Krebspatienten besuchen

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Himmel, der Arme! Erst mal finde ich es ganz toll von dir, dass du ihn besuchst. Das ist mutig und da würden sich viele drücken. Zweitens musst du gar nichts reden. Das würde ihn viel zu sehr anstrengen. Reden der anderen nervt total, wenn man sehr krank ist, auch laufende Fernseher oder Straßenlärm ist schlimm. Nimm ihn in lange und fest in den Arm. Halt seine Hand. Am Ende des Lebens zählt nur noch eins: da sein. Drittens, würde ich ihm etwas Schönes mitbringen, was ihn noch eine Weile an deinen lieben Besuch erinnert. Momentan gibt es hübsche kleine Orchideen, irgendwas nettes kleines für den Nachttisch. Viertens ist er sicher auf Sozialhilfe im Heim, d.h. er hat gar kein Geld mehr. Versorgt ihn jemand? Die Ehefrau? Braucht er warme Socken, einen warmen Fleeceschal? (Krebspatienten nehmen sehr ab und frieren sehr) Bleib nicht zu lang, das ist auch anstrengend. 15-20 Min reichen völlig. Und geh wieder hin!

Und sag ihm auch, wie unglaublich tapfer er ist. Er hat schon einen jahrelangen Höllenritt hinter sich (Chemo, Bestrahlungen). Und den schlimmsten hat er noch vor sich, Sterben ist grausig, das weiß er auch. Und glaub mir, ein Jahr wird es wohl nicht mehr dauern.

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Benimm Dich ganz normal, wie es bei einem Besuch am Krankenbett üblich ist. Es ist schön, wenn Du den langweiigen Tag durchbrechen kannst. Erzähle ihm kurzweilige Dinge, die Dich zur Zeit beschäftigen. Vielleicht kannst Du auch ein Spiel mitbringen (Schach, Backgammon?) Die meisten Männer spielen gern :.-)

Erzähle doch vorerst ganz einfach mal etwas über dich und was du gegenwärtig so machst und unternimmst. Weitere Gesprächsthemen ergeben sich so fast automatisch, da bin ich mir eigentlich sicher.

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