Krankmeldung schon eher verlangen, als das Gesetz es vorgibt?

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6 Antworten

Wenn nichts schriftlich festgelegt ist und kein Tarifvertrag Anwendung findet, gilt für Dich die gesetzliche Regelung nach der man erst eine AUB (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) braucht wenn die Krankheit länger als drei Tage dauert.

Möchte Dein AG die AUB schon früher, muss das entweder im Arbeitsvertrag oder anwendbaren Tarifvertrag stehen. Fällt ihm das erst ein, nachdem Du ohne AUB krank warst, gilt das für die Zukunft. Dein AG muss Dir das mitteilen.

Du kannst Dich ja auch mal bei den Kollegen erkundigen, wie das in der Firma läuft.


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Das muss nicht in einem Arbeitsvertrag stehen, es kann auch unabhängig davon angeordnet werden.

Übrigens ist es so, dass der Betrieb zwar verlangen kann, dass schon ab dem ersten Krankheitstag eine Bescheinigung vorgelegt wird. Er kann aber nicht verlangen, dass sie schon am ersten Tag im Betrieb ist.

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Kann es sein, das wir hier von unterschiedlichen Dingen sprechen?

Geht es Dir um die Vorlage der AUB oder um die Krankschreibung nach dem Dritten Krankheitstag?

Der Gesetzgeber hat ja diese Möglichkeit gelassen, erst ab dem dritten Tag eine AUB beizubringen. Gibt aber dem AG die Möglichkeit diese ab dem ersten Tag zu verlangen.

Diese Möglichkeit hat nix mit der Vorlage der AUB zu tun.

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Ab dem Zeitpunkt, wo er dir das mitteilt, gilt die kürzere Frist. Rückwirkend geht das aber nicht.

Bekommst du denn überhaupt Gehaltsabrechnungen?

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Übrigens, du hast einen Arbeitsvertrag, der ist nur nicht in schriftlicher Form. 

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Kommentar von Fruttinishakini
31.03.2016, 05:59

Ja, das habe ich jetzt auch erfahren. Dann halt keinen "schriftlichen Arbeitsvertrag", löst mein Problem aber nun auch nicht

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Kommentar von Nightstick
01.04.2016, 02:26

@macqueline, das ist zwar grundsätzlich richtig, befreit jedoch den Arbeitgeber nicht von dessen Pflicht, die wichtigsten Eckpunkte des Arbeitsverhältnisses gemäß dem ==> Nachweisgesetz (NachwG) vom 20.07.1995, BGBl. I S. 946 schriftlich niederzulegen und der Arbeitnehmerin auszuhändigen!  

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Nein, das kann auch eine betriebliche Anweisung sein.

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Kommentar von Fruttinishakini
31.03.2016, 05:44

aber woher soll ich das wissen, wenn mir es niemand mitgeteilt hat?

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