Krankmeldung bei Nebenjob verschwiegen um Zuschläge zu bekommen

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4 Antworten

Würde sagen, das kommt auf den Führungsstil der Chefin an. Ich persönlich fände eine Abmahnung angebracht. Der Arbeitgeberin droht allerdings kaum Gefahr, da sie ja absichtlich getäuscht wurde. Was andere wäre, sie hätte davon gewusst und es geduldet...passiert dann was, dann kriegt sie riesig Probleme. Trotzdem geht das nicht, vor allem, weil sie schlecht gearbeitet hat deswegen.

Aber es kommt viel auf die äußeren Umstände an. Hat sie schon öfters versucht zu täuschen? Ist sie in dringenster Geldnot? Erledigt sie sonst den Job vorbildlich? Dann kanns auch mit ner mündlichen Abmahnung getan sein. Ansonsten kann es natürlich das Zündlein an der Waage sein, das zur Kündigung führt.

JennyIsInLove 18.04.2012, 16:53

Sie hat schon einmal unerlaubt Geld aus der Kasse für Private zwecke geliehen.

Und ansonsten arbeitet sie auch nicht korrekt.

Ich als Arbeitgeber würde ihr Kündigen. Aber wie soll man dem Chef das sagen?!

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offeltoffel 18.04.2012, 22:30
@JennyIsInLove

Wenn es eine Aufgabe von dir ist, Entscheidungen in Sachen Personal mitzubestimmen und/oder deine Chefs über Vorkommnisse im Personal zu melden, dann geh den ganz normalen Amtsweg: Chef, wir müssen reden. Gehört es nicht zu deinen Aufgaben, dann halte, wie gesagt, lieber die Klappe.

Ganz einfach: Gehts dich persönlich in deiner Funktion etwas an, dann handle. Geht es dich nichts an, weil es nicht dein Aufgabengebiet ist, dann handle in dem du nichts tust.

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Was die Arbeit im Nebenjob trotz Krankmeldung beim Hauptarbeitgeber angeht, kommt es immer auf den Einzelfall an. Handelt es sich um zwei gleiche oder ähnliche Berufsbilder, droht dem ArbN u. U. eine Kündigung des Hauptarbeitgebers. Kann man aber davon ausgehen, dass die attestierte Erkrankung zwar die Ausübung der Tätigkeit beim Hauptarbeitgeber nicht zuläßt, der Nebenjob dadurch aber nicht betroffen ist, hat die Nebenarbeit trotz AUB idR keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen. (Bsp. Dachdecker mit gebrochenem Bein arbeitet nebenbei im Callcenter)

Das Krankengeld wird nach den Sozialversicherungspflichtigen Bezügen bemessen. Es veringert sich nicht, wenn noch Nebeneinkünfte erzielt werden. Zuverdienste werden von der Krankenkasse dabei auch überhaupt nicht abgefragt.

Zur Krankmeldung generell geht immer wieder das Märchen um, es sei dem ArbN verboten, für die Dauer der AUB arbeiten zu gehen. Das ist definitiv nicht richtig. Der ArbN darf in letzter Konsequenz selbst entscheiden, ob er sich für arbeitsfähig hält. Auch, dass die Aufnahme oder Ausübung einer Tätigkeit während der AUB zu Problemen mit Krankenversicherung oder Berufsgenossenschaft führen soll, ist Quatsch.

Rechtlich bestünde hier nur eine Handhabe von Seiten des Hauptarbeitgebers, wenn die Voraussetzungen entsprechend vorliegen.

Wenn das raus kommt, wird sie erhebliche Probleme kriegen, allenfalls muss sie es zurück zahlen!

Wäre nur Gerecht! Eine Abmahnung sowieso! L.G.Elizza

Dummes Zeug , die Dauer der Krankmeldung steht auf dem Krankenschein !

offeltoffel 18.04.2012, 16:47

Da man beim Nebenjob meistens kein Krankengeld erhält, muss man auch oft keinen Krankenschein einreichen. Bei mir reicht z.B. ein Telefonat und ich bin raus, bis ich wieder weitermachen kann (weil ich pro Schicht bezahlt werde).

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JennyIsInLove 18.04.2012, 16:49

Sie hat die Folgebescheinigungeinfach nicht eingereicht!

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ralosaviv 18.04.2012, 16:58
@JennyIsInLove

Im Krankengeldbezug gibt es keine Folgebescheinigungen mehr, sondern der Arzt muss die Auszahlscheine der Krankenkasse ausfüllen.

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