Krieg-Interesse-Ergebnis?

3 Antworten

Es ging in der letzten Phase des 30jährigen Krieges um die politische Vorherrschaft in Europa. In Frankreich etablierte sich der Absolutismus als Staatsform - eine starke Monarchie bedeutet auch Im gewissen Sinne Grossmacht zu sein. Dieser Absolutismus würde dann in anderen Europäischen Staaten in gewisser Weise zum Vorbild.

Außerdem konnten in Frankreich die Probleme des französischen Staatskatholizismus mit den Hugenotten besser "gehandhabt" werden, indem man die Hugenotten des Landes verwies. Die Hugenotten waren in Frankreich nämlich weitgehend unerwünscht. 

Die Schweden hatten wirtschaftliche Interessen - sie wollten zu einem protestantisch geprägten Deutschland Handel treiben - was bei einer erfolgreichen Rekatholisierung schwierig geworden wäre. 

Beide Staaten, Frankreich sowie die Schweden haben ihre Interessen schützen können.

LA

Frankreich und Schweden sind mehr oder weniger aus denselben Gründen in den Krieg eingetreten: sie wollten die Macht der Habsburger schwächen.

Frankreich: Der politisch-militärische Gegensatz zwischen Frankreich und Habsburg, das sowohl den spanischen Thron, einen Teil des niederländischen Gebiets (heute Belgien), Teile Norditaliens und auch die Kaiserwürde des Heiligen Römischen Reiches innehatte, dauerte bereits seit rund 100 Jahren. Frankreich war von diesen Habsburgerbesitzungen eingekreist. Im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges war es dem Kaiser mit seinen Verbündeten (bes. Bayern) gelungen, seine Macht im Reich erheblich auszubauen (Reichsarmee, Tilly, Wallenstein). Frankreich mischte sich ein, um Habsburg wieder zu schwächen. Im Westfälischen Frieden hat es dieses Ziel erreicht.

Schweden: Schweden wollte nicht nur in Skandinavien, sondern auch im protestantischen Norddeutschland seine Macht ausdehnen, vielleicht sogar das (dann erstmals protestantische) Kaisertum anstreben. Schweden trat auf als Schutzmacht der deutschen Protestanten, als der Kaiser und seine Verbündeten durch die Reichsarmee (Tilly, Wallenstein) die Selbständigkeit der norddeutschen Fürsten und zugleich durch gegenreformatorisch-katholische Maßnahmen die protestantische Konfession in ihrer Existenz bedrohte. Schweden hat seine Ziele mit dem Westfälischen Frieden nur bedingt erreicht. Die protestantischen norddeutschen Fürsten behielten ihre Souveränität, der Protestantismus im Reich war gesichert, aber Schweden war nicht an die Stelle des Kaisers getreten. Gleichwohl galt Schweden seitdem für einige Jahrzehnte als Großmacht mit erheblichem Einfluss auf die benachbarten Reichsfürsten. Die Schwäche Habsburgs nutzte auch Schweden.

Hier noch Literaturhinweise:

MfG

Arnold

Das ist leider nicht mit wenigen Worten zu erklären, weil es um den Dreißigjährigen Krieg herum in Europa noch weitere Kriege zwischen verschiedenen Bündnissen gab, teils aus machtpolitischen, teils aus religiösen Gründen.

Dafür gibt's reichlich Lesestoff.

Beginne zum Beispiel auf https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dreißigjähriger_Krieg und folge den Querverweisen und Quellenangaben.

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