Krankgeschrieben was nun?

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13 Antworten

Aus rechtlicher Sicht bist du hier auf relativ sicherem Terrain.

Deine Krankenversicherung wird die Kosten der Behandlung übernehmen und dein behandelnder Arzt wird dir auch eine entsprechende AU-Bescheinigung ausstellen.

Ich befürchte aber, dass dir dein Arbeitgeber unangenehme Fragen stellen wird. Fakt ist, dass du alles zu unterlassen hast, was eine zügige Genesung gefährdet. Eine Magen-Darm-Grippe ist unter Anderem geprägt durch Durchfall. Mit Durchfall sind aber ausgedehnte Spaziergänge mit dem Hund eigentlich nicht drin. Ich weiss nicht, wie die letzten Tage bei dir das Wetter war. Bei uns hier war es weitgehend trüb, kalt und grau. Eigentlich kein Wetter, welches die Genesung fördert.

Wie gesagt, rechtlich dürfte das alles noch im vertretbaren Bereich liegen. Es könnte trotzdem unangenehme Fragen geben.

kevin1905 24.11.2016, 12:50

Ich befürchte aber, dass dir dein Arbeitgeber unangenehme Fragen stellen wird.

Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch zu erfahren wie man sich den Finger gebrochen hat.

Stürzen könnte man schließlich auch zu Hause. Alles was dern ArbG zu interessieren hat, ist wie lange der Mitarbeiter ausfüllt und ob dies aufgrund der gleichen Diagnose wäre.

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Interesierter 24.11.2016, 12:53
@kevin1905

Ich sagte ja, rechtlich nicht zu beanstanden.

Aber den gesunden Menschenverstand sollten wir hier trotzdem nutzen, denn so wie man in den Wald reinschreit, schallt es zurück. Das ist einem vertrauensvollen Verhältnis zum Arbeitgeber nicht zuträglich.

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Maximilian112 24.11.2016, 13:16
@kevin1905

Nicht mal die Diagnose geht den AG was an. Er erfährt also auch nichts von dem Finger und auch nichts von der Grippe.

Die KK informiert den AG wenn er seine Lohnfortzahlung einstellen kann und das wäre hier nach 6 Wochen. Der Finger löst keinen neuen Anspruch von 6 Wochen aus

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Wenn Du krank geschrieben bist bedeutet das nicht, daß Du das Haus nicht verlassen darfst. Du darfst nur keine Tätigkeiten ausüben, die den Genesungsprozeß gefährden würden, z.B. auf einer Baustelle aushelfen oder den ganzen Garten umgraben. Der Hund gehört zu Deiner Lebensumgebung und daß der mal raus muß, würde ich der normalen persönlichen Lebensführung und dem damit verbundenen Risiko zuschreiben.

Du solltest wegen des Fingers nochmal zum Arzt gehen, vermutlich bekommst du eine weitere Krankschreibung für den Arbeitgeber.

Krank heißt nicht bettlägerisch.

Wenn das Rausgehen mit dem Hund deine Genesung nicht gefährdet, besteht auch kein Grund zur Sorge.

Was man "darf" ist eine Sache, ob das auch immer geschickt ist, eine ganz andere. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Arbeitgeber freudig in die Hände klatscht wenn sich der Arbeitnehmer im Krankenstand eine weitere Verletzung zuzieht und damit mal eben (wie zb. bei einer Bürokauffrau die dann nicht mehr tippen kann) weitere paar Wochen ausfällt. Es ist auch abhängig von der Erkrankung, was auf dem Krankenschein vermerkt ist (ob Bettruhe ja oder nein). Sicher ist Krankenstand kein Hausarrest und nehme an, dass die Versicherung auch zahlen wird, vermutlich auch rechtlich abgesichert bist aber wie schon gesagt beim Arbeitgeber wird das weniger gut ankommen.

Wenn du krank bist, heißt das nicht, dass du an deinem Bett angekettet werden musst.

Du darfst natürlich genauso mit dem Hund raus, wie auch einkaufen oder sonstiges, was für dein Leben einfach wichtig ist.

Nur irgend sowas wie einen Spontanen Kurztrip irgendwo hin solltest du dir verkneifen, denn da kann dein Arbeitgeber die ärger machen, wenn er das erfährt.

Dein Bruch des Fingers ist eine Sache für sich, egal ob du Krankgeschrieben bist oder nicht. Das tut nichts zur Sache und deine Versicherung bezahlt die Behandlung in jedem Fall.

Du darfst alles machen was deiner Heilung nicht schadet. Ein Sturz beim einkaufen oder auch beim Spaziergang ist etwas womit man nicht rechnen kann und somit bist du normal versichert.

Deine Krankenversicherung zahlt sämtliche Behandlungskosten im Zusammenhang mit diesem Unfall.

Alles im grünen Bereich. Ausserdem warst du doch mit dem Hund auf dem Weg zur Apotheke.....

Gegen Spaziergang hat niemand was einzuwenden. Was ist mit denen die alleine sind und sich was zu Essen kaufen. Was muß das muß.

Keine Sorge die Versicherung muß zahlen. In jedem Fall.

Den Alltag muß man ja auch trotz Krankheit erledigen.

Gassi gehen ist erlaubt. Auch kurze Spaziergänge an der frischen Luft. Kein Problem.

Wenn der Arzt dir keine bett ruhe Verordnet hat darfst du raus.
Frische Luft tut gut
Und immer hin muss man ja auch mal einkaufen oder wie bei dir mit dem Hund raus.

rikks 24.11.2016, 11:49

Selbst wenn der Arzt Bettruhe verordnet, dann kann man auch mal einkaufen oder mit dem Hund raus. Der kann ja nicht in die Wohnung machen...

Es sollte dann halt kein Tagesausflug werden, sondern einfach nur das nötigste, damit man wieder ins Bett kommt.

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maddie93 24.11.2016, 11:59

Aber man sollte es vermeiden wenn es so sein sollte. Wenn man jetzt alleine wohnt okay aber wenn jemand mit wohnt dann kann die Person raus.

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"Bettlägerig krankgeschrieben" gibt es nicht.

Du hast eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Das bedeutet, daß Du nicht fähig bist, arbeiten zu gehen.

Es bedeutet nicht, daß Du zu Hause bleiben musst.

Krank geschrieben heisst nicht automatisch Bettruhe.

magnite 24.11.2016, 11:46

Richtig - man muss ja auch zwischendurch zur Apotheke, oder was zu Essen einkaufen.

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