Kükenschreddern mit dem Tierschutzgesetz vereinbar?

Das Ergebnis basiert auf 62 Abstimmungen

Ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar 69%
Ist mit dem Tierschutzgesetz vereinbar 14%
Andere Antwort 12%
Ethische Beurteilung abseits der Rechtslage 3%

37 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ist mit dem Tierschutzgesetz vereinbar

Ganz nüchtern betrachtet, sind tierische Produkte ein Luxus sondergleichen, sogar wenn kein Tier dafür sterben muss. Ich habe ja nun auch Hühner, und wenn ich überlege, wie lange ich von einem Kilo Getreide leben kann, und wieviel Getreide ein Huhn braucht, um ein Ei zu legen, wird das klar. Ähnliche Berechnungen wurden ja schon öfter angestellt. Um dennoch die Gier der Menschen nach billigen Fleischprodukten zu befriedigen, werden Tiere unter unwürdigsten Bedingungen gehalten, Futtermittel werden ohne Rücksicht auf Verluste mit Chemie/Pestiziden behandelt, improtiert, mit Medikamenten versetzt u.s.w., Die ganze Massentierhaltung ist unethisch bis zum Gehtnichtmehr.

https://www.youtube.com/watch?v=9kkbSn3g6s0

Ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar

Hallo,

zuerst einmal finde ich so etwas in der heutigen Zeit in unserer Gesellschaft skandalös und es spiegelt (leider) unsere Einstellung bzw. die Einstellung der Gesellschaft gegenüber anderen Individuen/Lebewesen wider.

Ethisch und moralisch eindeutig nicht vertretbar.

Das Tierschutzgesetz sagt eigentich ganz klar, dass immer ein vernünftiger (und angemessener) Grund vorliegen muss für eine nicht tierschutzkonforme Handlung.

Dieser Grund liegt hier keinesfalls vor, denn wirtschaftliche Interessen von Erzeugern fallen definitiv nicht unter die Ausnahmen.

Nach meinem Rechtsempfinden kann das Bundesverwaltungsgericht eigentlich gar nicht anders entscheiden, als diese Praxis zu verbieten.

Andernfalls wäre das Tierschutzgesetz nur noch eine Farce und letztendlich Hilfsmittel der Lebensmittelindustrie, um ihre Interessen nach Gusto zu legitimieren.

LG Jürgen

Ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar

"Tierschutz" besteht aus "Tier" und "Schutz", jedes Kücken ist ein Tier, egal ob's ein paar Sekunden oder deutlich länger lebt, also ist das Schreddern von Tieren schon allein durch die Definition der Wörter nicht mit dem Tierschutz vereinbar.

Das Blöde ist nur, wenn man es verbietet, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die Unternehmen finden ein Schlupfloch, wie sie trotzdem endlos sparen können, indem sie z.B. weiter männliche Kücken schlachten, dabei aber irgendwelche laschen Auflagen erfüllen. Oder sie sparen irgendwie anders, was dann 10 Jahre niemand merkt, 10 weitere Jahre alle doof finden und noch ein paar Jahre später gibt's die X-te Abstimmung, ob das verboten werden soll oder nicht.
  • Das Fleisch wird deutlich teurer und plötzlich vergessen alle das Kückenschreddern, weil ein paar Euro wohl zu viel für ein Kilo Fleisch sind.

Um meinen Zynismus etwas direkter zu formulieren:

Hochwertige und ethisch konforme Fleischproduktion (allein das Wort ist schon krank) lässt sich einfach nicht mit niedrigen Preisen vereinbaren. Entweder wir passen unsere ethischen oder qualitativen Ansichten an, oder wir reduzieren drastisch unseren Fleischkonsum.

Was möchtest Du wissen?