Krankmeldung beim Arbeitgeber...HILFE....

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hier ist erst mal zu klären ob der Arbeitgeber überhaupt zahlen muss.

Meine Krankenkasse hat mir gesagt,dass man 3 Tage wieder gearbeitet haben muss um Anspruch auf Lohnfortzahlung für eine andre Krankheit zu bekommen.

Normalerweise gilt:

Hinzutritt einer weiteren Krankheit

Auf die Leistungsdauer sind die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit anzurechnen, für die dieselbe Krankheit ursächlich ist. Das Sozialgesetzbuch Teil V beinhaltet in § 48 Abs. 1 Satz 2 zudem die klare Aussage, dass sich die Leistungsdauer im laufenden Leistungsfall nicht verlängert, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzutritt.

Ausgehend von einem einheitlichen Fall stellen die zuvor und die neu eingetretene Erkrankung im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung eine nicht trennbare Einheit dar. Tritt eine neue Arbeitsunfähigkeit am Tag nach Beendigung der bisherigen Arbeitsunfähigkeit ein, so liegt keine hinzugetretene Krankheit vor.

w w w .krankengeld24.de/2010033077/krankengeld/dauer-des-krankengeldanspruchs

Also.solltest Du Während des Bezuges von Krankengeld auf eine andre Krankheit krankgeschieben sein, gibt es Krankengeld aber keine Lohnfortzahlung!

Das hätte Dir die Krankenkasse sagen können.

kann mir da als Arbeitnehmer was passieren?

Heutzutage ja. Wenn Du für den AG nicht mehr tragbar bist,kann er Dich kündigen,der Staat hat ja die Gesetze diesbezüglich gelockert.

Krankheit schützt nicht unbedingt vor Kündigung,hier mal ein Text:

Kündigung während Krankheit des Arbeitnehmers unzulässig ? 29. Januar 2009

von Rechtsanwalt Christoph Wink Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nicht selten sind Arbeitnehmer (zum Teil auch Arbeitgeber) der Ansicht, dass während des Zeitraums, in dem ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig erkrankt ist, der Ausspruch einer Kündigung unzulässig ist - ein klarer Rechtsirrtum.Die Szenarien ähneln sich: der Arbeitnehmer rechnet in Kürze mit einer Kündigung. “Dann werde ich einfach krank, dann kann mir der Arbeitgeber nicht kündigen“, so in der Praxis anzutreffende Formulierungen.

Aber: diese (erstaunlicherweise weit verbreitete) Ansicht findet nicht die geringste Stütze in Gesetz oder Rechtsprechung.

Der primäre Schutz des Arbeitnehmers richtet sich nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG). Regelmäßige Voraussetzung für dessen Anwendbarkeit ist (a) ein ununterbrochenes Arbeitsverhältnis von mindestens 6 Monaten Dauer (so § 1 Abs. 1 KSchG) und (b) dass kein Kleinbetrieb vorliegt (es müssen mithin in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer ohne Auszubildende beschäftigt werden, § 23 Abs. 1 KSchG).

Greift das KSchG danach nicht ein, kann der Arbeitgeber regelmäßig ohne Grund (und auch während einer Krankheit) eine Kündigung erklären, wobei freilich die sonstigen gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten sind.

Findet das Gesetz Anwendung, bedarf die Kündigung einer sozialen Rechtfertigung; sie muss auf personen-, verhaltens- oder betriebsbedingten Gründen (die im Prozess nachzuweisen sind) beruhen. Auch hier schließt die Erkrankung des Mitarbeiters die Kündigung nicht aus; vielmehr stellt der Fall der “Krankheit” (als Unterfall der personenbedingten Kündigung) gerade einen kündigungsrelevanten Umstand dar. Die Rechtsprechung sieht hier folgende Fälle vor, die zu einer Kündigung berechtigen können: ■Kündigung wegen häufiger Kurzerkrankungen ■Kündigung wegen langandauernder Arbeitsunfähigkeit ■Kündigung wegen krankheitsbedingtem dauerndem Unvermögen, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen ■Kündigung wegen erheblicher krankheitsbedingter Leistungsminderung

Liegt einer dieser Gründe vor, wird die soziale Rechtfertigung der Kündigung in drei Stufen geprüft: ■Liegt eine negative Prognose hinsichtlich des Gesundheitszustandes des Arbeitnehmers vor ? ■Führen die bisherigen und nach der Prognose zu erwartenden Fehlzeiten des Mitarbeiters zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen (Störungen im Betriebsablauf oder wirtschaftliche Belastungen durch Lohnfortzahlungskosten) ? ■Interessenabwägung: Führen die erheblichen betrieblichen Beeinträchtigungen zu einer billigerweise nicht mehr hinzunehmenden Belastung des Arbeitgebers ?

Werden diese Punkte von der Arbeisgerichtsbarkeit bestätigt, ist die Kündigung - auch bei Anwendbarkeit des KSchG - gerechtfertigt und damit wirksam.

http://w w w.rae-michael.de/index.php/2009/01/29/kundigung-wahrend-krankheit-des-arbeitnehmers-unzulassig/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

enemenemu2012 30.03.2012, 12:44

Wow, ziemlich viel Text ;-) Ich hatte vergessen zu sagen das ich schwanger bin, somit ist eine Künigung dann doch schon schwieriger.

