Kriminalkommissar mit einer chronischen Krankheit

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4 Antworten

Bei Krankheiten oder körperliche "Unpässlichkeiten" kommt es ausnahmslos darauf an, in wie weit diese deine Diensttauglichkeit beeinflussen. Um das zu beurteilen, gibt es einen Amts- bzw. Polizeiarzt, der die Anforderungen des Dienstes kennt und feststellt, ob du dafür geeignet bist. Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und oftmals auch von Amtsarzt zu Amtsarzt. Probieren würde ich es auf jeden Fall. Bei dieser Untersuchung erhofft man sich mittels eines umfangreichen Fragenkataloges Aufschluss über deine körperliche Verfassung. Da ist auch nach "chronischen Erkrankungen" gefragt. Was dir zu dem Zeitpunkt bekannt ist, müsstest du auch angeben. Machst du das nicht, könnte man dir das zum Vorwurf machen, sollte eine erhebliche Erkrankung nicht angegeben, aber bei der nachfolgenden Untersuchung erkannt werden. Auch ist anzugeben, wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst.

Du schreibst, dass die Krankheit "viermal ausgebrochen ist", aber nicht, wie sich dies körperlich auswirkt.

Danke dir :)

Naja wie gesagt beeinflusst mich die Krankheit im Alltag nicht, ich muss lediglich 1x pro Woche eine Tablette schlucken...

Bei den bisher 4 akuten Fällen ist es jedes mal so abgelaufen, das mein rechtes Knie dick wurde, da sich eine Flüssigkeit dort gesammelt hat. Man geht davon aus das es sich dabei um eine Überreaktion des Immunsystems handelt. Dadurch bin ich aber auch weniger Anfällig für gewöhnliche Krankheiten wie Grippe etc. Die Flüssigkeit wurde im Laufe eines zwei-Wöchigen Aufenthaltes in einer spezialisierten Klinik "punktiert". Von Nöten wären eigentlich nur 5 Tage (2 vor der OP, 2 nach der OP). Als ich den letzten Ausbruch meiner Krankheit hatte, bin ich sogar mehrere Wochen mit einem sehr dicken Knie und einer Baker-Zyste im Unterschenkel umher gerannt "ohne dies wirklich zu bemerken."

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@JUstLEtITROck

o. k., das klingt zunächst mal nicht so dramatisch. Ich bin kein medizinischer Fachmann. Bei mir wurde schon mal das Knie punktiert, weil um das Gelenk eine Schwellung entstanden war. Der Orthopäde meinte damals, das könne man nicht unbegrenzt machen. Entscheidend bei der Sache ist, in wie weit diese Symptome Einfluss auf den täglichen Einsatz im Polizeidienst haben könnten. Der oberste Dienstherr möchte nicht einen Bewerber in den Beamtenstatus berufen, der die Hälfte seiner Dienstzeit im Krankenstand verweilt, womit ich nicht sagen möchte, dass du so ein Kandidat wärst. Nur ist der Amtsarzt kein Hellseher und kann bei besten Fachkenntnissen keine Prognose darüber abgeben, wie sich deine "Krankheit" entwickelt. Früher wurde so gut wie jeder in den Polizeidienst übernommen, weil es keinen Nachwuchs gab. Heute stehen mehr Bewerber bereit, als Stellen zu besetzen sind. Da bietet es sich an, nur die (vermeintlich) Besten auszusieben. Ich leide seit Geburt an einer Spondylolisthesis, zu deutsch Wirbelgleiten. Der Doc, der die ärztliche Untersuchung beim Einstellungstest leitete, interessierte sich in keinster Weise dafür, obwohl der Hausarzt damals warnte, das könnte Probleme geben.

Wirst du eingestellt, bist du sowieso erst mal Beamter auf Widerruf, dann auf Probe und irgendwann auf Lebenszeit. Zu meiner Zeit war das mit Erreichen des 27sten Lebensjahres. Ich ging mit 17 dazu. Eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Wenn du umgehen willst, dass man dir eine Art arglistige Täuschung vorwirft, solltest du diese Sache verschweigen, lege die Karten offen auf den Tisch (nur meine Einstellung - letztendlich deine Entscheidung). Ein Polizeibeamter muss gesund sein, um den Belastungen des Dienstes gewachsen zu sein. Ab und an ein geschwollenes Knie tut dem keinen Abbruch, aber wie sieht das vielleicht in 15 oder 20 Jahren aus? Das weiß niemand. Sicher möchtest du mit 35 nicht dienstunfähig werden, wenn sich die Beschwerden verstärken. Bleibt die Frage, ob ein Dienstherr dieses Risiko eingehen möchte. Ehrlich gesagt glaube ich das nicht.

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@WilhelmKarl

Danke für deine sehr Ausführliche Antwort ;-)

Ich werde sehen wie sich alles um mich herum entwickelt und wenn der Wunsch weiterhin besteht, werde ich mein "Glück" versuchen, natürlich auf die ehrliche Art und Weise! Anders würde es auch keinen Sinn machen :)

Danke nochmal, sehr informativ :)

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Ich glaube, du siehst das ganz richtig mit der Antwort, die du eigentlich schon weißt. Hab bei meiner Suche das hier

http://www.gesundheitsfrage.net/frage/wie-streng-ist-der-gesundheitstest-fuer-werdende-beamte

gefunden, da wird auch der Grund dafür noch einmal näher betrachtet.

Aber wenn du ein guter Schüler bist, wirst du deinen Weg sicher auch als Angestellter gut bestreiten. Du weißt ja um dein "Handicap" und kannst entsprechend Vorsorge betreiben.

Der Arzt wird ein Gutachten erstellen und dich durchchecken ... Das is genau so wie mit der Sehschwäche, da gibt es auch Ausnahmen..

Vielleicht solltest du es einfach drauf ankommen lassen - was der Arzt nicht weiß ..... jeder ist seines Glückes Schmied!!! - bei mir hat es auch geklappt ;-)

HAb ich auch schon dran gedacht, danke :) Ich habe ja eh noch etwas Zeit ;)

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