Kritik an der afd bzw probleme der partei?

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7 Antworten

Wo soll man da nur anfangen...?

Die AfD ist antifreiheitlich und will z.B. in die Religions- und Weltanschauunngsfreiheit eingreifen, das Abtreibungsrecht aushöhlen und damit das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihren eigenen Körper.

In Teilen ihrer Führungsspitze, ihrer Mitgliedschaft und ihrer Wählerschaft ist sie offen rassistisch und ausländerfeindlich.

Sie leugnet einfach den Klimawandel und hält daher auch Maßnahmen zum Klimaschutz für überflüssig.

Sie schürt Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit.

Sie legt sich auf keine konkreten und berechenbaren Forderungen fest, sondern nur auf abstrakte, die die Phantasie beliebiger Klientel beflügeln sollen.

So könnte man noch lange weitermachen...

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DultusFake 25.05.2016, 11:49

Falsch. Die AFD steht für Veränderungen. Ganz ehrlich, sie hat so gute Sachen im Programm das man sie nur wählen kann. 

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atzef 25.05.2016, 11:52
@DultusFake

Veränderungen sind kein Selbstzweck. Wir haben die besten Lebensverhältnisse, unter denen Deutsche jemals in der Menschengeschichte gelebt haben, auch ganz locker ganz ohne AfD hinbekommen. -)

Meiner Meinung nach enthält ihr Priogramm rein gar nichts, was eine bessere Alternative zu irgendetwas darstellen würde. Da müsstest du mal konkreter werden...

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Apfelkind86 25.05.2016, 11:53
@DultusFake

Die AFD steht für Veränderungen.

Die Veränderungen hat atzef ja auch dargelegt. Sie sind nur nicht sonderlich erstrebenswert.

Ganz ehrlich, sie hat so gute Sachen im Programm das man sie nur wählen kann. 

Ganz ehrlich, sie hat so schäbige und schlimme Sachen im Programm, dass sie auf lange Zeit unwählbar bleibt!

Sag mir mal eine einzige positive Sache im Wahlprogramm, abgesehen von direkter Demokratie?

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atzef 25.05.2016, 11:57
@Apfelkind86

Direkte Demokratie wiederum ist nicht automatisch etwas positives. Die "Erfinder" derselben, die attischen Stadtstaaten waren gleichzeitig Sklavenhaltergesellschaften...:-) Das sollte eigentlich die ungebremste Euphorie für direkte Demokratie etwas besinnlicher werden lassen...:-)

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Marcel89GE 25.05.2016, 13:12
@Apfelkind86

Direkte Demokratie als Schutzmechanismus ? Gut

Direkte Demokratie als Gesetzgebungsmechanismus ? Schlecht.

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atzef 25.05.2016, 13:26
@Marcel89GE

Beim Gesetzgebungsmechanismus trennt uns kein Blatt! :-)

Die Schutzfunktion müsstest du bitte erläutern, da stehe ich auf dem Schlauch...

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Marcel89GE 27.05.2016, 16:37
@atzef

Damit meine ich die Möglichkeit des Volkes, gegen Entscheidungen der Volksvertreter durch eine Abstimmung vor zu gehen. Aktuell besteht m.E.n nur die Möglichkeit vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen (als letzte Instanz). Dann entscheidet die Verfassungsmäßigkeit über die Gültigkeit des Gesetzes.

Es können aber auch verfassungskonforme Gesetze gegen den Willen des Volkes in Kraft treten.

Also: Direkte Demokratie als Schutzfunktion der Bürger gegenüber den Parlamenten.

Bsp: Abschaffung des Bargelds.

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atzef 28.05.2016, 09:46
@Marcel89GE

Das halte ich für nicht nötig. Mir reicht, wenn das BVerfG verfassungswidrige Gesetze kassieren kann.

Die Wähler wiederum haben alle 4 Jahre die Möglichkeit Parteien zu wählen, die ihre Interessen vertreten.

Dein Bsp. ist arg konstruiert: ein Gesetz, das gegen "den Volkswillen" verstößt. Der existiert aber "einheitlich" nur in der Phantasie derjenigen, die ihn anrufen und beschwören, weil ihnen der Wähler eben keine Mehrheit bei Parlamentswahlen beschert.

