Kümmere ich mich als ausgelernte Tierheilpraktikerin nur um Hunde, Katzen und Pferde?

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3 Antworten

sgd.de/persoenlichkeitsbildung/tierheilpraktiker.php

DA steht

Dieser Lehrgang mit dem Fokus auf Hund, Katze und Pferd vermittelt Ihnen alles, was ein Tierheilpraktiker an medizinischem und juristischem Wissen benötigt.

das halte ich für zumindest zweifelhaft. Zumal es sich nur eben auf Hund, Katze und Pferd beschränkt.

Andererseits, was heißt schon Tierheilpraktiker/in? Theoretisch kannst du das auch nach eigenem Gutdünken machen, nicht umsonst läuft das in dem sgd- Link ja nur unter "Persoenlichkeitsbildung".

koch234 19.07.2012, 18:59

Abgesehen davon, dass THP in Deutschland keine anerkannte Berufsbezeichnung ist, solltest du zumindest nur das tun, was du auch gelernt hast.

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Hallo Alouette,

dieser Fernkurs geht bei einigen Themen speziell auf die Bedürfnisse von Hundne, Katzen und Pferden ein. Natürlich kannst Du als Tierheilpraktikerin auch andere Tiere behandeln.

Schöne Grüße

Evelyn Tarabekos vom SGD-Kundenservice

Tierheilpraktiker/in ist (in D) überhaupt keine anerkannte Ausbildung, so darf sich jeder nennen. Die verschiedenen Kurse dazu, die für meistens ziemlich viel Geld angeboten werden, sind auch nirgends standardisiert, und was dort gelehrt wird, auch nicht.

Hunde, Katzen und Pferde sind aber diejenigen Tiere, mit denen man am meisten Geld verdienen kann, die werden auch bevorzugt angeboten (sowohl von Leuten, die behandeln, wie auch bei den Leuten, die die ""Ausbildung"" dazu verkaufen) - deswegen stehen die oftmals im Vordergrund.

Dazu kommt, daß es bei diesen Tierarten keine Kontrolle über die eingesetzten Medikamente gibt, keine Bestandsregister, keinerlei vorgeschriebene Kontrollen durch das Vetamt - das gilt allerdings für Meerschweinchen und Kaninchen genau so. Um Hasen darfst Du Dich "einfach so" gar nicht kümmern, das sind Wildtiere (und deswegen geschützt), und für Nutztiere brauchst Du gesonderte Kenntnisse, weil dort eben andere Gesetze gelten.

Dusty44 19.07.2012, 18:58

Das ist Blödsinn. Für Pferde benötigt man einen Equidenpass. Dort wird eingetragen, ob sie Schlachttiere sind oder nicht. Sind sie als Schlachttier eingetragen, muss man mit Medikamenten (auch homöopathischen) sehr vorsichtig sein. Dann darf man auch nicht alles geben.

Kaninchen, die "draußen" gehalten werden, sprich Stallkaninchen, zählen eher zu Schlachttieren und dürfen deshalb auch nicht alle Medikamente erhalten. Kaninchen, die in der Wohnung gehalten werden, gelten eher als Ziertiere, die nicht geschlachtet werden, deshalb ist es da wieder etwas lockerer.

Bei der Ausbildung zum Tierheilpraktiker ist es am Wichtigsten, sich mit den Gesetzesgrundlagen zu befassen, weil man auch später immer wieder auf unwissende Menschen trifft, die man dann aufklären muss.

In jeder guten THP-Ausbildung werden verschiedene Tierarten gelehrt und behandelt, nicht nur Hund, Katze, Pferd, sondern halt eben auch Nager, Wiederkäuer, Nutztiere, manchmal sogar Koikarpfen und Reptilien.

Nur dann kann der THP auch entscheiden, auf welche Tierarten er/sie sich spezialisieren möchte. Es gibt jede Menge THP's, die sich auf Kleintiere oder Reptilien spezialisiert haben.

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koch234 19.07.2012, 19:14
@Dusty44

In jeder guten THP-Ausbildung werden verschiedene Tierarten gelehrt

das kann aber jede THP-Ausbildung halten wie ein Dachdecker, nur nicht so hoch!

btw steht da ja auch

und für Nutztiere brauchst Du gesonderte Kenntnisse, weil dort eben andere Gesetze gelten.

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pecudis 19.07.2012, 19:24
@Dusty44

Das war mißverständlich ausgedrückt, stimmt, aber Dein "Blödsinn" ist auch nicht besser.

Nochmal: gefragt war nach Kaninchen und Meerschweinchen, und da gibt es weder irgendwelche Pässe noch Meldepflichten, und auch keine Kontrollen. Sie können also in D ohne weiteres vom THP behandelt werden, und zwar völlig unabhängig davon, ob der / die THP irgendeine Ausbildung hat (in Österreich zB aber schon nicht mehr).

Zu meldende Nutztiere nach $26 ViehVerkVO sind Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Einhufer, Hühner, Enten, Gänse, Fasane, Perlhühner, Rebhühner, Tauben, Truthühner, Wachteln oder Laufvögel , nicht aber Kaninchen, und da gibt es auch kein "eher" oder "nicht eher", und erst recht ist der Status nicht von der Art der Haltung abhängig(!!) - für sowas gibt es Gesetze, mit "etwas lockerer" und "etwas weniger locker" hat das nichts zu tun.

Und ob ein Nutztier geschlachtet wird oder nicht, hat mit dieser ganzen Sache abgesehen von den Pferden erst recht nichts zu tun. Als Nutztiere gelten og Tiere auch dann, wenn sie als Hobby oder Spielzeugtiere gehalten werden, und eben dann gelten andere Spielregeln. Aber genau so eine Annahme ist typisch für THP, die nichts weiter als Pferde oder HundKatzeMaus gelernt haben: die denken dann leider gerne mal, Schlachten oder nicht hätte für alle Tierarten irgendwas mit Nutztier oder nicht zu tun - mehr gibt die Ausbildung halt nicht her ... die meisten THP können leider nicht mal eine Futterberechnung für die einzelnen Tierarten machen :(

Last not least ist geht es bei der ganzen Unterscheidung auch nicht nur darum, welche Medikamente eingesetzt werden dürfen und welche nicht, sondern für die Nutztierhaltung gelten ganz einfach andere Gesetze (Seuchenrecht, Futtermittelrecht, Haltungsbedingungen, und eben : Meldepflichten, HI-Tier, Kontrollen etc etc etc - und diese Dinge werden in einer THP-Ausbildung meist nicht gelehrt. q.e.d.

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