Krieg zwischen Nordkorea und den USA?

9 Antworten

Immer sachte, sollte es in Korea losgehen, dann ist auf jeden Fall die USA der Agressor, denn Kim Jong wird sich hueten Haendel anzufangen.

Die USA wird natuerlich die Notwendigkeit eines Waffenganges (nach bekanntem Muster) herausstellen, so ala Irak.

Kim Jong kommt auf keinen Fall von seiner Halbinsel runter, schon aus logistischen Gruenden nicht.

Wenn Kim Jong nicht der Angreifer ist, dann tritt auch der Buendnisfall nicht ein. Somit bleibt es der USA und natuerlich Suedkorea ueberlassen, damit klar zu kommen.

DE, sollte sich da heraushalten, allerdings kann man sich da nicht sicher sein. 

Guten Tag,

zunächst mal sei angemerkt, dass eine militärische Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und den USA äußerst unwahrscheinlich ist.

Was ist gegenwärtig erleben, ist eine Verschärfung der Tonlage zwischen den jeweiligen Staatsoberhäuptern, allerdings ist beiden klar, dass ein Krieg (i.e. unter Einsatz atomarer Waffen) nur Leid anrichtet und keinem einen Vorteil bringt.

Sowohl Trump, als auch Kim Jong-Un wissen sehr genau, was sie tun (auch wenn dies in gesellschaftlichen Diskussionen und Medien zum Teil anders gesehen wird) und dass der Preis für einen "Atomkrieg" zu hoch wäre.

Dies Situation wird rhetorisch wohl weiter eskalieren, Kim Jong-Uns Ziel ist jedoch kein tatsächlicher Angriff der USA (einen daraus resultierenden Krieg kann er nicht gewinnen), sondern die Anerkennung Nordkoreas als weitere Atommacht, selbst wenn dies aktuell unwahrscheinlich ist. Beide Seiten werden sich wohl mittelfristig an einen Verhandlungtisch begeben und bis dahin wird Nordkorea vermutlich zahlreiche weitere Tests mit atomaren Raketen durchführen.

Sollte es wie in dem von dir gewählten Szenario hypothetisch zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen, so ist entscheidend, welche Seite zuerst angreift.

Sollte Nordkorea tatsächlich diesen Schritt wagen, so würde idF der sogenannte "Bündnisfall" greifen, i.e. der Angriff auf ein Mitglied der NATO zieht das Einschreiten aller verbündeter nach sich, somit auch der Bundesrepublik Deutschland (BRD). In welcher Form die BRD sich an einem Krieg gegen Nordkorea beteiligt kann jedoch nicht seriöus prognostiziert werden, dies hängt vielmehr vom Verlauf der militärischen Auseinandersetzung zwsichen der USA und Nordkorea ab.

Stark gefährdet wären in erster Linie Japan und Südkorea, da diese mit Mittelstreckenraken von Nordkorea aus erreichbar wären, Europa allerdings nicht.

Ein Eingreifen sowohl Chinas als auch Russlands auf Seiten Nordkoreas halte ich für absoolut ausgeschlossen, da beide Staaten keinen nennswerten Vorteil hätten, Nordkorea zu verteidigen, gleichwohl aber einen Konflikt mit der NATO vermeiden werden, zumal vorallem Russland gegenwärtig in anderen Regionen eingebunden ist.

Ein Dritter Weltkrieg ist absolut ausgeschlossen.

Der amerikanische Außenminister hat gerade einen Präventivschlag gegen Nordkorea ins Gespräch gebracht und damit die Korea-Politik der letzten 20 Jahre zunichte gemacht. Es bleibt abzuwarten, ob das bloßes Säbelrasseln eines Wirtschaftsbosses war, der von Diplomatie und dergleichen keinen blassen Schimmer hat und zudem offensichtlich an Altersschwäche leidet (musste den Staatsbesuch wegen Erschöpfung vorzeitig abbrechen.)

Natürlich ist Nordkorea den Amis ein Dorn im Auge. Mit Sicherheit gibt es Falken im US-Militär, die da liebend gern einen "Regime Change" gewaltsam durchführen würden. Klar ist es denkbar, dass diese Leute es schaffen, die Trump-Administration in so was hinein zu manipulieren, da diese Regierung offensichtlich nur aus Arschkriechern und von Gier motivierten ahnungslosen Blassbirnen besteht. Demgegenüber gibt es aktuell keinerlei erfahrene Karriere-Diplomaten mehr im auswärtigen Dienst der USA, die hat Trump alle rausgeschmissen.

Die eine Sache ist, dass China Nordkorea quasi als Protektorat ansieht und die USA da mit Sicherheit nicht einfach machen lässt. Das müsste zwar im Grunde sogar den Bollerköppen beim Militär klar sein, aber wenn man sich ankuckt, dass dort sogar Leute wie dieser russische Doppelagent Flynn mal zum General aufgestiegen sind, schwant einem nichts Gutes. Das könnte alles ziemlich schnell eskalieren. Natürlich sind dann erst mal die US-Streitkräfte vor Ort das primäre Ziel, aber wenn es weit genug eskaliert, stehen mindestens US-Streitkräfte auf der ganzen Welt im Fadenkreuz, und in Deutschland verfügen die USA über ganz erhebliche und sehr bedeutende Ressourcen, nicht nur Atomwaffen, sondern vor allem auch Logistik (das wichtigste Element moderner Kriegführung) sowie Internet-Überwachung  und Spionage. Das wären dann selbstverständlich alles Kriegsziele.

Und selbstverständlich ist Nordkorea dazu in der Lage, alle möglichen Ziele weltweit atomar zu bedrohen, aber ganz besonders in den USA. An dessen Stelle hätte ich längst Atomwaffen an der unbewachten Küste von Washington oder Oregon angelandet und mit irgendwelchen Lieferwagen an ihre Bestimmungsorte karriolt und dort in gekauften Häusern im Keller eingemauert. Das ist nicht zu verhindern und mit den Mitteln eines Staates leicht erreichbar, ebenso wie Angriffe auf Häfen per Schiff. Die hätten sogar den Vorteil großer radioaktiver Überflutungen.

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