Krisenpolitik der SPD um 1930?

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3 Antworten

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England und Frankreich hatten Kriegsschulden bei den USA und forderten von Deutschland Reparation um ihre Schulden begleichen zu können. Deutschland musste sich 800 Millionen Goldmark (1 Goldmark = 4 Reichsmark) von den USA leihen, um die Reparation bezahlen zu können. Die USA investierte die Kriegsschulden, die er bekommen hatte in die Modernisierung und Ausbauung der Produktionen von Autos und Haushaltgeräte. Man spricht auch von einer Überinvestition in die Industrie. Die verfehlte Wirtschaftspolitik beschreibt Timothy Geithner hier sehr schön:
„Entscheidende Teile unseres Finanzsystems sind beschädigt.“ (Timothy Geithner)

Lange haltbare Produkte wie Autos oder Haushaltsgeräte wurden anfangs noch genug verkauft. Währenddessen wollen viele Anleger an dem Aufschwung in den USA beteiligt sein und kaufen Aktien die sie mit Krediten von den Banken bezahlten. Es war sehr ein Dies führte zu einem Anstieg der Aktien welches dazu führte, dass noch mehr Anleger Aktien kauften, um an den steigenden Aktien zu profitieren.
Schon nach kurzer Zeit aber nahmen aber Europäische Länder wieder die Produktion auf und waren nicht mehr auf die teueren Exporte der USA angewiesen. Die USA konnte nicht mehr genug Exportieren und die Nachfrage der eigenen Bevölkerung war auch gesättigt. Es entstand eine große Überproduktion in den USA. Wegen der Überproduktion wurden viele Angestellte entlassen, da ihre Arbeit nicht mehr benötigt wurde. Die Preise der Produkte sanken sehr schnell, da es mehr Angebot als Nachfrage gab. Die Industrie machte nicht mehr genug Profit und sie bekamen Schwierigkeiten beim bezahlen der Kredite, die sie für den Ausbau der Firma aufgenommen hatten. Dies führte zu Massenentlassungen von Angestellten bis hin zur Schließung der Firma. 

Dies führte dazu, dass die Aktienkurse zu sinken begannen. Die ersten Anleger verkauften ihre Aktien wieder, welches dazu führte, dass die Aktien weiter sanken. 
Nun verkauften die Anleger panisch ihre Aktien. Am 24. Oktober 1929, dem so genannten „Schwarzen Donnerstag“ wurden die meisten Verkäufe getätigt. 
Das Verhalten der Anleger beschreibt dieses Zitat sehr schön:
„Anleger fürchten einen Domino-Effekt, einen Finanzmarkt-Tsunami. „(Matthias Jasper)
Da Amerika jetzt Geldprobleme hatte, zogen sie die Kredite aus Europa zurück, forderte aber weiterhin die Zahlung der Schulden. Dadurch riss die USA Europa mit in die Krise. Dies hatte besonders schwere Folgen für Deutschland, da es noch sehr von den Krediten abhängig war. Es wurden in Deutschland zahllose Arbeiter entlassen. 

„Was jetzt zählt ist nicht mehr Freddie, Fannie oder Lehman: Die Frage ist – wen trifft es als nächstes?“ (Padhraic Garvey.)
Genau so wie Padhraic Garvey dachten auch die europäischen Länder und sie erhoben Schutzzölle um ihren Markt vor der Krise zu schützen, wollen aber selber genügend Exportieren. Da aber fast alle Nationen so handelten, kam der internationale Handel fast zum stillstand. Das Überangebot von Waren wurde immer stärker, da sehr wenig Exportiert werden konnte. Die Firmen mussten mehr Arbeiter entlassen und die Zahl der Arbeitslosen wurde immer höher. Mehr Arbeitslose bedeutet aber auch, dass die Arbeitslosen weniger kaufen können, da sie weniger Geld haben. Dies führt aber dazu, dass die Industrie noch weniger verkaufen kann und sie müssen noch mehr Arbeiter entlassen. 1929 gab es 1,4 Mio. Arbeitslose in Deutschland. 1930 waren es schon 5 Mio. Durch Heinrich Brünings Sparmaßnahmen wurde die Konsumkraft weiter eingeschränkt, welches dazu führte, dass noch mehr Angestellte entlassen wurden. 1932 war dann der Höhepunkt erreicht und es gab in Deutschland 6,14 Mio. Arbeitslose und nur ca. 12 Mio. Arbeiter. 


