Krieg und Erfindungen?

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8 Antworten

Krieg bedeutet in erster Linie, das jedwede vertraute Ordnung und Lebensführung schlagartig zerfällt. Daraus resultiert das das Leben und Denken der Kriegsbeteiligten Parteien(Militär wie Zivilbevölkerung) sich darauf ausrichten muss, permanent völlig unvorhersehbare,und für die meisten nie dagewesene Situation zu bewältigen. Und das meistens noch mit eingeschränkten oder nahezu keinen Mitteln die man aus seiner bisherigen Lebensbewältigung kannte. Da sich natürlich jede Kriegspartei im Recht sieht, und Aufgeben meist keine Option ist, werden dadurch Kapazitäten an Phantasie, Kreativität, und körperlicher Kraft im Einzelnen ,und im Kollektiv freigesetzt die in Friedenszeiten oft von einer gewissen zufriedenen Trägheit gedämpft werden. Dies wird noch dadurch angetrieben, das besondere Leistungen im Krieg von der eigenen Gruppierung als außergewöhnlich Positiv betrachtet werden. Stichwort Heldentum. Das ganze wirkt dann natürlich wie ein gewaltiger,hochgetriebener Motor, und führt somit zu Entwicklungen und Fähigkeiten die ohne diesen Antrieb erst viel später, oder unter Umständen nie entstanden währen. Somit ergibt sich daraus das perverseParadoxon das es für die höchsten Errungenschaften der größten Zerstörung bedarf.

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"Not macht erfinderisch." Deshalb werden die eindrucksvollsten Erfindungen der Menschheit nötig werden, wenn der Klimawandel erst einmal so weit fortgeschritten ist, dass unsere gegenwärtigen Instrumente zur Lebensbewältigung weitestgehend versagen.

Paris und Marrakesch waren eine kleine Hoffnung, dass das nicht so bald eintritt. Trump könnte diese Hoffnungen sehr bald zerstören. Dann wird die Kreativität auch ohne Krieg gewaltig ansteigen müssen.

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Kommentar von Fontanefan
18.11.2016, 10:24

Freilich, von den Erfindungen aus den Kriegen in Syrien, im Irak, in der Ukraine hat man noch wenig gehört. Im Silicon Valley scheint da gegenwärtig mehr zu passieren. 

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ich denke mal nach dem 3. Weltkrieg können wir einige sachen "neu" erfinden z.B. die Keule...

mitlerweile hat man nämlich erkannt, und diese erkenntnis ist selbst bis zum millitär vorgedrungen, dass es nicht mehr darum geht, besseres spielzeug zu haben, als die anderen, sondern den anderen ihr spielzeug weg zu nehmen...

stichwort EMP!

lg, Anna

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Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass Kriege technische Entwicklungen beschleunigt hätten.

Beispielsweise war schon vor dem 1. Weltkrieg das Elektroauto in Benutzung. Im Krieg war dann aber diese Technik nicht nutzbar, weshalb sich der Verbrennungsmotor durchsetzte. Hätte es den 1. Weltkrieg nicht gegeben, hätte sich vermutlikch das Elektroauto durchgesetzt, mit weitreichenden Folgen für die Umwelt bzw den Umweltschutz.

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Not macht erfinderisch.
Ich denke eine weitere Zeit der Not in der wir von anderen Ländern abgeschnitten sind (zb von öl Lieferungen) könnte die Entwicklung von zb Elektroautos oder Ölfreien Kunststoffen beschleunigen.
Vorausgesetzt es geht hier nicht alles vor die Hunde...

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Die Geldmittel, eine Erfindung mit militärischem Nutzen wird mit wesentlich höheren Etat gefördert als irgendwas ziviles.

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Hört auf dieses Märchen zu glauben der Krieg würde den technischen Fortschritt begünstigen.

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Ich denke nach den 3.
gibt es keine Menschen mehr

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Kommentar von lsfarmer
17.11.2016, 22:35

Wir gehen hier von der Wissenschaft nicht der anderen seite dran.

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Kommentar von MojoT
17.11.2016, 22:38

Das ist eine andere Sichtweise und völlig plausibel :)

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