Kreislauf der konventionellen Landwirtschaft

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Erdöl wird gefördert; zur Raffinerie transportiert, dann zur Chemiefabrik; Pestizide, Kunstdünger und Kraftstoff werden zum Acker gebracht; die Ernteprodukte zum Konsumenten, von dort aus geht es in dem Müll und die Toilette. Im Klärwerk entsteht Klärschlamm, der meist nicht wieder für die Nahrungsproduktion verwendet werden kann, weil er zu sehr belastet ist und deshalb verbrannt wird. Asche und Filterstäube landen auf der Sondermülldeponie; CO2, N2 und anderes in der Luft.

Da stutzt man schon etwas beim Lesen: ein linearer Kreislauf, gibt es so etwas?

Sogenannte geschlossene Nährstoffkreisläufe gibt es eigentlich gar nicht. Nicht einmal der tropische Regenwald, wo alles so wunderbar recycelt wird, besitzt einen geschlossenen Nährstoffkreislauf, er bekommt nicht unerhebliche Zufuhr aus der Sahara.

Keine Art von Landwirtschaft kann mit perfekten Nährstoffkreisläufen arbeiten. Es wird immer etwas entfernt, also dem System entzogen.

Ökologische Probleme der (industriellen) Landwirtschaft sind vielfältiger Natur: In einigen Regionen ist die Tierhaltung sehr intensiv, die organischen Dünger, die anfallen, müssen oft über weite Wege verteilt werden. Reine Ackerbaubetriebe in anderen Regionen haben gar keinen tierischen Dünger.

Es wird zugekauft: Futter für die Tiere, mineralische Dünger für den Acker. Diese kommen oft von weit her, bzw. sind mit hohem Energieeinsatz hergestellt worden.

So stellt sich eigentlich die Frage, wie sich Input zu Output verhält. Wie viel Energie stecken wir hinein um Nahrungsenergie zu gewinnen. Für bestimmte Produkte ist die Energiebilanz schon negativ, z.B. Treibhaustomaten. Für andere Erzeugnisse wird sie immer schlechter.

Wer behauptet denn so was, wo doch ersichtlich ist, dass die Landwirtschaft recht vielfältig ihren weiteren Werdegang bzw. Weg in der Verarbeitung einschlägt.

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