Krankmeldung Arbeitsunfall in der Nachtschicht?

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6 Antworten

Ich würde zuerst mal davon ausgehen, dass es hier nicht um die "Krankmeldung", sondern um die Meldung an die Berufsgenossenschaft geht. Du bist ja nicht einfach krank, sondern hattest einen Arbeitsunfall. So etwas ist nun mal meldepflichtig.

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Krankenhaus hast du ja bestimmt abgegeben.

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Bei der Aufnahme im Krankenhaus hast du vermutlich nicht darauf hingewiesen, dass es sich in deinem Fall um die Folgen eines Arbeitsunfalls handelt.

Außerdem musst du die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung umgehend dem Arbeitgeber zustellen.

Abgesehen davon braucht der Arbeitgeber eine Schilderung über die Umstände, die zu dem Arbeitsunfall geführt haben.

Denn der AG hat kurzfristig eine Unfallmeldung an die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) zu senden.


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Kommentar von Vapor19
13.08.2016, 14:55

Doch genau das habe ich alles gemacht 

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hallo, vorweg ich kenne mich nicht im ganzen Detail aus aber ich schreibe dir um dir evtl die erste Angst zu nehmen. Generell kann man schon sagen egal wie es üblich ist oder war, es gibt einen vorgeschriebenen Weg an dem es sich zu halten gilt. Das ist aus verschiedenen Gründen so. und wenn mal ein Chefwechsel herrscht kann euch der neue ja nicht nach den "alten" Regeln behandeln, aus diesem Grund gibt es normalerweise festgeschriebene Geschäftsprozesse die vorallem für gängige Prozesse tatsächlich irgendwo schriftlich vermerkt sind. Denn andernfalls könnte man vieles ja auch vom Hören/Sagen "wissen" was noch lange nicht unbedingt richtig sein muss. Wer ist dann verantwortlich? verstehst du wie ich meine?

Aber auf der anderen Seite gibt es auch sog. "Gewohnheitsrechte" der Arbeitnehmer, d.h. wenn über eine gewisse (längerfristige Zeit hinweg) eine Prozedur auf eine bestimmte Art und Weise durchgeführt und anerkannt wird dann ist sie idR weiterhin zulässig.

und im schlimmsten Fall wirst du darauf aufmerksam gemacht und schilderst die Situation, eine sofortige Kündigung würde ich jetzt nicht vermuten (falls das deine Befürchtung ist). Unwissenheit schützt zwar vor Strafe nicht, aber dieser müsste eine Abmahnung voraus gehen.

Alles Gute und erstmal eine Gute Genesung

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Erstmal bist du krank.Da brauchst du weder an einem Gespräch teilzunehmen, noch sonstige Dinge.Es war ein Arbeitsunfall, das ist doch schon schlimm genug.Der Betriebsrat bekommt auch zeitnah die Unfallmeldung zur Unterschrift.Mach dort einen Termin und beschwere dich über die Vorgehensweise der Vorgesetzten. Dir kann rechtlich nichts passieren.

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Der Betrieb sollte Dir sagen was falsch gelaufen ist. Wer in der Nacht einen Unfall hat kann nicht früh 8.00 Uhr definitiv sagen ob krank oder nicht. So etwas entscheidet der Doc 

Und meistens mit einiger Zeitverzögerung, eben weil erst geschlafen wurde und ev ein Arztbesuch am Anfang noch nicht in Betracht kam.

Eigentlich ist eine Meldung an den Betrieb (nicht an den Kollegen!) unmittelbar nach Arztbesuch notwendig, wird aber auch unterschiedlich gehandhabt.

Dein Betrieb hatte keine Möglichkeit nach Ersatz zu suchen.

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Ich denke in diesem Gespräch sollte eher der Unfallhergang festgestellt werden und in wie weit eigenes Verschulden vorgelegen hat....sollte nämlich der Betrieb versagt haben, hätte es für die Firma Konsequenzen, für Dich nicht. Problematisch wird es nur, wenn Du den Arbeitsunfall gröbst fahrlässig oder mit Absicht herbeigeführt hast.

Da Du den Arbeitsunfall sofort Deinem Schichtleiter gemeldet hast, hast Du hier auch nichts falsch gemacht.

Also mach Dir keine Gedanken....


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