Kritische Frage zum Kapitalismus als Präsentationsthema

8 Antworten

Wie nötig ist Wachstum? Was sind die Folgen von Wachstum? Ist Arbeitslosigkeit nicht eigentlich etwas Positives? Wie viel Macht hat das Geld verdient? Was sollte man mit Geld alles tun können?/Was nicht?

Vielleicht kannst sagt dir eine Frage zu :) Du könntest auch etwas zur sog. Alternativlosigkeit machen zB Wer hat versucht ein anderes System zu etablieren/Wer versucht momentan ein neues System aufzustellen? (Wissensmanufaktur/Franz Hörmann).

Noch ein kleiner Ratschlag wenn ich darf: Versuche möglichst bei einfachen Fakten zu bleiben und achte darauf, dass dir die Leute gut folgen können. Bringe möglichst Alltägliche Beispiele, die jeder nachvollziehen kann. Versuche möglichst ohne komplizierte Fremdwörter auszukommen, vieles ist in ganz einfachem Deutsch erklärbar. 

Bei dem Thema ist das nicht sehr einfach, ich kenne deine Kameraden nicht aber viele beschäftigen sich überhaupt nicht mit solchen Themen. Wahrscheinlich hast du einen ziemlichen Wissensvorsprung gegenüber vielen, Dinge die für dich logisch sind, sind für andere völlig neu und vielleicht schockierend. Vielleicht hilft es dir wenn du dich erinnerst wie du reagiert hast als du die Dinge zum ersten mal gehört hast. Oder du besprichst den Vortrag vorher mit jemandem der noch nicht soviel weiss wie du.

Ein sehr intressantes und wichtiges Thema, viel Erfolg bei deinem Vortrag.

In der Tat - da bist du einem grundlegenden Problem auf der Spur!

Der Kapitalismus ist wachstumsabhängig. Also ständig mehr Investitionen und Konsum. Das erkannte bereits Henry Ford, als er die Fließbandfertigung bei Autos einführte. Es funktioniert aber nur in einer Aufbauphase nach einem Vernichtungskrieg. 

Doch der Markt ist begrenzt - egal ob innerhalb eines Staates, einer Staatengemeinschaft(EU), einer Freihandelszone oder global. Beispiel: würde Griechenland(und andere) dem deutschen "Vorbild" nacheifern und zum Exportmeister aufsteigen, könnten WIR unseren Mist nicht mehr loswerden. Die "Schuld" liegt also darin, dass Deutschland mit seiner Wirtschaftsmacht die anderen Länder "verdrängt". Sobald wir jedoch die "Verlierer" aufpäppeln, werden wir selbst zum Verlierer. "Wachstum" ist am Ende also nur noch möglich, indem man die Natur und den Menschen ausquetscht(Armut, soziale Ungerechtigkeit, Hartz4, Lohndumping, Fracking...).

Es lässt sich auch auf andere Ebenen übertragen - z.B. Einkaufszentrum auf der grünen Wiese > Innenstadt verödet, ein Autokonzern macht Gewinn > andere haben einen Auftragseinbruch...

Wirtschaftswachstum ist in Wahrheit ein ruinöser Verdrängungskampf auf Kosten von Mensch und Natur - trotzdem hält sich die Illusion vom grenzenlosen Wachstum.

Naja, das klassische: "Ist der Kapitalismus zukunftsfähig?" Ist aber auch abhängig davon wie lange der Vortrag geht, weil das auch ein ziemlich umfassendes Thema ist.

Die Illusion vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum, welcher in Wahrheit ein brutaler Verdrängungskampf ist, kann relativ schnell erklärt werden ;-) 

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