Kreativität statt Psychotherapeut/Medikamente?

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6 Antworten

Deine Erfahrung ist uralt. Es ist zum Teil bekannt und zum Teil zu vermuten, dass viele besonders kreative Menschen unter einer latenten depressiven Grundstimmung litten, die sie erfolgreich bekämpft oder zumindest kompensiert haben durch das Glücksgefühl, das Kreativität vermittelt. Es ist auch bekannt, dass viele Menschen, die von Berufs wegen kreativ waren, im Alter nicht imstande sind, damit aufzuhören und sich zur Ruhe zu setzen, ohne depressiv zu werden. Allerdings muss man, besonders im Alter, darauf achten, nach diesem Glücksgefühl nicht allzu süchtig zu werden. Die Lebensweise eines Workoholics ist ja nicht ganz ungefährlich.

Kommentar von Manuel129
21.06.2016, 18:40

was heißt hier uralt xD woher weißt du denn wie lange ich diese Erfahrung schon gemacht habe ? =P  kann ich ja nichts dafür wenn schon andere darüber nachgedacht haben ( was natürlich zu vermuten war ). Aber mit meiner Frage wollte ich weniger die über Sinnhaftigkeit von Kreativität als Mittel zur Selbsttherapie, sondern eher über eine mögliche Verbesserung von schulischen / außerschulischen Institutionen für Heranwachsende / Erwachsene zur Förderung ebendieser Kreativität diskutieren.. naja.. Frage von jedem Missverstanden aber ich hab mich auch total unklar ausgedrückt.. also mein Fehler

trotzdem Danke! =)

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Depressionen haben unter anderem mit der Rückbildung bestimmter Hirnareale zu tun, die für Freude, Motivation und ähnliches Verantwortlich sind (Details bitte selbst recherchieren).

Kreative Arbeiten sind etwas stimulierendes, und der Erfolg aktiviert das Belohnungszentrum. Tatsächlich ist gegen eine Depression das beste Mittel, glücklich zu sein, um diese wenig genutzten Areale durch neuronale Verstärkung aufzubauen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, und es ist schön, dass du einen Weg gefunden hast, der für dich funktioniert.

Das ist schön wenn dir das weiterhilft. Wir wissen aber nicht was bei dir los ist, ob du eine ärztliche Diagnose hast, wenn ja was du hast und in welcher Ausprägung. Einen Menschen mit Traumatisierungen, mit schweren chronischen Erkrankungen hilft kein malen/singen/klatschen sondern nur harte Arbeit an sich selbst und mit Hilfe eines Psychotherapeuten aufarbeiten und  Bewältigungsmechanismen erlernen.

Einer Verwandten von mir gings dabei auch besser.


Nun ja, eine "gute" Psychotherapie sollte v.a. Hilfe zur Selbsthilfe sein. Idealerweise bewältigt der Klient irgendwann alle "Probleme" bzw. Herausforderungen des Lebens eigenständig durch flexible, kreative Lösungen.

Muss sich also nicht ausschließen. Aber schön wär's schon, wenn Psychotherapie und v.a. Psycho-Medis überflüssig würden, weil sich jeder selbst helfen kann. :-)

Das kommt ja wohl auch auf den Schweregrad der Depression an. 

Gerade wenn jemand Suizid gefährdet ist würde ich der Person nicht nur ein Blatt Papier und Buntstifte hinlegen. 

Es ist ja allgemein bekannt, dass Sport und andere freizeitliche Beschäftigungen unterstützend sein können... aber eben nur  unterstützend.

Eine Gesprächstherapie sollte das Mindeste sein, denn irgendwo kamen die Probleme her und da bringt es auf Dauer nichts diese Ursache mit Zeichnen oder Schreiben oder sonstigen Dingen zu unterdrücken. 

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