Krankheit bei der Zellen des Körpers auch die guten eigenen Zellen angreift und beschädigt?

2 Antworten

Kann ich leider schlecht beurteilen. Ich möchte dir auf keinen Fall angst machen aber je nach dem welche Form der Erkrankung vorliegt gibt es die Möglichkeit zu sterben. Jedoch wird deine Mutter ärztlich behandelt sodass ich das erstnal nicht sehen würde. Ich würde dir raten sie darauf anzusprechen. Sage ihr das du dir große Sorgen machst und du ihr helfen willst das durchzustehen.

Hi,

dahinter steckt möglicherweise eine Krebserkrankung des blutbildenden Systems deiner Mutter.

Wie alt bist du denn?

Gruß, Cliff

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@DirectionFreak

o.k., dann bist du alt genug, dass man nicht lügen muss. 

Du musst jetzt wahrscheinlich tapfer sein, sollte es eine Krebserkrankung des blutbildenden Systems sein, in der Art, wie sich hinter diesem Befund häufig verbirgt, sterben 95% innerhalb von 11 Jahren ab Therapiebeginn, bei aggressivem Verlauf, auch bereits nach 2-6 Jahren (s.u.). 

Das ist das worst-case-Szenario. Wir wissen nichts genaues, außer der Diagnose, die du erwähnt hast, die häufig ein Vorläufer eines Myeloms ist. Wir wissen auch nicht den Verlauf, den es nehmen wird, wir wissen nur das worst-case-Szenario. Danach hattest du, denke ich, gefragt und dein Alter rechtfertigt eine ehrliche Antwort.

"Multiples Myelom

(...) Dem Ausbruch der Erkrankung geht immer eine monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) voraus.[1][2] Eine MGUS muss nicht zwangsläufig zu einer malignen Erkrankung führen. (...)

Der Übergang von einer monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz zum aktiven Myelom verläuft in vielen aufeinanderfolgenden Schritten und kann wenige Monate bis mehrere Jahrzehnte dauern.[13] (...)

Laut Hartmut Goldschmidt konnte die mediane Überlebenszeit in diesem Zeitraum verdoppelt werden, konkret von drei bis vier Jahren auf sechs bis acht Jahre (Stand: 2013).[24] 95 % der Patienten starben innerhalb von elf Jahren nach Therapiebeginn (Stand: 2015).
[7]"

Q: https://de.wikipedia.org/wiki/Multiples_Myelom

Schau nach vorne, sei guter Hoffnung und gehe aufrecht, ehrlich und rechtschaffen durchs Leben, wie es sich deine Mutter von dir wünschen würde. Dass sie stolz auf dich sein kann. Ich hatte leider nur 1 Jahr Zeit, zwischen Diagnose und Tod. Das ist schon etwas her, aber ich war so alt wie du. Man kann es sich nicht aussuchen und man wird dann etwas schneller erwachsen, als andere, die weiter unbesorgt aufwachsen. Ich wünsch dir alles Gute, viel Kraft und Zuversicht für dich und deine Angehörigen. Gruß, Cliff

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Nein als ob.
Aber wenn es so schlimm wöre wieso wird nix gemacht und sie arbeitet noch und lebt ihr leben wie zuvor?
Nein ich könnte nie ohne meine Mutter leben und ich will lieber sterben sie ist doch so empfindlich das wird zu schwer für sie.
Ich komm grad eh nicht auf mein Leben klar sie darf nicht weggehen

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@DirectionFreak

Hi, das ist der Lauf der Dinge. 

Sei froh, dass du schon 17 bist. Das ist nämlich eine gute Basis zu starten, schlimmer ist es für jene, die z.B. erst 12 oder 8 oder noch jünger sind. Sie kommen nie in den Genuss, in der Familie sozialisiert zu werden, also etwas von den Werten und Anschauungen des Elternteils in ihr Leben mitzunehmen. Denn diese Dinge sind wichtig, sie prägen dich und sie bleiben für immer. 

Natürlich lebt man wie zuvor, so lange es geht. Weißt du wie schwer es ist, vor den Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden, Familienmitgliedern aufzugeben? Es wird immer versucht aufrechtzuerhalten. Mein Vater war ein weiser Mensch und seine Entscheidungen waren immer gut durchdacht. Als er auf dem Sterbebett lag, war er nur noch ein Schatten seiner selbst, hilflos, schutzbedürftig. In seinen Augen las ich die Angst und Verzweiflung, nicht mehr miterleben zu dürfen, wie sein Sohn weiter aufwachsen würde und trotzdem musste ich ihn beruhigen. Ich ihn. Undenkbar, es war immer andersherum gewesen. Plötzlich lastete jede Entscheidung auf meinen Schultern, ohne ihn zu Rate ziehen zu können. Es gibt kein Zurück mehr und auch kein zweites Mal abbiegen, sondern es ist der Ernst des Lebens. 

Wir hatten ja nur das "worst-case-Szenario" überlegt. Welchen Verlauf es genau nimmt, weiß niemand und die Medikamente werden auch mit den Jahren immer besser, so dass man da wirklich nur sehr grob spekulieren kann. Man könnte 10-12 Jahre erst mal Glück haben, dann bist du Ende 20, also vermutlich schon deutlich besser situiert, aber du solltest im Hinterkopf haben, was passieren kann, damit es einen nicht so überraschend trifft. Gruß

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Weißt du was so eine Bakterie nahmens Helikopter oder so ist? Hat das auch was damit zu tun ? Und die Schilddrüse?

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@DirectionFreak

du meinst vermutlich Helicobacter https://de.wikipedia.org/wiki/Helicobacter_pylori 

Das sind Bakterien, die auf der Magenschleimhaut siedeln können und dann Magenschleimhautentzündung auslösen können. Wenn etwas mit dem Magen dauernd nicht in Ordnung ist, wird man nach ihnen suchen. 

Das Problem ist, dass die Erkrankung komplex ist. Es ist nicht so leicht zu durchschauen, was da was beeinflusst und man kann eine Sache oft nicht (mehr) isoliert für sich betrachten oder behandeln. Das ist teils systemischer Effekt der Erkrankung. 

Wenn sie in guten Händen ist, kannst du sie nur unterstützen, sie aufbauen und eine positive Atmosphäre schaffen. Du musst jetzt groß und stark werden, nicht äußerlich, sondern mental, denn deine Ruhe und Unerschütterlichkeit, strahlen auf sie aus. Du musst ein Fels sein in der Brandung. Alles Gute & Gruß

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