Krankmeldung fehlt an Krankenkasse?

3 Antworten

viele denken, weil der Arzt einen krankschreibt, weiß  die Krankenkasse das dann automatisch auch. aber das stimmt nicht. denn der Arzt rechnet lediglich seine Leistung ab - und die auch nicht direkt mit der Krankenkasse, sondern mit der Kassenärztlichen Vereinigung. d.h. die Kasse weiß erstmal gar nichts.

der Versicherte ist dafür verantwortlich die (große) Bescheinigung an die Krankenkasse zu schicken bzw. dort abzugeben. dafür hat er eine Woche Zeit (inkl. Postlaufzeiten).

wenn man dies versäumt oder die Krankmeldung gar nicht bei der Kasse einreicht, hat dies ein Verwehren und/oder Aussetzen von Krankengeld zur Folge.

zahlt der Arbeitgeber zum Beispiel keine Lohnfortzahlung für die Erkrankung, weil man z.B. noch keine 4 Wochen bei ihm beschäftigt war, dann gäbe es vom Grunde her Krankengeld. liegt die Bescheinigung aber bei der Kasse nicht vor, gibt es kein Krankengeld. wird die Bescheinigung zu spät eingereicht, gibt es erst Krankengeld ab dem Eingangsdatum der Krankmeldung. für den Zeitraum der Verspätung wird nachträglich nichts gezahlt.

unter Umständen steht man da schnell mal ohne Geld da.

also am besten ein Duplikat vom Arzt holen und bei der Kasse abgeben. und für die Zukunft immer gleich dran denken, die Krankmeldung abzugeben.

Frage doch bei der Krankenkasse nach, was du machen musst.

Du kannst von deinem Arzt eine Kopie ausdrucken lassen.

ja kann man. aber warum soll man eine Kopie an die Krankenkasse schicken, ist doch alles im System gespeichert? 

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@germany80

hi, die Kopie brauchst du im Normallfall für die Gesundmeldung, solltest du vor Krankenstandsende wieder die Arbeit aufnehmen!

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@macgun

Gesundmeldung

Eine "Gesundmeldung'" gibt es im deutschen Arbeitsrecht nicht; allenfalls bei schweren Erkrankungen mit hohen Ansteckungsgefahren kann der Arbeitgeber eine entsprechende ärztliche Bescheinigung verlangen.

Wenn der Arbeitnehmer vor dem eigentlichen Ende er Arbeitsunfähigkeit wieder arbeiten will, sollte er den Arbeitgeber selbstverständlich informieren, damit der sich eventuell personal-organisatorisch darauf einstellen kann.

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@Familiengerd

... und genau für den "vorzeitigen" Arbeitswiedereintritt gibt es diesen Durchschlag, welcher an die Krankenkasse zwecks Entgeltabrechnung gesendet werden muss ... hat nicht nur mit dem Arbeitgeber zwecks "personalobligatorischen" Gegebenheiten zu tun!

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@macgun

Es gibt keinen "Durchschlag", der für einen Arbeitsantritt vor Ende der Arbeitslosigkeit gebraucht würde.

Es gibt eine Ausfertigung ohne Diagnose-Kennziffer für den Arbeitgeber als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit, eine Durchschrift für die Krankenkasse mit Diagnose-Kennziffer und ebenfalls eine solche für den Patienten/Arbeitnehmer selbst.

Die Krankenkasse benötigt diese Durchschrift zur Berechnung der Fristen für den Beginn der Krankengeldzahlung.

Mit "Gesundschreibung" hat das alles überhaupt nichts zu tun!

Aber wie schon gesagt: Der Arbeitnehmer sollte den Arbeitgeber schon vorab informieren, wenn er vor dem eigentlichen Ende der bescheinigten Arbeitsunfähigkeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren will, damit der sich gegebenenfalls personal-organisatorisch (von "personalobligatorisch" war keine Rede) darauf einstellen kann; informiert werden sollte auch die Krankenkasse, damit es nicht unter Umständen zu Fehlberechnungen beim zeitlichen Beginn einer Krankengeldzahlung kommt.

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