Ferner wäre das nur eine destruktive Korrekturmöglichkeit, keine konstruktive.

Dein Beispiel der "Abschaffung" des Bargeldes ist keine Realität.

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in welchen punkten wird die afd denn kritisiert? 

Es wäre einfacher und kürzer, aufzählen zu können, in welchen Punkten die AfD NICHT kritikwürdig ist.

Aber lasse es mich in aller Kürze mal - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - so aufzählen:

  • Die AfD ist eine "ultra-neoliberale Partei"

Dabei ist sie so ultra-neoliberal, wie du es dir noch gar nicht vorstellen kannst, weil es KEINE vergleichbar neoliberale Partei in Deutschland gibt. Selbst die FDP, und die ist nun wahrlich nicht als "arbeitnehmer-freundlich" verschrien, wirkt dagegen stellenweise wie eine sozialdemokratische Partei.

Im Wesentlichen will sie Reiche noch schneller noch reicher machen und dazu die Arbeitnehmer-Rechte massiv beschneiden. 

Dazu hat sie sich insbesondere auf Arbeitslose, Niedriglöhner und Menschen mit einfachen Ausbildungsberufen und hoher Austauschbarkeit eingeschossen, die sie "noch mehr als bisher aktivieren" will; was im Politik-Sprech vor allem bedeutet "Mehr fordern, weniger fördern & finanzieren".

  • Die AfD ist "kopflos"

Ursprünglich wurde sie von neoliberalen Wirtschaftsexperten gegründet. Dementsprechend wurde auch das Partei-Programm neoliberal ausgerichtet. 

Mit dem Wechsel an der Spitze im Jahr 2015 orientierte sich die Partei von "Wirtschafts-Expertise" auf "völkisch" um. Das Parteiprogramm ist damit "führerlos", denn in der aktuellen AfD-Spitze gibt es NIEMANDEN mehr, der es verstehen würde. 

Ich bezweifle sogar vehement, dass die Parteispitze dieses Programm überhaupt noch will, weil es dem "völkischen Charakter" der aktuellen AfD völlig widerspricht. Doch da man keine Experten mehr hat, um das Programm völkisch anzupassen, beließ man es weitgehend beim alten Programm.

  • Die AfD ist eine "Ein-Themen-Partei"

Da die AfD im Wesentlichen das Thema "Migranten" abreitet, ist ihre praktische Programmatik auf anderen Gebieten entsprechend dünn. Damit wird sie mit den Piraten vergleichbar; nur dass die Piraten sich auf dem Neuland basisdemokratischer Pfade versuchten; während die AfD vor allem eine "Macht-Partei" ist.

  • Die AfD mutiert zunehmend zur "Pfründe-Partei"

Es geht den Partei-Eliten zunehmend darum, auf der Welle des Wahlerfolgs möglichst gute "Listen-Plätze" für die jeweiligen Wahlen zu ergattern. Dabei werden - wie just in diesem Augenblick in Mecklenburg-Vorpommern - auch schon mal schwere Geschütze gegen die eigenen Parteigenossen aufgefahren, um sie so von den lukrativen Listenplätzen für die kommende Landtags-Wahl zu verdrängen.

  • Die AfD ist "Gründer- & Kleinunternehmer- und damit Mittelstands-feindlich"

(Das in zwei Sätzen zu erklären, kriege ich beim besten Willen nicht hin.) Der Hintergrund ist hier die ursprüngliche Ausrichtung der Partei als "Ersatz für die schwache FDP". Dabei bedient sie sich die Realität vertuschender (oder unwissender?) Vorhaben, die paradoxerweise auf den ersten Blick gut klingen: "Gleiche Regeln für alle - ob groß, ob klein, in jeder Branche" (s. 10.6 des Leitantrags)

Nur ein einfaches und leicht verständliches Beispiel: Wer selbständig ist und nur auf ein kleines oder sehr junges Unternehmen blicken kann, der weiß, wie schwer es ist, sich gegen Konzerne mit ihren Heeren von hochbezahlten Anwälten durchsetzen zu können; ganz egal, wie sehr das Recht auf der Seite des "Kleinen" steht. "Gleiche Regeln" und zugleich eine "Senkung des Einflusses des Staates", etwa bei Subventionen, ist also eine direkte Bevorteilung von großen Konzernen und reichen Unternehmen. 