Krisenpolitik Deutschland

30. März 1930 wurde Heinrich Brüning als Reichskanzler gewählt. Er wollte die Krise mit einer Deflation bezwingen, die Amerikaner dagegen wollten die Krise durch eine Inflation überstehen. 
Heinrich Brüning bewirkte mit seinem Sparprogramm eine Deflation. Er wollte eine Inflation verhindern. Somit war weniger Geld im Umlauf. Durch dieses Sparprogramm wurden die öffentlichen Gehälter um 25% gekürzt, einige Steuern wurden erhöht und die Stattliche Unterstützung für Arbeitslose wurde um ca. 1/3 gekürzt, welches dazu führte, dass nicht alle Arbeitslose Hilfe vom Staat bekamen. Es herrschte elend unter der Bevölkerung. Mit dieser Deflation wollte er den Exporthandel wieder ankurbeln, jedoch schlug sein Plan fehl, da die anderen Länder die Zölle höher ansetzten. 
Wegen der Krise verkündete Brüning, dass Deutschland nicht mehr in der Lage ist die Reparationen zu zahlen. Dadurch konnten England und Frankreich ihre Kriegsschulden an die USA auch nicht zahlen. Daraufhin wurden die Schulden auf 3 Mrd. Reichsmark reduziert.
Einige Historiker sind der Meinung, dass Brüning mit diesem Sparprogramm die Krise verschärfte, um die Amerikaner davon zu überzeugen, dass die Reparationsforderungen viel zu hoch angesetzt worden war und dass sie es in dieser Situation nicht bezahlen konnten. Er ist am 30. Mai 1932 vom Kanzleramt entlassen wurden. Später sagte er, dass er „100 Meter vor dem Ziel“ sei, nämlich der Revision des Versailler Vertrags und der Erlass der Reparationsschulden. 


Auswirkungen

Es gab viele verschiedene Auswirkungen der Krise auf die Europäischen Länder. Diese Auswirkungen kann man in drei Abschnitte teilen. Das sind die politischen Folgen, die sozialen Folgen und die wirtschaftlichen Folgen.
Unter den politischen Folgen kann man nennen, dass die große Koalition, die aus den Parteien SPD, Zentrum, DDP und DVP bestand, zusammengebrochen ist, da die Parteien zu keiner Einigung bei der Überwindung der Krise gekommen sind. 
Andere Nationen haben das Vertrauen auf die Zahlungsfähigkeit der deutschen Banken verloren. Dies führt dazu, dass Banken der anderen Nationen den deutschen Banken kein Geld mehr leihen. Einer der wichtigsten Folgen der Krise ist, dass die Nationalsozialisten, die NSDAP, während der Amtszeiten von Brüning einen Zuwachs von 2,6% auf 18,3% hatte. Die NSDAP hat der Bevölkerung versprochen aus der Krise zu kommen, ohne die Bevölkerung, wie schon unter Brüning, zu belasten. Außerdem sind die Reparationskosten auf 3 Mrd. Reichsmark gesenkt wurden, die aber nie bezahlt wurden.
Einer der sozialen Folgen ist, dass die Zahl der Arbeitslosen drastisch gestiegen ist. Sogar bis auf einem Maximum von ca.6 Mio. Arbeitslose, welches ca. 12% der Bevölkerung beträgt.
Außerdem sind durch die Sparmaßnahmen von Brüning die öffentlichen Gehälter um 25% gesunken und die Renten- und Sozialleistungen sind sehr gekürzt wurden.
Die Wirtschaftliche Folgen sind, dass der Konsum von Waren am Höhepunkt der Krise im vergleich zu 1928 um ca. 50% gesunken ist. Außerdem haben viele Bürger aus dem mittleren und niedrigen Schichten ihre Betriebe, ihre Arbeitsstellen und ihr Erspartes verloren.
Nachdem die USA die Kredite zurückgezogen hatte, kam es zu einer Bankenkrise da sie nur sehr wenig Eigenkapital hatten und fast nur auf die Ausländischen Kredite aufgebaut haben. Außerdem mussten Geldreserven des Staates aufgebraucht werden um Sozialleistungen und Löhne zahlen zu können.
Noch ein Zitat über die Folgen der Krise von einem Historiker:
"In Deutschland war die Krise ähnlich wie in Amerika, sehr scharf, sehr schnell ging es eben in kurzer Zeit mit der Produktion herunter. Das Volkseinkommen ist zwischen 1929 und 32, also in drei Jahren um ein Viertel eingebrochen, also ein ungeheuer dramatischer Abschwung von ganz großem Umfang." (Albrecht Ritschl, Historiker)

KaterKarlo2016

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Mastrodonato 24.05.2016, 18:06

Hm ,dieser Antwort würde ich misstrauen, vor allem die Reparationen spielten makroökonomisch eine sehr geringe Rolle. Ohnehin befasst sich die Antwort wenig um die Positionen der SPD, ist eine allgemeine Beschreibung der Krise.

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SPD wurde in den kommenden Jahren verboten

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