Krieg ich ne Sperre vom Arbeitsamt, wenn ich wegen Arbeitens unter Drogeneinfluss gekündigt werde?

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8 Antworten

Bei einer Kündigung aus dem genannten Anlass handelt sich es um eine verhaltensbedingte Kündigung, das heißt, dass der Gekündigte durch sein Verhalten die Kündigung selbst herbeigeführt und zu verantworten hat.

Das führt zwangsläufig zu einer Sperre bzw. Minderung beim Bezug von Arbeitslosengeld I bzw. II durch die Agentur für Arbeit/das Jobcenter (siehe den in der Antwort von stelari schon genannten § 159 Abs.1 Nr. 1 aus dem Sozialgesetzbuch III - SGB III > Link: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__159.html).

Krieg ich ne Sperre vom Arbeitsamt, wenn ich wegen Arbeitens unter Drogeneinfluss gekündigt werde?

Ich bin überzeugt, das Du eine Sperre bekommst und finde dass auch richtig.

Denn Alkohol und Drogen haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen.

Du hast den Verlust des Arbeitsplatzes selbt verschuldet, daher ist es auch selbstverständlich dass Du eine Sperre bekommst.

Du gefährdest ja nicht nur Dich sondern eventuell auch noch andere durch die Drogeneinnahme

Da du wegen deines Verhaltens die Kündigung bekommen hast,kannst du mit Sicherheit von einer Leistungssperre ausgehen.

Du erwartest doch wohl nicht,dass dir auf Grund deines Verhaltens noch eine Belohnung zusteht.

Da das "Selbstverschulden" ist, kannst Du damit rechnen.

Wenn du durch eigenes Fehlverhalten eine fristlose Kündigung zu verantworten hast, kannst du davon ausgehen. Aus eigener Erfahrung weis ich (stand 1 1/2 Jahre alt), dass selbst ein Aufhebungsvertrag unter Signalisierung des Arbeitgebers, sowieso zu kündigen, zu einer Sperre des ALG I sowie einer Minderung von 30% des ALG II führt.

Dementsprechend, aber das gilt auf Grund meines Kenntnisstandes nur als Vermutung: Ja.

§ 159 Abs.1 Nr. 1 SGB III

Ruhen bei Sperrzeit

(1) Hat die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit. Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn

  1. die oder der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst oder durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlass für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe),

wer sich die suppe einbrockt - der muss sie auch ausloeffeln. soll heissen: JA, du bekommst (zu recht) ne sperre

Ja kannst schon bekommen

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