Kriminalität in Venezuela - Was steckt dahinter?

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4 Antworten

  • Das vergangene Jahr hat Venezuela wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich stark geschädigt. Präsident Nicolàs Maduro hat demokratische Mechanismen ausgesetzt, es mangelt an Nahrung und medizinischer Versorgung für die Zivilbevölkerung. Die Kriminalität im Land ist eskaliert, der Staat hat in vielen Bereichen die Kontrolle an kriminelle Banden verloren, doch nicht ohne eigenes Zutun. Staatliche Initiativen und andere Umstände haben den Anstieg befördert.
  • Venezuela wird mittlerweile als eines der gefährlichsten Länder der Welt eingestuft. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden erst im Dezember 2018 statt, die weitere Entwicklung Venezuelas bis dahin ist ungewiss.  Venezuela wird als Failing State beschrieben, als scheiternder Staat.

http://www.drogenmachtweltschmerz.de/2017/01/venezuela-bald-ein-failed-state/

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Venezuela geht seit Chavez (ca. 2000) zugrunde. Sozialismus eben. Sein Nachfolger Maduro ist noch schlimmer und er verfolgt die eigene Bevölkerung. Venezuela könnte eines der reichsten Länder der Welt sein, hat enorme Erdölvorkommen. Aber politisch ist man eben extrem links, wobei die Planwirtschaft dann dafür sorgt, dass letztlich alles zusammengebrochen ist.

Das Problem ist nicht mal das Geld. Es gibt schlichtweg nichts zu essen, die Supermarktregale sind leer, kein Klopapier, keine Damenbinden, keine Milch. Jegliche Oposition wird unterdrückt, es wurde der Notstand ausgerufen, Maduro schickt das Militär aufs Volk.

Was die Gewalt gegen Männer betrifft ist es so, dass Männer weltweit am weitaus meisten unter Gewalt leiden und Opfer sind. Allerdings ist Deutschland so gegendert, dass das Tabu ist. So hat hierzulande zwar jeder Mitleid mit der armen Frau, die gerade in arabischen Ländern ausgepeitscht wird, weil sie untreu war, dass der Liebhaber gleichzeitig gerade gesteinigt wird, ist dagegen keine Zeile wert.

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Kommentar von Franz577
18.01.2017, 07:23

Ok, aber zum besseren Verständnis:

Was hat ein Regierungschef davon, wenn er das eigene Volk bekämpft?

Und wenn schon angeblich "wahllos" die Leute aus den Dörfern und Städten herausgeholt und ermordet werden, warum sind davon dann nur Männer betroffen?

Ich denke mal, insgesamt hält sich das mit den Geschlechtern bei den Gewaltopfern weltweit schon in etwa die Waage, nur wird eben wie du sagst leider immer noch etwas zu einseitig berichtet.

Allein wenn ich schon höre oder lese "Es gab xxx Todesopfer, darunter auch Frauen und Kinder."

Als ob es weniger schlimm wäre, wenn nur Männer getötet worden wären.

Aber da findet inzwischen schon ein gewisses Umdenken dahingehend statt, daß eine solche Berichterstattung diskriminierend ist, denn man hört es im Vergleich zu früher immer seltener.

Vielmehr wird bei Kriegsopfern immer häufiger von Zivilisten gesprochen, ohne dabei Frauen oder Kinder besonders hervorzuheben, denn hier darf es schlichtweg keine Wertung oder Abstufung geben.

Wenn nur Kinder als besonders wehrlose Opfer hervorgehoben werden, hätte ich noch nicht mal was dagegen, aber nicht auch noch Frauen.

Denn ein unbewaffneter Mann ist gegen bewaffnete Soldaten genauso wehrlos wie eine Frau und damit als ziviles Todesopfer nicht weniger beklagenswert.

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Habe die Sendung auch gesehen, mehrere Leute dieser OLP (=Polizei) wurden ja später angeklagt, ich tippe auf korrupte Polizisten. Das gibt es in vielen lateinamerikanischen Ländern, bei dem Massenmord an den Studenten in Mexiko waren wohl auch Polizeikräfte involviert; habe mal gehört, dass man sich in Lateinamerika mehr vor der Polizei als Kriminellen in Acht nehmen soll.

Ansonsten werden Verbrechen natürlich überwiegend von Männern begangen und die Hemmschwelle Frauen zu töten dürfte auch dort größer sein, als Männer zu töten.

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Kommentar von Franz577
16.01.2017, 10:25

Ok, soweit verstehe ich das und wenn es sich bei den "Verhafteten" wirklich um Verbrecher handeln sollte, dann würde ich so ein Durchgreifen ja gar nicht mal schlecht finden (abgesehen natürlich vom Töten ohne jeglichen Prozess).

Aber der Knackpunkt an der Sache ist ja, daß es sich bei diesen Männern vermutlich nur in den seltensten Fällen tatsächlich um Verbrecher handelt oder allenfalls um Kleinkriminelle.

Darum verstehe ich nicht, welchen Zweck die OLP damit verfolgt, einfach scheinbar wahllos diese Menschen zu entführen und mutmaßlich auch zu töten.

Und ich glaube kaum, daß skrupellose Mörder überhaupt eine Hemmschwelle haben, weshalb man sich in so einem Land bestimmt auch als Frau nicht besonders sicher fühlen kann, oder?

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Die Ursachen für solche Verhältnisse wie in Venezuela sind fast immer schwache und korrupte Regierungen eines Landes. 

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