Zwischen dem 30.03. und dem 02.04. liegt ja ein Wochenende. Wir müssen bei uns auch an Wochenenden arbeiten. Die von der Krankenkasse hat gesagt es muss am Montag Erstbescheinigung drauf stehen dann zahlt der Abrietgeber...

0
johnnymcmuff 30.03.2012, 12:59
@enemenemu2012

Ja,es ist viel ext aber lieber zu viel Text,als zu wenig Informationen!

Dann hast Du ja Mutterschutz nach § 9 Mutterschutzgesetz,wenn der AG von der Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt wurde.

Dieses Kündigungsverbot gilt allerdings nur, wenn dem Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Kündigung die Schwangerschaft oder die Entbindung bekannt war oder die Schwangere ihm spätestens innerhalb von zwei Wochen nach dem Zugang der Kündigung die Schwangerschaft mitteilt.

Die von der Krankenkasse hat gesagt es muss am Montag Erstbescheinigung drauf stehen dann zahlt der Abrietgeber...

Sind aber nur 2 Werktage,also bitte bei der Krankenkasse nochmal nachfragen und sich bestätigen lassen.

Ps.: Mein Sachberabeiter hat mir das mit den 3 Tagen nur mündlich erzählt,als Tipp,weil mein Krankengeldanspruch auslief!

Kann sein andere Krankenkassen das anders machen!

MFG Johnny

Bin dann mal wech mit Tochter ins Krankenhaus.Gerstenkornmuss entfernt werden.

Tschüssi und alles Gute.

0
enemenemu2012 30.03.2012, 13:03
@johnnymcmuff

Ich finde das super so viele Infos zu bekommen!!!! So viel Mphe gibt sich seltne jemand. Ich danke dir dafür!

Und Dir auch alles gute.

0

Wenn dein Arzt heute eine neue Erkrankung festgestellt hat, dann kann er dir guten Gewissens auch am Montag noch eine AU-Bescheinigung mit dem Datum von heute ausstellen. Schließlich hat er das ja heute auch getan, allerdings mit einer falschen Angabe. Also müsste er am Montag einfach die Bescheinigung von heute ändern.

Dein Betrieb kann dir daraus keinen Vorwurf machen. Du hast dich korrekterweise heute schon telefonisch gemeldet, damit er planen kann und du sorgst für eine ordnungsgemäße AU-Bescheinigung.

Kann sein, dass es dem Betrieb nicht gefällt, aber Krankheit gehört nunmal zum betrieblichen Risiko.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

enemenemu2012 30.03.2012, 12:50

Danke das ist doch sehr beruhigend. Ich traue dem Betrieb nämlic nicht mehr. Seit dem ich schanger bin habe ich nur noch Theater, ein Beschäftigungsverbot wollen die haben, das gibt es aber nicht...

0
enemenemu2012 30.03.2012, 12:53
@enemenemu2012

Ich bin zwar nicht auf den Kopf gefallen...aber kann mir das hier mal bitte jemand übersetzen???

Hinzutritt einer weiteren Krankheit

Auf die Leistungsdauer sind die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit anzurechnen, für die dieselbe Krankheit ursächlich ist. Das Sozialgesetzbuch Teil V beinhaltet in § 48 Abs. 1 Satz 2 zudem die klare Aussage, dass sich die Leistungsdauer im laufenden Leistungsfall nicht verlängert, wenn während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzutritt.

Ausgehend von einem einheitlichen Fall stellen die zuvor und die neu eingetretene Erkrankung im Sinne der gesetzlichen Krankenversicherung eine nicht trennbare Einheit dar. Tritt eine neue Arbeitsunfähigkeit am Tag nach Beendigung der bisherigen Arbeitsunfähigkeit ein, so liegt keine hinzugetretene Krankheit vor.

0

hallo,

das datum ist nicht so wichtig. du hast dich ordentlich krank gemeldet. der fehler liegt beim arzt. der muss dir eine erstbescheinigung ausstellen weil es sich um unterschiedliche krankheiten handelt. normalerweise setzt er auch das datum vom 30.03. ein, weil er zu diesem datum ja deine arbeitsunfähigkeit festgestellt hat.

lg albertxy

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

enemenemu2012 30.03.2012, 12:31

Der 30.03. steht drin aber eben Folgebescheinigung und festgestellt am 30.03. Normalerweise hätte mein Arzt letzte Woche schon die andere Diagnose reinschreiben müssen aber naja gut. Kann man nicht ändern. Du meinst das ich mit meinem Arbeitgeber keine Probleme bekomme? Denn der muss ja schließlich zahlen. Und das beste Verhältnis haben wir auch nicht mehr :-(

0
albertxy 31.03.2012, 09:47
@enemenemu2012

hallo,

geh zum arzt und erkläre ihm das. es sind zwei verschiedene krankheiten, also muss er die krankmeldung abändern bzw. neu ausstellen. dein chef kann dir egal sein. du hast dich ordentlich krank gemeldet.

lg albertxy

0

Was möchtest Du wissen?