Krankhafte Menschenliebe?

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7 Antworten

Nun - Du bist so eine Person, die ich als "Gutmenschen" bezeichnen würde.

Und auf jeden Fall: Du bist nicht psychisch krank...

Der Begriff "Gutmensch" wurde 2015 (aus meiner Sicht zu Unrecht) zum Unwort des Jahres gewählt; hier lag aber, meiner Meinung nach, ein Mißverständnis vor --> es wurde zum Unwort gewählt, weil es, von einer in diesem Land steigenden Zahl von Idioten, als diffamierend und beleidigend für jene Menschen verwendet wird, die sich für die Gesellschaft und deren Mitglieder einsetzen....

Ich meine die Bezeichnung als "Gutmensch" durchaus positiv - ich verbinde mit Gutmensch durchaus zunächst all diese postiven Eigenschaften, die Du wahrscheinlich verkörperst.

Das Gutmesch-Sein schlägt aber immer dann in sein Gegenteil um, wenn man unkritisch, ideologisch oder dogmatisch wird und man die Realitäten/Tatsachen und das Machbare ignoriert ;  das "sapere aude" von Kant ("habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen) wird nicht beachtet.

Jede Hilfsbereitschaft (Schopenhauer nannte das "Mitleid")  ist zu begrüßen - aber man kann nicht alle Menschen lieben; man sollte mit einer gesunden Portion Kritik und Vorsicht an die Sache herangehen.

Man sollte unterscheiden, zwischen denen, die Deine Hilfe benötigen und denen, die Dich z. B. nur ausnutzen wollen.

Du solltest versuchen eine (gesunde) Distanz zu den anderen Menschen aufzubauen und denen helfen, die tatsächlich in Not sind.

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Ich würde nicht krank sagen. Doch würde es dir nichts schaden, dich mal mit einen qualifizierten Psychologen zu unterhalten. Der kann dir mit Gewissheit weiterhelfen. Diesseits drängt sich der Eindruck auf, dass du ein verstärktes Helfersyndrom hast, was auf Dauer gesehen psychische Beeinträchtigungen nach sich ziehen kann. Interessant wäre zu erfahren, welchen Beruf du aus-übst? Sollte es einer sein, bei dem der Mensch im Vordergrund steht, liegt die Identifikation mit dessen Irritationen sehr nahe.

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Kommentar von larsi95
26.07.2016, 16:06

ich arbeite im kulturellen Bereich, in einer Ausstellung wo verschiedene sachen aus aller welt zu sehen. kann schon sein dass es damit zu tun hat weil mich diese Vielfalt die ich da sehe tatsächlich sehr fasziniert

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Alles ok, halt nur mehr oder minder schrullig, (Schwarmgeistmanieren) wichtig ist indes, ob du dich selbst liebst. Ist das nicht der Fall, dann ist ein bloßer Altruismus, Philantropismus allerdings bedenklich.


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Hahaha! Ich lach mich schlapp.

Was soll daran krank sein? Vielleicht bist du einfach gut drauf?

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Nunja, das ist schon ein schreckliches Übel. Diese Krankheit nennt sich Philanthropie.

Glücklicherweise ist diese Seuche aber heutzutage nicht mehr so weit verbreitet, wenn Menschen sich gegenseitig nur umarmen um näher dran zu sein, ehe sie zünden :D

Na, spass beiseite..du magst Menschen. Kann ich als bekennender Misanthrop zwar nicht nachvollziehen, aber glaube unnormal ist das dennoch nicht :)

Wobei die Angst zu sterben nochmal etwas anderes ist, allerdings genauso normal.

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Nein, das nennt man auch Empathie.
Genau so sollte es sein, auch wenn es dir überspitzt vorkommt.

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Was soll daran krank sein?

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