Kriegt die Mutter eines Kindes immer das alleinige Sorgerecht, wenn der Mann nicht mit ihr verheiratet ist?

5 Antworten

Wenn die Kindsmutter es möchte, so kann der leibliche Vater von Geburt an das gemeinsame Sorgerecht mit ihr ausüben, es eintragen lassen.

Gesteht sie es dem Kindsvater nicht zu, so erhält sie das alleinige Sorgerecht  - und der Kindsvater kann mit anerkannter Vaterschaft das gemeinsame Sorgerecht beantragen (Familiengericht). Es darf ihm dann nicht verwehrt werden - auch ohne Zustimmung der Kindsmutter - wenn durch das gemeinsame Sorgerecht das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist.

Immer ist ein großes Wort. Ich würde sagen in der Regel.

Ist die Mutter eine Alkoholikerin, die unter der Brücke lebt, natürlich nicht, wenn der Mann in "gefestigten" Verhältnissen lebt.

Wenn der Mann das Sorgerecht beantragt.

Gesetzlich bekommt eine alleinstehende Mutter immer das alleinige Sorgerecht.

Die Eltern können aber bei einer Urkundsperson das gemeinsame Sorgerecht erklären. Will der Vater das gemeinsame Sorgerecht, die Mutter ist jedoch dagegen, muss er einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen.

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Und warum? Das ist doch dann wiederum keine Gleichberechtigung wie es immer gefordert wird?

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@TreudoofeTomate

Und wenn man testen lasst und man ist der Vater bekommt man dann das Sorgerecht, auch wenn die Mutter nicht will??

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@TreudoofeTomate

Und wenn es nachweislich dieser Mann ist kriegt er dann auch das Recht oder muss er es erst einklagen/anfordern?

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@tastenklopfer84

Die Vaterschaftsanerkennung hat nichts mit dem Sorgerecht zu tun. Wie gesagt, sie müssten eine gemeinsame Sorgeerklärung abgeben. Und wenn die Mutter damit nicht einverstanden ist, ja, dann muss der Vater klagen. In Familiensachen heißt das seit einigen Jahren nicht mehr Klage sondern Antrag. Er beantragt das gemeinsame oder vielleicht sogar das alleinige Sorgerecht beim Gericht.

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Also ich bin mir nicht sicher ob das was hier mit dem Sorgerecht geschrieben wurde so stimmt. Ich habe gelesen, dass sich diese Sache vor wenigen Jahren komplett geändert hat. So wie ich das verstanden hatte, haben beide Elternteile erstmal automatisch das Sorgerecht.

Bitte mal einen Fachmann/-frau fragen.

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@amazed1499

Also ich bin mir sehr sicher, dass das so stimmt. Schau ins BGB.


§ 1626a Elterliche Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern; Sorgeerklärungen

(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge gemeinsam zu, 1.wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen),2.wenn sie einander heiraten oder3.soweit ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt.(2) Das Familiengericht überträgt gemäß Absatz 1 Nummer 3 auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil der elterlichen Sorge beiden Eltern gemeinsam, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht. Trägt der andere Elternteil keine Gründe vor, die der Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge entgegenstehen können, und sind solche Gründe auch sonst nicht ersichtlich, wird vermutet, dass die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl nicht widerspricht.(3) Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge.

Das einzige, was sich seit einigen Jahren verändert hat ist die Rechtsprechung zum gemeinsamen Sorgerecht. Automatisch geht dennoch nichts.

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