Kritik am Modell des Wirtschaftskreislaufs?

1 Antwort

Die erste Frage ist eine inhaltliche Frage, bei der es darum geht, einen Bereich darzustellen, der mit dem Modell des Wirtschaftskreislaufes nicht erklärt werden oder erfasst werden kann. Da das Modell in seiner Einfachheit kaum zu unterbieten ist, fällt mir ziemliech viel ein, was man damit nicht beschreiben kann (ich glaube nicht, dass mit dem Modell erklärt werden kann), z.B. die Geldpolitik der EZB, quantitative easing, die es Banken ermöglicht, Geld zu leihen und zu horten.

Die zweite Frage ist eine formale Frage, die sich auf die Basis des Modells bezieht, also die Annahmen, die man machen muss, um ein solches Modell aufzustellen. Eine solche Prämisse wäre, generell von einem geschlossenen Kreislauf auszugehen, was bedeutet, dass in das Modell nicht hineinkommen kann und insofern voraussetzt, dass nicht nur vollständig zwischen den benannten Agenten getauscht wird, sondern auch keine Transaktionskosten (Inflation, Ausschuss usw.) entstehen. Letzteres könnte man dann vielleicht nutzen, um die obige Frage weitergehend zu beantworten: Wachstum kann man mit dem Kreislaufmodell nämlich nicht erklären, ebenso wenig wie technologische Sprünge oder Wechselkursschwankungen.

Spiel' doch einmal durch, was passiert, wenn private Haushalte einen Steuerboykott ausführen. Das ist lustig, weil dann nur der Staat aus dem Modell fällt und es dennoch funktioniert. Dein Lehrer wird das Beispiel lieben ,..

:))

Vielen vielen Dank

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