannte "Aushilfe" ist Arbeitnehmer wie andere auch - mit den gleichen Rechten und Pflichten; dazu gehört auch die Beachtung der Gesetze und sonstigen Bestimmungen, z.B. zur Kündigungsfrist!!!

Darum ist diese Aussage

wenn man einfach nicht mehr hingeht

ebenfalls völliger "Humbug"!!!

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Wenn Du meinst dass nicht alles nach Gesetz läuft, und es zeigt sich schon in deine Beschreibung, kannst Du ruhig einfach nicht mehr hingehen...

Allerdings wissen wir nicht welchem Art von Vertrag Du hast....

Familiengerd 27.06.2014, 12:45
kannst Du ruhig einfach nicht mehr hingehen...

Wie kommst Du denn auf dieses "schmale Brett"; lies lieber die Antwort von Hexle2 was, dann weißt Du wenigstens, was ein Arbeitnehmer in dem Fall darf - jedenfalls nicht "ruhig einfach nicht mehr hingehen"!!!

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Dann frage doch deinen Chef/Chefin ob du zwischendurch auch mal ein paar freie Tage bekommst, sagst du ihr einige Tage/Wochen zuvor schon bescheid, das du dann und dann gerne was für dich unternehmen möchtest. Und solange du für jeden Tag bezahlt wirst, den du auch länger dort bist, ist ja alles in Ordnung, solange du das nicht zu etwas "gezwungen" wirst was du nicht willst ;-)

Bei Deiner Schilderung fehlen, irgendwie, jegliche Zusammenänge, um daraus Schlussfolgerungen ziehen zu können.

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