(Wenn ich das Thema weiter ausführen soll, damit es besser verständlich wird, sage es.)

  • Die AfD ist populistisch.

Wer sich den Punkt 11.2 des Leitantrags angesehen hat, wird sich zunächst die Hände reiben: "Obergrenze für Steuern und Abgaben im Grundgesetz" wird da gefordert. 

Doch wer nachdenkt, der stellt schnell fest: Das bedeutet auch: "Obergrenze für Ausgaben", etwa bei Polizei, Krankenschwestern, Kindergärten, im Straßenbau, Schwimmbädern, ... und ... und ... und ...

Gleichzeitig will sie die Vermögenssteuer und die Erbschaftssteuer endgültig abschaffen. Auch das ist eine Maßnahme, die nur den Reichen dient; denn von einer derartigen Steuer kann man "Omas Sparstrumpf" oder "Opas Haus" ohne weiteres ausschließen.

Eine solche "Obergrenze" nutzt also nur jenen, die schon reich genug sind. Und sie schadet all jenen, die - mehr oder weniger - auf die Unterstützung der Gemeinschaft (und sei es nur, weil sie keinen eigenen Pool haben und deshalb in die öffentliche Schwimmhalle gehen müssen) angewiesen sind.

Die Obergrenze ist also nichts weiter als populistisches Geschwätz, das auf den ersten Blick gut aussieht; auf den zweiten Blick aber ausgerechnet jenen schadet, die am lautesten darüber jubeln.

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Ich könnte noch eine ganze Weile weitere Punkte aufzählen und beispielsweise das Programm der AfD näher unter die Lupe nehmen; doch ich denke, es ist klar geworden, was die Kernprobleme dieser Partei - zumindest aus der Sicht der "Normalsterblichen in Deutschland" sind, nicht wahr?!

Apropos "Programm": Hier findest du den Leitantrag der Partei, wie er Ende April weitgehend beschlossen wurde: https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/03/Leitantrag-Grundsatzprogramm-AfD.pdf

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Es ist richtig, das einiges stimmt was über die AfD geschrieben wird und die Kritik ist auch berechtigt. Doch wenn man den Kern der Sache betrachtet und sich im hohen Maße über das politische geschehen informiert, dann ist (jedenfalls für mich) das Kreuzchen bei der AfD unverzichtbar geworden.

Man muss über den Tellerrand hinausschauen und loslegen zu hinterfragen... und diese Zeilen schreibe ich als ehemaliger CDU-Wähler.

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Mal abgesehen davon, dass der Grossteil ihrer Forderungen völlig dämlich ist, bietet sie schlichtweg für kein Problem eine Lösung.

PS: Zudem sorgt sie dafür, dass mir überall Bilder von B. v. S. begegnen. Das grenzt an Folter.

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Ich finde die AfD sollte die Flüchtlinge nicht nur negativ sehen. Vielleicht haben wir ja Glück und die Flüchtlinge nehmen uns wirklich unsere Frauen weg. 

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Caesar3 26.05.2016, 13:49

der war gut, der war sogar sensationell. endlich unsere frauen, die grünen-stammwählerschaft, weg :)

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Maarduck 26.05.2016, 13:58
@Caesar3

Danke, dann hat es wenigstens einer kapiert ;-)

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Einzelfragen sind mir egal. Eine Demokratie muss verschiedene Meinungen aushalten.

Das einzige Problem was ich sehe, ist die salonfähigkeit rechter Gedanken. Also eine andauernde Unterwanderung von Rechts unter falscher Flagge. Eine Mobilisierung der Dummen und Armen mit der Feindbildgenese auf Ausländer und/oder Muslime.

Eine AfD wie unter Lucke hätte ich durchaus befürwortet. Als Demokrat, nicht als Wähler.

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DultusFake 25.05.2016, 11:49

Deswegen ALFA wählen :) Lucke ist einer der besten Politiker im Lande. 

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Barca05 25.05.2016, 16:24
@Marcel89GE

"ALFA" ist wirkich eine gute partei, außerdem erscheint mir bernd lucke ziemlich symphatisch :)

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Hm...stimmt , da gibt's ja außer der Auflistung aller erdenklichen Probleme , gar kein Programm ? *grübel *

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