Kreditbetrug (20.000 €) mit Urkundenfälschung (Lohnabrechnungen und Kontoauszüge) Strafmass?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Gesetz sieht Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren für Betrug vor http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html Bei einem Ersttäter ist auf keinen Fall von einer Inhaftierung auszugehen. Auch eine Bewährungsstrafe halte ich für sehr unwahrscheinlich, wenn am Ende kein Schaden entstanden ist.

Wahrscheinlich ist hier eine Geldstrafe in Höhe von ca. 4-6 Netto-Monatseinkommen. Dazu ist es ganz sicher sinnvoll, nix zu beschönigen und Reue zu zeigen. Das kann am Ende durchaus zu einer Strafmilderung führen. Die Haltung "stellt euch mal nicht so an, ist doch gar nix passiert" kann hingegen zu einer deutlichen Strafschärfung führen.

Sofern die Tat eindeutig nachzuweisen ist, kann man sich in diesem Fall das Geld für einen Rechtsanwalt getrost sparen.. Der würde deutlich mehr kosten als er nutzt.

Sicher das keine Gefängnis droht? Das ist meine grösste Angst!

Da ich trotz sehr vielen Bemühungen seit Jahren keine Arbeit gefunden bzw. bekommen habe, ich endlich aus Hartz IV heraus kommen wollte und meiner Familie (sozial und finanziell) endlich mehr bieten wollte, sah ich keinen anderen Ausweg mehr, außer den Versuch einen Kredit zu beantragen.

Da ich sehr stark deprimiert war und mir wie der größte Versager vorkam, wusste ich mir (zu diesem Zeitpunkt) wirklich keinen anderen Ausweg mehr.

Ich hoffe ich muss nicht ins Gefängnis. Denn das wäre für meine Familie und mich das Schlimmste und würde eventuell vieles (Ehe, Beziehung zu meinen Kindern usw.) kaputt machen.

Ich weiß (und dies wurde auch durch meine ganze Familie bestätigt) das ich einige Menschen durch diese dumme Tat sehr enttäuscht habe. Auch ich bin von mir deswegen sehr enttäuscht, da ich (bis auf diese große Dummheit) immer Gesetzestreu und moralisch verantwortungsbewusst war und auch weiterhin sein werde. Deshalb bedauere ich diese Tat sehr und weiß dass es ein großer Fehler war.

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@MandyCapy1234

Eine Garantie dafür, dass Du nicht ins Gefängnis musst, wird Dir niemand geben. Auch nicht ein halbwegs seriöser Rechtsanwalt. Ich persönlich halte aber das Risiko anhand Deiner Schilderung dafür für unter 5%. Um eine belastbare Prognose abgeben zu können, müsste man aber mindestens mal die Ermittlungsakte gelesen haben.

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@skyfly71

Noch eine Frage:

2 Vorladungen, einmal wegen Betrug (Kreditbetrug) und einmal wegen Urkundenfälschung.

Jede Vorladung hat ein ANDERES Aktenzeichen, obwohl es EINE Straftat war. Ist das normal?

Bearbeiter Beamter war auch bei beiden der selbe Herr. L....

Gruss

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@MandyCapy1234

Nein, das ist nicht normal und ist eigentlich ein Hinweis darauf, dass es hier um zwei verschiedene Geschehnisse geht. Bei Verfahren, bei denen beim gleichen Sachverhalt mehrere Straftaten begangen wurden, gibt es nur eine Beschuldigtenvernehmung und auch nur ein Ermittlungsverfahren.

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Ich verstehe, dass du besorgt bist. Aber es hilft nichts die Frage hier immer und immer wieder einzustellen. Zumal die ja beim ersten Mal bereits eine entsprechende Antwort bekommen hast.

Täter bereut seinen Fehler

Das lese ich hier immer wenn erwischt.

Bitte nicht vorverurteilen! (jeder kann in einer ähnlichen verzweifelten Lage geraten)

ganz sachlich, Ich verurteile nicht, bestreite aber, dass eine verzweifelte Lage bei jedem zu so einem Ergebnis führt.

Du brauchst einen Rechtsanwalt. Hier kann Dir keiner helfen.

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